Eskalation und Weiterung. Beobachtungen im Fall van Elst

Josef Bordat. So traurig-tragisch der Fall des Limburger Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst für die Kirche ist (für alle anderen Beteiligten ist er hoch erfreulich: die Medien haben Stoff für Spekulationen, die Website der Stadt Limburg eine Verdopplung der Zugriffe, das Gaststätten- und Hotelgewerbe in eben dieser Stadt ein dickes Umsatzplus) – er fördert einige Mechanismen medialer Arbeit zu Tage, darunter die Eskalation und vor allem die thematische Weiterung. Zunächst eine Vorbemerkung: Ich kann mich nicht erinnern, dass eine Person des öffentlichen Lebens wegen eines objektiv betrachtet eher geringen Schadens so intensiv gejagt wurde wie Tebartz-van Elst. Auf dem Hinflug nach…>mehr. foto: asrawolf … Eskalation und Weiterung. Beobachtungen im Fall van Elst weiterlesen

Limburg ist nicht Stuttgart 21

Wer sich sonst nicht für die katholische Kirche interessiert, sollte auch Tebartz-van Elst ignorieren. Die Aufregung um ihn ist vollkommen übertrieben. EIN KOMMENTARVON CHRISTOPHER PRAMSTALLER. Wieso ist eigentlich immer noch nicht bekannt, ob der Limburger Bischof Tebartz-van Elst auf seinem Ryanair-Flug nach Rom ein Essen bestellt hat? Und wenn ja: Hat das Bistum bezahlt? Ein Hotdog an Bord kostet immerhin fünf Euro. Wäre das nicht verschwenderisch? Man kann sich schließlich auch selbst etwas mitbringen…>mehr. foto: asrawolf  / pixelio.de Limburg ist nicht Stuttgart 21 weiterlesen

Viele offene Fragen in Limburg. Tebartz-van Elst, ein Sündenbock?

Ein Kommentar von Fabian Maysenhölder. Verantwortungslosigkeit, Verschwendung, Betrug, Lügen: Die Liste der Vorwürfe gegen Bischof Tebartz-van Elst ist lang. Nun auch noch ein Strafbefehl. Auch wenn ein Rücktritt überfällig ist, müssen noch viele Fragen gestellt werden. Man kann die „Buh“-Rufe im Bistum Limburg in diesen Tagen förmlich hören. Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst hat es derzeit nicht leicht. Nicht nur, dass er wegen des Umbaus des Diözesanen Zentrums im Kreuzfeuer der Kritik steht – der Geistliche muss nun auch mit einer Verurteilung rechnen. Die Staatsanwaltschaft in Hamburg hat einen Strafbefehl wegen zweifacherfalscher eidesstattlicher Versicherung beantragt. Rücktrittsforderungen drangen schon vor…>mehr. foto: asrawolf  / pixelio.de Viele offene Fragen in Limburg. Tebartz-van Elst, ein Sündenbock? weiterlesen

Mehr Katholiken in Südkorea

Josef Bordat. Die Zahl der Katholiken in Südkorea ist 2012 um rund 85.000 auf über 5,3 Millionen angestiegen. Das entspricht einer Zuwachsrate von 1,6 Prozent. Innerhalb der letzten zehn Jahren ist die Katholische Kirche in Südkorea um etwa 1 Million Gläubige gewachsen; im gleichen Zeitraum sank die Zahl der Katholiken in Deutschland um 2 Millionen.* Der Anteil der Katholiken an der südkoreanischen Bevölkerung stieg damit auf 10,3 Prozent…>mehr. Lesen Sie auch: > Preis für katholischen Blogger foto: Reto Fetz (swisscan)  / pixelio.de Mehr Katholiken in Südkorea weiterlesen

Papst Franziskus und die Homosexualität

Josef Bordat. Keine neue Lehre. Papst Franziskus vertritt in Sachen „Homosexualität“ und „Frauen in der Kirche“ eine katholische Position. Auch, wenn es überschriftentechnisch etwas anders konnotiert wird (wieder: Tagesschau), sind seine Positionen fest in der Lehre der Katholischen Kirche verankert. Wenn er sich also „gegen eine Ausgrenzung Homosexueller ausgesprochen“ hat, dann nicht, weil er Schwulenfreund wäre, sondern weil die Kirche sich gegen eine Ausgrenzung Homosexueller ausspricht. Wenn er zudem die Forderung ablehnt, Frauen zu Priesterinnen zu weihen, dann nicht, weil er ein Frauenfeind wäre, sondern weil die Kirche diese Tür längst geschlossen hat. Papst Franziskus wörtlich: „Diese Tür ist geschlossen“. Also, … Papst Franziskus und die Homosexualität weiterlesen

99 Tage Pontifex Maximus. Franziskus – ein Papst, der Brücken baut

Fabian Maysenhölder. Rund drei Monate ist Papst Franziskus nun im Amt. Durch kleine Gesten, klare Worte und einen aussagekräftigen Lebensstil steht er für etwas ein, was die katholische Kirche dringend nötig hat: Glaubwürdigkeit. Wer allerdings eine Modernisierung der Kirche nach europäischen Maßstäben erwartet, wird enttäuscht werden. „Habemus Papam!“, hieß es vor 99 Tagen auf dem Petersplatz in Rom. Nach dem historischen Rücktritt des…>mehr. foto: thopix  / pixelio.de 99 Tage Pontifex Maximus. Franziskus – ein Papst, der Brücken baut weiterlesen

