Mehr Islamunterricht an bayerischen Schulen

Was für Islamhasser, die sich gerne etwas neutraler und euphemistischer als sogenannte „Islamkritiker“ bezeichnen, der blanke Horror und ein Anzeichen von völliger Überfremdung sein dürfte, ist in Wirklichkeit wohl eine sehr sinnvolle, gute und verantwortungsvolle Sache. Im letzten Schuljahr nahmen in Bayern etwa 15500 Schülerinnen und Schüler am Pilotversuch islamischer Religionsunterricht in der Schule teil. Denn, Religionsunterricht sinnvoll gestaltet, hilft, das Leben besser zu verstehen, seinen religiösen Sitz im Leben zu finden und zu festigen und zugleich gegen radikale Ansichten verteidigen zu lernen. Sobald nämlich eine Religion aus abgeschlossenen Gesellschaften und Hinterhöfen herausgeholt und qualifiziert diskutiert und betrachtet wird, haben … Mehr Islamunterricht an bayerischen Schulen weiterlesen

Wahnsinn Krieg

Manchmal wundert man sich, woher man gewisse Einstellungen hat. Nicht nur daher, aber auch. Beispielsweise aus der Grundschule. Im Religionsunterricht der dritten und vierten Klasse, evangelisch, hatten wir eine sehr engagierte Lehrerin. Sie war außerdem auch die Klassenlehrerin und machte mit uns unter anderem Theaterstücke, die an der Schule etwas Besonderes waren. Nicht alle Lehrer gönnten ihr diese Erfolge, aber die meisten mussten wohl zugeben, dass sie die Sache sehr engagiert und gut machte. Mir sind, obwohl es schon so lange her ist, nach verschiedene Sachen im Hinterkopf. Unter anderem die Sache mit dem Krieg. Es war ja unter anderem … Wahnsinn Krieg weiterlesen

Selbst singende Gemeindelieder

Mei, wenn es das früher mal gegeben hätte! Wenn man Religionsunterricht gibt, nutzt man gerne die Besonderheit des Faches manchmal dazu, mit einem Lied zu beginnen. Wenn man nun aber keine Birkenstockschuhe trägt und auch nicht dauerhaft eine Gitarre umhängen hat, vielleicht deswegen, weil man nur die Griffe AEDGH und E hinbekommt und weil man diese Birkenstockromantik auch nicht so mag, greift man gerne mal auf Medien oder das Internet zurück, um ein Lied, welches bereits von anderen Leuten mitgesungen wird, im Unterricht zu singen. Man braucht dann nur noch den Text einzublenden. Bisher war irgendwie immer das Problem, dass … Selbst singende Gemeindelieder weiterlesen

Verdirbt Religion junge Menschen?

Entschuldige bitte diese mir absurd erscheinende Frage, denn meine Meinung steckt in dieser Frage nicht. Aber es ist die Meinung eines Facebook-Kontakts, mit dem ich ab und an mal wieder aneinander gerate und der solche kruden Thesen immer mal wieder verbreitet. Ich hatte auf diese Frage unter anderem wie folgt geantwortet: Jeder Mensch ist von etwas geprägt. Die einen religiös, andere politisch, manche sozialpädagogisch, manche psychologisch, manche gesellschaftskritisch, manche durch rein egoistisches und leistungsorientiertes Denken und so weiter. Man wächst nicht wertfrei auf. Oder mit Watzlawick gesprochen, man kann nicht nicht kommunizieren. Es ist doch nicht so, dass, wenn man … Verdirbt Religion junge Menschen? weiterlesen

Soll Religion ein Unterrichtsfach sein?

In einem Forum, das sich um Philosophie und Politik dreht, wurde vorhin diese Frage gestellt. In mir drehte sich ein wenig der Magen um, denn diese Art von Fragen finde ich doch etwas flach. Ich gehe davon aus, dass im Grunde fast jeder oder wahrscheinlich jeder Mensch eine religiöse Ader hat, die ihm innewohnt. Sollte jemand anderer Meinung sein, könnte man über diesen Punkt diskutieren. Ich gehe aber mal von dieser Annahme aus. Religion in diesem Sinne meint nicht unbedingt, nach Gott zu fragen, sondern im Sinne Paul Tillichs nach einer Tiefe im Leben zu fragen. Was steckt hinter allem? … Soll Religion ein Unterrichtsfach sein? weiterlesen

