Tagged Kunst

Die Frage des Tages

Plötzlich stand es da, wobei dieses Plötzlich schon einige Jahre her sein dürfte. Ein Stargate ist es nicht, zumindest sind bisher keine imperialen Sturmtruppen hindurchgekommen. Was aber macht dieses Ding dort, warum ist es da und was soll es? Bild als E-Card verschicken. Das Kunstwerk heißt, wie könnte es anders sein, Ring, steht am Alten Botanischen Garten in München und ist aus Stahlzement hergestellt. Der Künstler heißt Mauro Staccioli. Warum es dort aber steht? Die einfache Antwort lautet, weil es dort hingestellt wurde. Wahrscheinlich finden Sie die Antwort etwas unzureichend, womit Sie natürlich Recht hätten, aber Sie hätten gerne die…

„No pants subway ride“-Tag

Gestern fand in vielen Städten der sogenannte „no pants subway ride“ statt, der 2002 ins Leben gerufen wurde, so z.b. in München, Berlin, Prag und New York. Menschen fahren an diesem Tag U-Bahn und haben dabei nur eine Unterhose an (optimalerweise eine, die noch nicht allzu lange im Einsatz ist), die Beine sind also nackt. Das machen sie nicht etwa, und damit irgendwie politisches Unbehagen auszudrücken, sondern um den Spaß am Leben zu zeigen und sich über die Blicke der Anderen zu amüsieren. Klingt natürlich sehr vernünftig das Ganze. Demnächst soll der „screwdrivers subway ride“-Tag folgen, bei dem Menschen sich…

Über die Banalität mancher Kunst

Kunst kommt ja ursprünglich von können. Wenn ein Maler gut malen kann, wird er auch als Künstler angesehen. Nach und nach verschob sich diese Sichtweise, als Künstler gilt heute auch noch jemand, der zwar die kunstgeschichtlichen Entwicklungen gut kennt, sie aber bis zur Abstraktion reduzieren kann. Jedoch nicht alles, was abstrakt ist, wird gleichermaßen von jedem als Kunst betrachtet. Dies umso mehr nicht, als finanzstarke Kunstkäufer gerne sogenannte Kunstwerke kaufen, ohne sich um das Kunstwerk an sich allzu große Gedanken zu machen. Hauptargument ist beim Kauf dann nicht das künstlerische Schaffen oder die künstlerische Qualität, sondern der vermeintliche Wert eines…

Des Kaisers neue Kleider

Wenn ich an die Zeit denke, in der ich als Architekt arbeitete und dieses Fach studierte, muss ich manchmal immer noch innerlich den Kopf schütteln. Natürlich gab es nette Leute dort. Es gab aber auch die, bei denen alles ganz extravagant, exklusiv und besonders war. Es fing im Studium an. Extravagant war für die Professoren dort meistens, wenn ein Gebäude grau und schlicht war. Je grauer und schlichter, desto schicker. Wenn es dann noch viel Glas und Stahl aufzuweisen hatte, war die Sache irgendwo perfekt. Vielleicht hier und da noch eine Sichtbetonwand, grau und dezent. Unendlich chic. Vor einiger Zeit…

Drei Generationen

Das Bild zeigt einen jungen Soldaten in der westukrainischen Stadt Lemberg, Lviv. Womöglich zieht er gerade in den Osten in Richtung Donezk, wo die Russen nach wie vor Krieg gegen die Ukraine führen. Ein junger Mann, der vielleicht gerade in den Tod reist, um sein Land, seine Familie, seine Freunde und seine Bekannten vor dem…

Betongötter | ZEIT ONLINE

Architektur wohnte einst das Versprechen inne, soziale Harmonie zu verwirklichen. In seinem Roman „Betongötter“ erzählt Markku Kivinen vom Scheitern einer Utopie. VON CAROLA EBELING viaMarkku Kivinen : Ich habe den Körper einer Libelle | ZEIT ONLINE.

Tebartz-van Elst | Jobo72’s Weblog

Tebartz-van Elst. Ein Mann schafft nicht nur moderne Diözesanzentren, sondern auch Kultur. Schon wieder Tebartz-van Elst. Diesmal in der TV digital, die wir ein Jahr lang kostenlos zu unserem neuen Fernseharrangement dazu bekommen, warum auch immer. Es geht um Nächstenliebe, vielmehr: um die „falsche Fernsehnächstenliebe“, vor der Kolumnist Michael Kessler warnt. Er kritisiert – völlig…

Bitten und Beten für Ai Weiei und Nadeschda Tolokonnikova

Stefan Ehrhardt. Heute lief auf ARTE TV ein Beitrag über den faszinierenden Gegenwartskünstler Anish Kapoor. Seine Kunstwerke sind beindruckend und einzigartig; viele seiner Werke hinterfragen unsere Existenz auf fesselnde und berührende Art. Seine berühmten Spiegelobjekte tun dies, in dem sie den Betrachter ganz unmittelbar einbeziehen. Bis 24. November bespielt Anish Kapoor mit 70 Werken das gesamte Untergeschoss und den Lichthof des Martin-Gropius-Baus in Berlin. Mehr als die Hälfte seiner Arbeiten hat er eigens für die Ausstellung entworfen – zu entdecken bis 5. Januar 2014…>mehr. foto: Lutz Stallknecht  / pixelio.de 