Fronleichnam – ein Fest und sein Ursprung

Walter Jungbauer. Heute dürfte wieder Hoch-Zeit in Orvieto sein. Denn im dortigen Dom wird das blutbefleckte Messtuch aufbewahrt, auf welches das heute in katholischen Gebieten gefeierte Fronleichnamsfest zurück geht. Hintergrund dieses Festes ist die römisch-katholische Lehre von der ‘Transsubstantiation’, also der realen Verwandlung von…>mehr. foto:theolounge Fronleichnam – ein Fest und sein Ursprung weiterlesen

Fronleichnam. Erklären kann man das nicht

Josef Bordat. Das tiefe Geheimnis der Gegenwart Gottes in einem Stück Brot. Es ist gut, dass es Fronleichnam gibt. Denn der Leib des Herrn, den wir heute in den öffentlichen Raum tragen, erteilt uns eine Lehre, die weit über die Inhalte des katholischen Glaubens hinausweist. Jede Fronleichnamsprozession, jede Eucharistiefeier, jeder Kommunionempfang macht uns klar, was der wesentliche Unterschied zwischen dem Geist und der Materie ist. Wenn der Priester uns die Hostie spendet und sagt „Der Leib Christi“, dann erkennen wir:…>mehr. foto:theolounge Fronleichnam. Erklären kann man das nicht weiterlesen

Dreifaltigkeitssonntag – Der unendliche Geist

Stefan Ehrhardt. Gestern haben wir uns (siehe >>> DER GEIST) gefragt, was “Geist” eigentlich ist. Die Ausführungen von Frank Sheed waren uns dabei sehr behilflich, und auch heute werden wir den Autor bemühen, uns den “unendlichen Geist”, also Gott, etwas näher zu bringen. DER UNENDLICHE GEIST Wir wissen, dass Gott kein alter Mann mit Bart ist. Wir wissen auch, dass das etwas komplettere Bild eines alten Mannes mit langem Bart, eines jungen Mannes mit kürzerem Bart, und einer weißen Taube keine Ähnlichkeit mit der Allerheiligsten Dreifaltigkeit hat. Aber diese Bilder loszuwerden, hat nur dann einen Sinn, wenn wir an ihre Stelle eine treffendere Gottesvorstellung setzen…>mehr. … Dreifaltigkeitssonntag – Der unendliche Geist weiterlesen

Grußwort: „Den Glauben stärken und beten für Vietnam“

Josef Bordat. Liebe Freundinnen und Freunde, durch Pater Augustinus Pham OSB habe ich vom heutigen Begegnungstag im Benediktinerkloster St. Ottilien erfahren, der unter dem Leitmotiv steht „Den Glauben stärken und beten für Vietnam“. Leider ist es mir nicht möglich, persönlich mit Ihnen zu beten und zu feiern. Seien Sie aber versichert, dass ich heute ganz besonders an Sie denke! Ich wünsche der Veranstaltung einen guten Verlauf – bei hoffentlich schönsten Sommerwetter! Pater Augustinus hat mich gebeten, Ihnen eine Petition vorzustellen, auf die er…>mehr. foto: Albrecht E. Arnold  / pixelio.de Grußwort: „Den Glauben stärken und beten für Vietnam“ weiterlesen

Mexiko – USA: Sterben hinter dem Zaun (Fotostrecke)

Ist die Grenze zu den USA überschritten, sind illegale Einwanderer aus Mexiko noch lange nicht am Ziel. Viele sterben in der großen Hitze auf dem Weg durch die kargen Landschaften des texanischen Farmlands. Im Jahr 2012 wurden in Brooks County in Texas 129 Leichen gefunden, sechsmal so viele wie noch 2010. Der Fotojournalist Eric Thayer war auf beiden Seiten der Grenze. In Texas begleitete er die Grenzpatrouillen, im mexikanischen Reynosa besuchte er eine katholische Herberge, in der Auswanderer auf ihrer gefährlichen Reise Halt machen können.>mehr. foto: Harald Grunsky  / pixelio.de Mexiko – USA: Sterben hinter dem Zaun (Fotostrecke) weiterlesen

Stay and Pray

Stefan Ehrhardt. Das Zusammenspiel von Kirche, jungen Gemeinschaften und Eucharistischer Anbetung („Stay and Pray“) Inzwischen sind es über 30 Abende, die meine Frau und ich in unserer Pfarre betreuen durften. Ob diese Stunden der gestalteten Anbetung nun „Nightfever“, „Abend der Barmherzigkeit“, oder „Stay and Pray“ heißen, ist nicht entscheidend – die Chance zur Begegnung mit dem lebendigen Herrn allein zählt…>mehr. foto: Paul-Georg Meister  / pixelio.de Stay and Pray weiterlesen

Bloggertreffen. Eine kurze Nachlese

Josef Bordat. Was nehme ich mit? Diese Frage von Norbert Kebekus sollten wir, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des zweiten offiziellen Bloggertreffens in der Geschichte der Blogozese, am verhältnismäßig späten Abend eines relativ langen Tagungstages in zwei Sätzen beantworten. Jetzt ist bereits der frühe Morgen nach dem Wochenende des Bloggertreffens, ich bin ausgeruht und habe etwas mehr Zeit und Raum für eine etwas ausführlichere Antwort. Also, noch einmal: Was nehme ich mit? Mal abgesehen von…>mehr. foto: Gerd Altmann  / pixelio.de Bloggertreffen. Eine kurze Nachlese weiterlesen