Vom Sinn und Unsinn des konfessionellen Religionsunterrichts

Gardinenpredigerin. Kultusminister ist neben Papst und Ernährungsberater von Kim Jong Un einer der schlimmsten Jobs auf dieser Erde. Jeder hält sich für einen Experten auf diesem Gebiet, weil jeder schon einmal in der Schule war oder noch schlimmer: Kinder auf der Schule hat(te) und daher fühlt sich auch jeder berufen, reinzuquatschen. Wollte er allen Leuten, die ihm mit ihren innovativen Konzepten in den Ohren liegen Folge leisten, dann hätten wir eine 7-10-jährige Gesamt- und Ganztagesschule, in der Latein, Englisch und Swahili als spätbeginnende Erstsprachen unterrichtet werden. Ich rede daher nur über ein Gebiet, auf dem man mir gewisse Kenntnisse nun doch … Vom Sinn und Unsinn des konfessionellen Religionsunterrichts weiterlesen

Pfarrer auf Facebook: eine Anleitung

Manon Priebe. Das Evangelium verkünden, mit der Gemeinde in Kontakt kommen und bleiben, Seelsorge betreiben – all das können Pfarrer auch online. Oder? Wie sich Pfarrer und Religionslehrer auf Facebook verhalten sollten, wie ihr Profil aussehen sollte, was gepostet werden kann und was eher nicht und was zu beachten ist, hat eine kleine Umfrage auf Facebook ergeben. „Und er sprach zu ihnen: Gehet hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur.“ (Markus 16,12-18) Die Wege, über die das Evangelium in der Welt verbreitet wird und werden kann, sind vielfältig. Einer der schon nicht mehr ganz so „neuen“ Wege heißt … Pfarrer auf Facebook: eine Anleitung weiterlesen

Islamunterricht: „Schüler suchen ihren Weg“

Was Jugendliche in Bayern ihren Religionslehrer fragen. Islam-Unterricht in der Schule – ein Streitthema in Deutschland. Moscheeverbände befürworten den Schulunterricht, fragen aber auch kritisch, ob die Kinder dadurch dem Einfluss von Imamen entzogen werden sollen. Mittlerweile bilden deutsche Universitäten islamische Religionslehrer in deutscher Sprache aus. Amin Rochdi ist Doktorand an der Universität Erlangen-Nürnberg und Lehrer für islamischen Religionsunterricht an einer Realschule in Bayern. Er sagt im evangelisch.de-Interview, dass Moschee und Schule einander ergänzen.>mehr. foto:Riyaad Minty riy,flickr.com Islamunterricht: „Schüler suchen ihren Weg“ weiterlesen

Religionsunterricht in NRW: Muslimisch, jung, konservativ

In Nordrhein-Westfalen soll es ab dem Schuljahr 2012/13 islamischen Religionsunterricht geben. Bei der Gestaltung des Lehrplans ergreifen vor allem junge Konservative das Wort. Sie sind gebildet und selbstbewusst – doch sie verhindern die Veränderung, die der Islam dringend braucht. Als ob man liberal beten oder fasten könnte. So lautet eine gängige Polemik, die freiheitlich denkenden Muslimen neuerdings von Glaubensgeschwistern entgegengeschleudert wird, die ich die jungen Konservativen nennen möchte. Sie sind 20 bis 40 Jahre alt, hier geboren oder in jungen Jahren nach Deutschland gekommen, selbstbewusst, gebildet, in der Regel studiert, mit starkem Interesse für Religion. Die jungen Konservativen sind keine … Religionsunterricht in NRW: Muslimisch, jung, konservativ weiterlesen

Berlins Gretchenfrage: Religion oder Ethik ?

In Berlin fordert das Volksbegehren „Pro Reli“ für die Schüler in der Hauptstadt regulären Religionsunterricht in der Schule – so, wie im Rest der Republik auch. Aber nicht alle Christen machen da mit. Warum nicht ? > mehr.  Lesen Sie auch:  > Religionsunterricht ist unerlässliches Angebot religiöser Bildung  Bild: Kirk T, flickr.com Berlins Gretchenfrage: Religion oder Ethik ? weiterlesen

Religion is stupid ?

Von Udo Schmoll. Will der Religionsunterricht mehr sein als die Vermittlung von „Wissen über Religion“  (Religionskunde), so muss er die Autonomie der anderen Fächer wahren und gleichzeitig ihre Aussagen auf einen unbedingten Sinn beziehen (so genanntes „theonomes Modell“). > mehr. Lesen Sie auch: > Der Knigge für den Schulgottesdienst Bild:ruSSeLL hiGGs ,flickr.com Religion is stupid ? weiterlesen