Der meint es doch nur gut!

Menschen meinen es eigentlich immer nur gut. Die Frage ist nur, für wen.

Es gibt, ganz grob eingeteilt, drei Typen von Menschen.

Die Altruisten. Sie denken in ihrer Reimform immer nur an die anderen, sie selbst kommen dadurch aber immer zu kurz.

Die Egoisten. Sie haben nur den eigenen Vorteil im Blick. Sie kümmern sich auch um andere Menschen, aber nur dann, wenn sie sich dafür eigene Vorteile erhoffen, z.b. Wertschätzung, einen Machtzuwachs oder das Gefühl, nicht allein zu sein.

Menschen, die zwischen Altruismus und Egoismus angesiedelt sind und sich zudem selbst annehmen. Sie wissen um die Gefahren des Egoismus, bei dem man sich selbst verlieren kann, obwohl man glaubt, für sich selbst alles zu gewinnen. Sie wissen um die Gefahren des Altruismus, bei dem man sich selbst genauso verlieren kann. Und sie wissen um die Gefahren einer überhöhten Selbstannahme, die dann wieder zum Egoismus führen könnte. Sie siedeln sich irgendwo zwischen diesen Extremen an, mal mehr hier, mal mehr dort. Sie befinden sich in einem Fluidum zwischen diesen Extremen und müssen bei jeder Situation neu ihre Positionierung ausloten und überdenken. Sie werden dadurch aufgrund ihrer reflektierten Haltung den Situationen und Menschen aber am meisten gerecht.

Abschließend kann man also sagen, die meisten Menschen meinen es tatsächlich immer nur gut. Das gilt allerdings auch für Hunde, die beißen, denn die Herrchen meinen dann oft: der will doch nur spielen!

6 Gedanken zu “Der meint es doch nur gut!

  1. „Unsere Selbstsucht ist nicht mehr als ein animalischer Instinkt.“ – sagt Henri-Frédéric Amiel

    Und sie gründet auf Angst.

    „Wahre Menschlichkeit beginnt für den Menschen erst mit der Selbstaufgabe.“ – sagt Henri-Frédéric Amiel

    Altruismus & Egoismus:
    Beide haben einen pathologischen Anstrich.

    Der ALTRUIST mag die Idee:
    „Der Andere ist wichtiger als ich selbst.“

    Der EGOIST mag die andere Idee:
    „Ich bin wichtiger als irgend jemand sonst.“

    Die Gesundheit liegt in der Mitte. Alle sind gleich gültig:
    „Niemand ist wichtiger oder unwichtiger als ich selbst.“

    Was immer uns an der Oberfläche unterscheidet, ob „reicher“ oder „ärmer“, oder was auch immer: Es ist immer das selbe Selbst.

    Mitgefühl und Fürsorge für andere
    schließt mitfühlendes und fürsorgliches
    Verhalten in Bezug auf uns selbst nicht aus.

    Auch mit uns selbst sollten wir „Gut Freund“ sein.

    Gruß von
    Nirmalo.

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  2. Zum Beispiel…

    „Wenn wir stark sind in der Nächstenliebe
    und danach handeln: Das ist ist der Weg
    zu Vollkommenheit.“

    – Mengzi (ca. 370-290 vor Chr.)

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