Fokolarbewegung. Aus meiner Sicht

Josef Bordat. Zugleich ein Stück Wikipedia-Geschichte Vorab: Ich möchte keine Replik schreiben, die sich Punkt für Punkt mit den eher negativen Eindrücken einer Veranstaltung auseinandersetzt, Eindrücke, die ein geschätzter Kollege in Nachtarbeit niederschrieb, den ich zu eben dieser Veranstaltung eingeladen hatte, zumal ich sie, die Einwände, zum Teil sehr gut nachvollziehen kann – mehr noch: Ich stimme ihm weitgehend zu, formal wie inhaltlich. Mit den polemischen Zuspitzungen kann ich schon deshalb gut leben, weil sie meinen Wortschatz bereichern (ich freue mich darauf, demnächst selbst mal die „pinkfarbene Fluffigkeit“ zielgerichtet einzusetzen!). Auf Details möchte ich hier also nicht weiter eingehen…>mehr. Lesen Sie auch: > Eine … Fokolarbewegung. Aus meiner Sicht weiterlesen

Glaube und Religion

Josef Bordat. Editorische Anmerkung: Der folgende Beitrag war unter dem Titel „Bemerkungen zum Jahr des Glaubens“ für die Mai-Ausgabe der Pfarrnachrichten der Katholischen Gemeinde Maria Rosenkranzkönigin (Berlin-Steglitz) verfasst worden, konnte dort aber leider nicht abgedruckt werden. Credo – Ich glaube. Das persönliche Bekenntnis wird im Bewusstsein gesprochen, dass es nicht im Schutz der Privatsphäre beliebig werden darf, dass es stattdessen nur in der Gemeinschaft Gestalt annehmen kann und dass es in der Welt erprobt wird und sich bewähren muss. Persönliches und öffentliches Bekenntnis Ich glaube. Das kann ich nur für mich sagen. Entscheiden und Bekennen kann man nur in der Einzahl. Bei jeder Taufe, anlässlich derer die … Glaube und Religion weiterlesen

Romano Guardinis “Der Herr” – Bericht zur Fachtagung in Stift Heiligenkreuz

Stefan Ehrhardt. Am Freitag hat Abt Dr. Maximilian Heim OCist die zahlreichen Teilnehmer eines weiteren Symposiums im Stift Heiligenkreuz begrüßt. Gut 100 Teilnehmer sind zu der Guardini-Fachtagung von Prof. Dr. Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz, Institutsvorstand des “EUPHRat”, gemeldet. Titel: “Der Herr – gegen die Heilbringer. Die Christologie Romano Guardinis nach 75 Jahren. Versuche einer Würdigung“. Im Mittelpunkt des Symposiums stand Romano Guardinis herausragendes Werk…>mehr. foto: Simon Opel  / pixelio.de Romano Guardinis “Der Herr” – Bericht zur Fachtagung in Stift Heiligenkreuz weiterlesen

Moral und Recht

Josef Bordat. Margot Käßmann sagt: „Abtreibungen kann ich nicht einfach so befürworten, weil sie Leben zerstören. Aber ich kann mit dem Kompromiss in unserem Land sehr gut leben, dass sie bis zum Ende des dritten Monats der Schwangerschaft nicht strafrechtlich verfolgt werden.“ Ich glaube, ähnlich wie Frau Käßmann, dass man das Thema Lebensschutz nicht über das Strafrecht angehen sollte. Seit Kant sind Moralität und Legalität getrennt, insoweit, als Moral und Recht zwar aufeinander bezogen sind, sich dieses aber aus jener nicht mehr unmittelbar ergibt. Das Problem ist nur:…>mehr. foto: Steffi Pelz  / pixelio.de Moral und Recht weiterlesen

Österreichs Kirche gerettet (vorerst)!

Josef Bordat. Puh, das war knapp! Aber am Ende ist das Volksbegehren zur Abschaffung der “Kirchenprivilegien” (oder der Kirche – wenn schon, denn schon) entgegen allen Prognosen doch noch haarscharf gescheitert. Denn es begehrte nicht das Volk, sondern ein Grüppchen von etwas über 50.000 – das sind 0,7 Prozent der Bevölkerung Österreichs. Kompliment! Soviel kriegt bei uns in Deutschland sonst nur die Tierschutzpartei. Und dabei sind Tiere so süß (Knut!)…>mehr. foto: Thommy Weiss  / pixelio.de Österreichs Kirche gerettet (vorerst)! weiterlesen

Von Parzam nach Canterbury. Einfache Fahrt

Josef Bordat. Heute wird in der Katholischen Kirche zweier Heiliger gedacht, die auf den ersten Blick unterschiedlicher kaum sein könnten: der Philosoph Anselm of Canterbury („Credo ut intelligam.“) und der Klosterpförtner Konrad von Parzham („Mein Buch ist das Kreuz.“)….>mehr. Lesen Sie auch: > Boston, Islamisten ? > Vergebung foto: Hermann Eberhardt  / pixelio.de Von Parzam nach Canterbury. Einfache Fahrt weiterlesen

Lieber Benedikt!