Limburg: Jenseits der Skandalbegeisterung

Die Aufregung über die Kosten der Bischofsresidenz von Limburg verstellt den Blick auf die Qualität der Architektur, die Funktionsmoderne mit dem Denkmalschutz versöhnt. // TILL BRIEGLEB.  Weihnachten 1993 stieg der Pegel des Rheins bei Bonn auf einen neuen Höchststand von 10,13 Meter. In Folge des dadurch ansteigenden Grundwassers lief eine Baustelle neben dem Langen Eugen voll Wasser, das Gebäude hob sich um bis zu 70 Zentimeter und sank dann leider nicht so zurück, wie es geplant war. Aus diesem kleinen Betonhüpfer wurde anschließend der größte Bauskandal der frühen Neunziger. Der so genannte „Schürmann-Bau“ beschäftigte wochenlang…>mehr. foto: Andreas Liebhart  / pixelio.de

“Marias Schwestern”: Kunst und soziales Engagement

Stefan Ehrhardt. Mit Fug und Recht steht diese einzigartige Frau immer wieder im Mittelpunkt. Allein in den letzten 30 Jahren hat sie täglich zu gläubigen Menschen gesprochen 1) , ihnen geholfen, und immer ihre ganze Liebe für das Werk ihres Sohnes gegeben. So gesehen ist es gut, wenn Menschen Mittel und Wege finden, etwas „zurückzugeben“. „In dem künstlerischen Foto-Projekt „Marias Schwestern“ wurden Mütter mit hoch belastetem Hintergrund nach dem Vorbild von Madonnenbildern fotografiert. Damit bekamen diese jungen Frauen die Chance, sich als Mutter positiv wahrgenommen zu fühlen. Junge Frauen und Mütter, die von der Gesellschaft oft abgewertet und im Stich gelassen werden.“>mehr. foto: Marja, marbrax,flickr.com

Little People in London

Der britische Street Artist und Fotokünstler Slinkachu hat einen Blick für das Detail. Im großen London sieht er in der Winzigkeit Großes. Humorvoll und kreativ arrangiert er Alltagssituationen in der Stadt und hält diese auf Fotos fest. Schauen Sie mal rein – so klein waren Sie schon lang nicht mehr: > hier. foto: Éole Wind, Éole, flickr.com

Die Kunst des Krieges

Krieg und Tod sind in den Medien allgegenwärtig. Was das für die Kunst und ihre Ästhetik bedeutet, zeigt die Ausstellung „Serious Games: Krieg – Medien – Kunst“. Der Ausspruch des griechischen Tragödiendichters Aischylos, dass das erste Opfer des Krieges stets die Wahrheit sei, ist so oft zitiert worden, dass er beinahe als Banalität gilt. Und dennoch: Gerade in diesen Zeiten, in denen Fotoagenturen hochauflösende und oft sehr ästhetische Bilder aus den Kriegsgebieten der Welt liefern, in denen iPhone Apps die Geräusche von…>mehr. foto: x-ray delta one / James Vaughan,flickr.com

Bitte jetzt in der Nase bohren

So bittet Sie Herr Wurm. Erwin Wurm. Seines Zeichens Künstler. Der Österreicher belustigt und provoziert mit seinen skurrilen Skulpturen. Derzeit kann man in München noch bis Ende Januar sein bisheriges Schaffen bewundern. Wir haben Ihnen hier einige Videos und Artikel zusammengestellt.

„Piss Christ“ vs. Religionsbeschimpfung ohne Grenzen ?

Religionsfreiheit – Es ist 40 Jahre her, dass in der Bundesrepublik die Strafbarkeit von Religionsbeschimpfung weitgehend abgeschwächt wurde. 1969 beschloss die Regierung eine Neufassung des seit 1871 gültig gewesenen § 166 des Strafgesetzbuchs: Bestraft wird nur, dessen Beschimpfung geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören. > mehr. Das Titelbild zeigt das Werk „Piss Christ“ von Andres Serrano. Es war letztes Jahr im Haus der Kunst München zu sehen und diente den Einen als Ausdruck von Blasphemie. Andere sahen darin eine übertragene Darstellung des Kreuzestodes Jesu:

„Du zählst“ Kampagne begeistert Jugendliche für BasisBibel

„Du zählst! Weil du wichtig bist für die Welt, in der du lebst. Entdecke, was die Bibel dir sagt!“. Mit dieser Kampagne will die Deutsche Bibelgesellschaft sich wieder verstärkt für die Bibel einsetzen – und zwar bei jungen Menschen. Es entsteht hier (offenbar ähnlich wie die Volxbibel) eine Übersetzung, bei der Jugendliche direkt über das Internetportal mitwirken können. Wurde ja auch Zeit, oder ? Denn wenn man was zu sagen hat, dann sollte man es in einer Sprache tun, die die Menschen auch erreicht. Sonst verfehlt man sein Ziel, nur, weil man einer alten (lutherischen) Kunstsprache anhängt – so schön…