Josef Bordat. Zu Ihrem Geburtstag wünsche ich Ihnen alles Gute und Gottes reichen Segen! Haben Sie einen wunderschönen Tag, gemeinsam mit Ihrem Bruder! Im Austausch mit vielen Menschen merke ich, wie sehr Ihr fast achtjähriges Pontifikat noch nachwirkt. Besonders der Besuch in der deutschen Heimat und Ihre Rede vor dem Deutschen Bundestag am 22. September 2011 sind nach wie vor präsent. Sie haben auf der Reise mit der „Ökologie des Mensch“ und der „Entweltlichung der Kirche“ inspirierte und inspirierende Zeichen gesetzt – nach außen und nach innen. Unter diesen Begriffen werden wir in Zukunft weiterdenken, wie wir die Kirche in Deutschland … Lieber Benedikt! weiterlesen

Ökologie des Menschen. Die Anthropologie Benedikts zwischen Gewissen und Natur

Josef Bordat. Morgen hat Benedikt XVI. Geburtstag. Der emeritierte Papst wird 86 Jahre alt. Einer der Höhepunkte seines fast achtjährigen Pontifikats war aus deutscher Sicht der Besuch in der Heimat im September 2011. Und der Höhepunkt der Deutschlandreise war für mich seine Rede vor dem Deutschen Bundestag am 22. September 2011. Es lohnt sich, sie noch einmal in aller Ruhe durchzugehen und Kerngedanken daraus zu destillieren, die über das Pontifikat hinaus Bedeutung haben….>mehr. foto: Olla van the see  / pixelio.de Ökologie des Menschen. Die Anthropologie Benedikts zwischen Gewissen und Natur weiterlesen

Merchandising Missbrauch

Josef Bordat. Steven Spielberg möchte den „Missbrauchsskandal“ (also: das Bekanntwerden von Fällen sexuellen Missbrauchs in katholischen Einrichtungen und / oder durch katholische Priester) verfilmen. Das kann man – je nach Temperament – für einen schlechten Scherz halten oder für eine astreine Geschäftsidee, besonders kreativ ist es aber nicht, auch nicht, wenn man die zeitgemäße Bedeutung von „kreativ“ (eigentlich: „schöpferisch“) zugrunde legt: „möglichst skurril und wenn’s irgend geht: religiöse Gefühle verletzend“. Nein, den Vogel abgeschossen hat längst die Firma RoundGames, die kleine Videospielchen für den Computer und das Mobiltelefon feil bietet, Produkte, an und für sich gedacht als netter Zeitvertreib zwischen zwei Meetings oder … Merchandising Missbrauch weiterlesen

Kirche in der Gesellschaft – “Was bringt Kirche”

Stefan Ehrhardt. Österreich. Es ist an der Zeit, sachliche Antworten auf sachliche Fragen zu geben: In Österreich steht ein Volksbegehren mit dem etwas reisserischen Titel “Gegen Kirchenprivilegien” ins Haus. Da von Seiten der Initiatoren des Begehrens viele Fragen aufgeworfen werden, nach dem Motto “Kirche hat ausgedient, Kirche kostet nur mehr viel Geld, Kirche bringt einfach nichts mehr“, gibt es verschiedene Initiativen der Erzdiözese, um diese Fragen zu beantworten. Heute beschäftigen wir uns mit einem Flyer, der in hoher Auflage in den Pfarren verteilt wurde. Der nicht nur positiv aufgenommene Titel der Broschüre lautet…>mehr. foto: Dieter Schütz  / pixelio.de Kirche in der Gesellschaft – “Was bringt Kirche” weiterlesen

Ist die Kirchensteuer ein Privileg ?

Josef Bordat. In Österreich gibt es ein „Volksbegehren gegen Kirchenprivilegien“, über das einige geschätzte Kollegen bereits berichtet haben. Das gibt mir die Gelegenheit, ein paar grundsätzliche Bemerkungen zur Lage in Deutschland zu machen, Dinge anzusprechen, die nicht gerade neu sind, aber dennoch nahezu unbekannt zu sein scheinen. I. „Kirchenprivilegien“ – was soll das sein? Grundsätzlich werden darunter wohl drei Dinge gefasst: 1.) dass der Staat die Kirche für geschehene Enteignungen entschädigt, 2.) dass der Staat die Kirche für soziale und karitative Dienste an der Gemeinschaft entlohnt, 3.) dass der Staat für die Kirche das Inkasso der Kirchensteuer übernimmt. Bei genauerer Betrachtung erkennt man, dass dies … Ist die Kirchensteuer ein Privileg ? weiterlesen

Geplante Schritte in Richtung Wiedervereinigung von orthodoxer und katholischer Kirche

Stefan Ehrhardt. Wie hier auf diesem Blog berichtet wurde, gibt es positive Signale für eine sehr weitgehende Annäherung zwischen katholischer und orthodoxer Kirche. Es gibt eine Chance auf Wiedervereinigung von orthodoxer und katholischer Kirche:Das sagte der Ökumenische Patriarch Bartholomaios I. im Gespräch mit Journalisten in Istanbul. Zwar werde diese “wahrscheinlich” zu seinen Lebzeiten nicht vollzogen werden, so das Oberhaupt der Weltorthodoxie. Doch habe er im Vatikan im Zuge seines Gesprächs mit Papst Franziskus nach dessen Amtseinführung eine neue Haltung und einen neuen Stil erlebt, die ihn “optimistisch” stimme. Er sei “überrascht gewesen, dass ihn Papst Franziskus zu einem Essen mit den Kardinälen eingeladen … Geplante Schritte in Richtung Wiedervereinigung von orthodoxer und katholischer Kirche weiterlesen

Kreuzweg mit Papst Franziskus

Josef Bordat. Die Betrachtungen zu den Stationen des Kreuzwegs waren kraftvoll und von großer spiritueller Dichte, gleichwohl konkret und lebensnah. Sie griffen Partei für das Leben, für die Liebe, für den Frieden. Die Jugendlichen aus dem Libanon erinnerten in dankenswerter Klarheit an die Würde des Menschen und den Wert des Lebens und an die vielfältigen Bedrohungen des Lebens durch den Menschen, der sich…>mehr. foto: Marit Peters  / pixelio.de Kreuzweg mit Papst Franziskus weiterlesen

Amtseinführung von Papst Franziskus – “Dienst an der Schöpfung”

Stefan Ehrhardt. Der neue Bischof von Rom zeigt sich auch heute mit seinem offenen und schlichten Wesen. Tief gebeugt betet Franziskus an der Nische unter dem Papstaltar, hinter der die sterblichen Überreste des Apostelfürsten Petrus verehrt werden. Petrus war hier um das Jahr 65 im nahen Zirkus unter Kaiser Nero hingerichtet und dann beigesetzt worden; über seinem Grab wurde schließlich der Petersdom errichtet. Begleitet wird Franziskus von den Patriarchen und Oberhäuptern der katholischen Ostkirchen. Die ersten Tage von Franziskus I. sind davon geprägt, dass…>mehr. foto: S. Hofschlaeger  / pixelio.de Amtseinführung von Papst Franziskus – “Dienst an der Schöpfung” weiterlesen

Erster Angelus von Papst Franziskus I.

Stefan Ehrhardt. Der neue Papst betont gleich zu Beginn des Angelus, wie wichtig es ist, dass wir uns gerade am Sonntag versammeln, um gemeinsam zu beten. Mit Bezug auf das heutige Evangelium (Johannes 8, 1-11) spricht Franziskus über dieBarmherzigkeit. Jesus spreche keine Worte der Verachtung oder Verurteilung gegenüber der vor ihn gebrachten Sünderin, sondern nur Worte der Liebe und der Barmherzigkeit, die zur Umkehr aufforderten. Das Antlitz Gottes „ist das eines barmherzigen Vaters“, so Franziskus, „der immer geduldig ist“. Franziskus weist darauf hin, dass wir manchmal müde werden, in unserem täglichen Leben, unseren Bemühungen, auch in unserem Glauben an die Barmherzigkeit Gottes. Das … Erster Angelus von Papst Franziskus I. weiterlesen

Franziskus in Zeiten der Diktatur

Josef Bordat. Nicht, dass es diejenigen, deren Hauptbeschäftigung es ist, die Suppe mit Haaren zu würzen, beeindrucken wird, doch die Sache mit der „angeblichen“ Nähe zur Militärdiktatur in Argentinien (1976-1983), die „man“ dem Papst gerne unterstellt, weil oft genug „gesagt wird“, dass da „wohl was dran sei“, „irgendwie“ – diese Sache scheint sich in Wahrheit doch anders darzustellen, und zwar anders, als „man“ denkt, wie einigen Presseberichten (Kath.net, Tagesanzeiger) zu entnehmen ist. Zunächst hat Bergoglio 2010 in einem Zeitungsinterview gesagt, er habe sich…>mehr. Lesen Sie auch: > Der Papst in Zeiten der Diktatur > Von der Entweltlichungsforderung zur Verweltlichungskritik > Danke, Schweinebacke007 foto: … Franziskus in Zeiten der Diktatur weiterlesen

Die andere Hand Gottes

Josef Bordat. Beim Papst kommt es auf den Glauben und die Verkündigung an, auf Überzeugungskraft und Führungsstärke. Das kann ein Schweizer so gut wie ein Ivorer, ein Kanadier so gut wie ein Koreaner. Die Herkunft spielt dabei keine Rolle, den die Ingredienzien eines guten Pontifikats basieren eher auf persönlichen, weniger auf kulturell geprägten Eigenschaften. Dennoch wird in den ersten Kommentaren oft betont, dass Papst Franziskus aus Lateinamerika kommt. Die Zuschreibung „Lateinamerikaner“ ist dabei nicht unproblematisch, zum einen, weil sie oberflächlich ist, wie ja auch die Schublade…>mehr. foto: theolounge Die andere Hand Gottes weiterlesen

Wie soll er sein, der neue Papst?

Josef Bordat. Diese Frage beschäftigt derzeit viele Menschen. Vor allem kirchenferne Nichtkatholiken geben darauf bereitwillig Antwort: jung, modern (was immer das heißen mag), schwarz.   Ja: „schwarz“. Der neue Papst möge „schwarz“ sein, so als sei Hautfarbe eine ekklesiologische Kategorie. Als bräuchte man dem Pfarrer nur eine Zehnerkarte fürs Solarium zu schenken und schon kippt die Mehrheit im Kirchenvorstand. Aber ich weiß schon, wie es gemeint ist: „Schwarz“ steht für „anders“, vor allem „anders als bisher“…>mehr. foto: theolounge Wie soll er sein, der neue Papst? weiterlesen

Von Religiosität und Verständnisgrenzen

Josef Bordat. Religiosität und Kirchlichkeit „Die Menschen sind offen für den Glauben an Gott, aber sie sehen die Kirchen offensichtlich immer weniger als Begleiter in Glaubensfragen. Dass sich viele Menschen von ihnen abwenden, muss die Kirchen nachdenklich machen.“ So kommentierte Hermann Binkert, Leiter des Instituts für neue soziale Antworten (INSA) in Erfurt das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage zum Glauben der Deutschen gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. In der Tat: Wenn es in Deutschland 33 Prozent Konfessionslose gibt, von denen sich aber nur etwa jeder Dritte ausdrücklich als Atheist versteht, dann muss die Frage erlaubt sein, wieso es weder der Evangelischen, noch der Katholischen Kirche gelingt, die … Von Religiosität und Verständnisgrenzen weiterlesen

Nicht ohne Vernunft. Und Demut

Josef Bordat. Der Münsteraner Bischof Felix Genn hat sich im Domradio zum theologischen Erbe Papst Benedikts XVI. geäußert. Zentral sei, dass sein akademischer Lehrer Joseph Ratzinger mit seinem Leben und Werk verdeutlicht habe, dass “Glaube ohne Vernunft nicht sein kann”. Nicht, dass diese Erkenntnis neu wäre (vgl. Thomas von Aquin), doch ist es wichtig, sie immer wieder neu zu vermitteln. Genau das hat der Papst getan – in klarer, verständlicher Sprache. Er hat die Dinge gut gesagt, gewissermaßen bene dixit. Er war ein liebenswerter Intellektueller, den die Reflexion zur Demut bewegte, der die Devotionen schlicht und einfach gelebt hat, ein frommer Gelehrter, ein Weiser, … Nicht ohne Vernunft. Und Demut weiterlesen

Deutsche Bischöfe erlauben Pille danach

Um nach Vergewaltigungen ungewollte Schwangerschaften zu verhindern, halten die katholischen Bischöfe die Pille danach akzeptabel. Sie machen aber eine Ausnahme. Katholische Krankenhäuser in Deutschland dürfen vergewaltigten Frauen die Pille danach verordnen, wenn sie die Befruchtung der Eizellen verhindert. Nicht zulässig sei das Medikament, wenn es eine bereits befruchtete Eizelle töten würde, beschlossen die deutschen Bischöfe auf ihrer Frühjahrsvollversammlung in Trier. Medikamente, die den Tod des Embryos bewirken, dürften weiterhin nicht angewendet werden. Denn das käme einer Abtreibung gleich. Mit ihrer Entscheidung folgen die Bischöfe der…>mehr. foto:Graeme Sprange, gsprangle,flickr.com Deutsche Bischöfe erlauben Pille danach weiterlesen

Missbrauch. Neues vom Runden Tisch

Josef Bordat. Und: Altes im Kommentarbereich. In diesem Bericht auf Tagesschau.de geht es um den Runden Tisch, eine „Versammlung aus Politik, gesellschaftlichen Organisationen, Wissenschaftlern, Juristen und Vertretern von Betroffenen“. Selbstverständlich geht es in den Kommentaren dazu um Kirche, Priester und „Herrn Ratzinger“. Das ist nicht weiter interessant, sondern genau so zu erwarten. Interessant ist hingegen, wie die Lücken des Berichts von den Kommentaren aufgefüllt werden, und zwar so, dass eine Nichterwähnung kirchlichen Handelns der Kirche stets maximal negativ ausgelegt wird. Ob die Vorhaltungen von den Fakten gedeckt sind, spielt keine Rolle. Es ist so, dass alles, was nicht ausdrücklich erwähnt wird, zur Verfügungsmasse des Kommentarbereichs … Missbrauch. Neues vom Runden Tisch weiterlesen

Eine Woche danach

Josef Bordat. Unmaßgebliche Beobachtungen Vor einer Woche – es erscheint mir unendlich weit weg – hat unser Heiliger Vater seinen „Rücktritt“ verkündet. Streng genommen ist es ein Amtsverzicht nach Canon 332 Paragraph 2 des Codex Iuris Canonici, aber da Verzicht aus freien Stücken dem Bürger schwer vermittelbar ist (und der ganze Rest auch), sprechen alle von „Rücktritt“. Kennt man aus der Politik oder – seltener – von Fußballtrainern. Und: Ist die Kirche am Ende nicht auch nur ein Verein? Eben. Für die Unbildung der Massen haben wir lange hart arbeiten müssen – gefährden wir sie nicht. Seit einer Woche dürfen sich … Eine Woche danach weiterlesen

“mmh…” Riskier was, Kirche! Aber vorsichtig…

Mechthild Werner. Eigentlich ist sie vorbei, die tolle Zeit. Oder auch nicht. Da springen plötzlich „Rinder“ über Oxer, direkt in die Lasagnetüte. Der Büttengag musste noch sein… Jetzt aber im Ernst. Da tritt einer von einem ewig verliehenen Amt zurück und verleiht ihm und sich dadurch neue Würde. „Ich glaub mich tritt ein Pferd“, hat so mancher gedacht, „dieser Papst kann auch fortschrittlich“. Er hat´s riskiert. Und gewonnen, glaubt man den fast hymnischen Nachrufen auf einen Lebenden. Genauso soll es nun weitergehen: riskant. Nein, nicht zuerst bei den katholischen Geschwistern…>mehr. foto: dslr travel,  Bestimmte Rechte vorbehalten von dslrtravel.com http://www.dslrtravel.com/product.php?id_product=17 “mmh…” Riskier was, Kirche! Aber vorsichtig… weiterlesen

Die Krise der katholischen Kirche kommt zur Unzeit

Die Welt bräuchte dringend den moralischen Rückhalt einer Weltkirche. Ein Gastbeitrag von Harald Braun, Staatssekretär des Auswärtigen Amts in Berlin. Kaum ein Tag, an dem nicht kritische Berichte über den inneren Zustand der katholischen Kirche in den Medien erscheinen. Im Monatsrhythmus machen Themen wie Missbrauch an Schulen, Zurückweisung von Vergewaltigungsopfern  an Kliniken, Diskriminierung von homosexuellen und geschiedenen Mitarbeitern katholischer Einrichtungen Schlagzeilen. Die Tageszeitung DIE WELT titelte am 25. Januar auf Seite eins „Katholiken verlieren die Geduld mit ihrer Kirche“ und berichtete von einer Studie, der zufolge Kirchenglieder zunehmend gegen  Zölibat, Sexuallehre, Laienausgrenzung und den Umgang mit Missbrauchsfällen rebellieren. Die Institution … Die Krise der katholischen Kirche kommt zur Unzeit weiterlesen

„Abtreibung im Falle einer Vergewaltigung“ – eine katholische Sicht

Josef Bordat. Der Kirche wird in der Frage „Abtreibung im Falle einer Vergewaltigung“ vorgeworfen, „menschen- und frauenfeindlich“ zu sein (offenbar muss man hier eine Differenzierung vornehmen, was man an anderen Stellen gerne mal ausspart). In der Tat: Es geht der Kirche nicht nur um die Frau, sondern auch um das ungeborene Kind, das für die Kirche ebenfalls ein Mensch ist. Die Kirche hat Respekt vor jedem Menschen. Gerade das macht die Sache für die Kirche so schwierig: Dass es ihr eben unmöglich ist, das Leben des Kindes, auch wenn es aus…>mehr. > Kölner Erzbischof: Meisner billigt „Pille danach“ für Vergewaltigungsopfer foto: vastateparksstaff,flickr.com „Abtreibung im Falle einer Vergewaltigung“ – eine katholische Sicht weiterlesen

Blitz schlägt in Petersdom ein

Rom – Es dürfte eines der Fotos des Jahres werden: Wenige Stunden nach der Rücktrittserklärung fährt ein Blitz vom Himmel und schlägt in den Petersdom ein. Die erste Meldung von der Rücktrittsankündigung war fast genau sechs Stunden alt, da folgte auf diesen Donnerschlag ein weiterer. Es ereignete sich, was strenggläubige Menschen als Zeichen deuten könnten: Ein Blitz schlug um…>mehr. foto:  Pete Hunt,flickr.com Blitz schlägt in Petersdom ein weiterlesen

„Großen Respekt und Gottes Segen“

Der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Präses Nikolaus Schneider, erklärt zur Ankündigung des Rücktrittes von Papst Benedikt XVI. am heutigen Montag: „Die Ankündigung des Rücktrittes von Papst Benedikt habe ich mit großem Respekt zur Kenntnis genommen. In besonderer Weise denke ich an unser Zusammentreffen in September 2011 im Augustinerkloster zu Erfurt, wo Papst Benedikt an einer Lutherstätte die existentielle Frage Martin Luthers, wie bekomme ich einen…>mehr. > Papst-Rücktritt: Reaktionen aus Religion und Politik foto:  Bestimmte Rechte vorbehalten von Sergey Gabdurakhmanov,flickr.com „Großen Respekt und Gottes Segen“ weiterlesen

Das Pontifikat Papst Benedikts XVI.

Josef Bordat. Danke, Heiliger Vater! Das Epochale am Pontifikat Papst Benedikts XVI. ist für mich sein unermüdlicher intellektueller Einsatz, mit dem er die Vernunft des Christentums betont, um den Sinnvorrat des katholischen Glaubens einer Welt verfügbar zu machen, die sich als hoch erhaben über Religion betrachtet. Papst Benedikt XVI. hat damit der Kirche im 21. Jahrhundert den Weg gewiesen: Sie muss die selbstbewusste Auseinandersetzung mit den Göttern der Moderne und Nachmoderne suchen, mit Markt und Machbarkeit. Der Hybris einer Selbsterlösung des Menschen setzt der Papst die Hoffnung auf Erlösung durch die Gnade Gottes entgegen. Benedikt XVI. ist wahrhaft petrinisch und marianisch … Das Pontifikat Papst Benedikts XVI. weiterlesen

Papst Benedikt XVI. tritt zurück – ein Überblick

Stefan Ehrhardt. Der 11. Februar 2013 ist ein Datum für die Geschichtsbücher: Zum zweiten Mal überhaupt in der Geschichte der katholischen Kirche, und zum ersten Mal aus freien Stücken (actus plena libertate), verzichtet ein Papst auf die Fortführung seines Amtes. Im Gespräch mit Peter Seewald hatte Benedikt XVI. bereits die Umstände eines päpstlichen Rücktritts skizziert: Wenn ein Papst zur klaren Erkenntnis kommt, dass er physisch, psychisch und geistig den Auftrag seines Amtes nicht mehr bewältigen kann, dann hat er ein Recht und unter Umständen auch eine Pflicht, zurückzutreten.>mehr. foto:  Bestimmte Rechte vorbehalten von Sergey Gabdurakhmanov,flickr.com Papst Benedikt XVI. tritt zurück – ein Überblick weiterlesen

Tyrannei an jeder Ecke

Josef Bordat. Vor einigen Tagen hatte ich über das Schicksal eines geschätzten Berliner Kollegen berichtet, der in seiner Stammkneipe Hausverbot erhalten hatte, weil er… nun, ja: „gesehen“ wurde. Beim „Marsch für das Leben“. Man hielt ihn zwar zuerst für einen der Teilnehmer des vom Kollektiv mitorganisierten Marsch gegen den „Marsch für das Leben“ (nicht zu verwechseln mit „Marsch gegen das Leben“!), aber die Maske fiel, als sich der Anfangsverdacht (der Kollege hatte vor dem Essen gebetet) erhärtete und man ihn anhand von Videoaufzeichnungen eindeutig identifizierte – mit einem Kreuz in der Hand! Das war’s dann. Man kennt das aus dem Tatort. Die näheren Umstände … Tyrannei an jeder Ecke weiterlesen

Pogrom und Stimmung

Josef Bordat. Oder: Warum es keine brennenden Kathedralen braucht, um besorgt zu sein Zugegeben: Ich war zunächst auch überrascht. Darüber, dass das Wort „Pogrom“ in einer Beschreibung der medialen und öffentlichen Rezeption der Katholischen Kirche auftaucht. Ein Unwort im zeitgenössischen Diskurs, auch als Wortbestandteil. Noch dazu in einer Äußerung, die nicht in einem Ad hoc-Interview erfolgte, sondern in einer wohlbedachten Stellungnahme. Schließlich war es auch nicht irgendwer, der hier sprach, sondern der Präfekt der Glaubenskongregation, Erzbischof Gerhard Ludwig Müller. Pogrom „stammt aus dem Russischen und bedeutet übersetzt: Verwüstung, Zerstörung, Krawall“ (Wikipedia). Pogrome sind „gewaltsame Ausschreitungen gegen Menschen, die entweder…>mehr. Stimmung und Pogrom, 8. Februar … Pogrom und Stimmung weiterlesen

Pogromstimmung gegen die katholische Kirche

Josef Bordat. Und wie ein katholischer Blogger damit umzugehen versucht. „Der Präfekt der vatikanischen Glaubenskongregation, Erzbischof Gerhard Ludwig Müller, sieht eine Pogromstimmung gegen die katholische Kirche entstehen“, so Die Welt. Was steckt dahinter? Der Wunsch nach einem „Kritikverbot“? Eine verkappte „Zensurforderung“? Der Geist des „Mittelalters“? Nein: Dahinter steckt vielmehr ein Aufruf zur Rückkehr zu einem sachlichen Diskurs, auch in den Blogs, die sich kritisch mit der Katholischen Kirche auseinandersetzen und die Erzbischof Müller explizit erwähnt. Aus Erfahrung kann ich ihm nur zustimmen. Resignation ist angesichts dessen keine Lösung, doch sollte sich kein…>mehr. foto: Lawrence OP,flickr.com Pogromstimmung gegen die katholische Kirche weiterlesen

Was unterscheidet uns von Adolf Eichmann ?

Josef Bordat. Adolf Eichmann sprach in dem Jerusalemer Prozess davon, während seiner Zeit im Reichssicherheitshauptamt, als er die Deportation und Vernichtung der europäischen Juden zu organisieren hatte, eine Art Persönlichkeitsspaltung empfunden zu haben. Diese habe dazu geführt, das Gewissen streckenweise auszuklammern, es zum Schweigen zu bringen. Doch ab und an sei es unvermeidlich gewesen, von der einen, der öffentlichen, bürokratischen, funktionalen Seite des Denkens und Fühlens, das – wie Hannah Arendt überzeugend ausführt – gar kein wirkliches Denken und Fühlen einer menschlichen Person war, hinüber zur anderen, der persönlichen, menschlichen Seite des Bewusstseins zu wechseln, ohne es dort lange aushalten zu können. Am … Was unterscheidet uns von Adolf Eichmann ? weiterlesen

Und es geht doch!

Josef Bordat. Achtung: Ausgewogene Berichterstattung über die Missbrauchsstudie in der FAZ Dass man das Zerwürfnis der Deutschen Bischöfe mit dem Kriminologen Christian Pfeiffer von der KFN auch differenziert und kontextsensitiv darstellen kann, zeigt die Frankfurter Allgemeine Zeitung in einem längeren Artikel, der die Ereignisse der letzten Tag so unvoreingenommen wie möglich schildert und diese dabei in einen größeren Zusammenhang stellt, aus dem heraus sich der übliche Reflex („Kirche vertuscht weiter!“) nur noch unter erheblichen Verbiegungen aufrecht erhalten lässt.>mehr. foto: theolounge.de Und es geht doch! weiterlesen

Kann Verhütung zweckdienlich sein?

Josef Bordat. Unter dem Titel Kann Verhütung Sünde sein? berichtet Tagesschau.de über die Philippinen und ein neues Gesetz mit dem Ziel, das Bevölkerungswachstum des asiatischen Inselstaats zu bremsen. Der Einstieg kommt wie gewohnt als Schuldzuweisung an die Kirche: „Die Philippinen sind ein streng katholisches Land. Ihre Religion lehrt die Menschen, Kinder zu kriegen.“ Und trägt damit – so soll es im Kopf des Lesers weitergehen – die Verantwortung für den ganzen Schlamassel. Nun: „Die Philippinen sind ein streng katholisches Land.“ Das stimmt. Über 80 Prozent der Philippinos sind katholisch, die meisten von ihnen…>mehr. Lesen Sie auch zum Thema: EKD: Kondome – ja,aber… Papst: Kondome – nein, aber… … Kann Verhütung zweckdienlich sein? weiterlesen

Der Diskurs über den Missbrauch

Josef Bordat. Vorab: Es geht mir nicht darum, den Finger auf Schulleiter, Moderatoren, Filmregisseure und Schauspieler zu richten und zu sagen: Aha, es gibt auch Missbrauchstäter außerhalb der Kirche! Das sollte ohnehin klar sein. Es geht mir auch nicht darum, durch das Betrachten anderer Fälle die „eigene“ Schuld zu relativieren. Nein, darum geht es mir nicht. Was mich interessiert, ist der Diskurs. Zum Beispiel folgende Frage: Wie wird eine Meldungrezipiert, in der über einen Mann berichtet wird, der in mutmaßlich 214 Fällen zum Missbrauchstäter wurde? Die Rede ist von BBC- Moderator Jimmy Savile, über dessen Fall Tagesschau.de berichtet. Zunächst: Die Meldung wird wesentlich weniger oft kommentiert … Der Diskurs über den Missbrauch weiterlesen

Katholische Kirche lässt weiterforschen

Josef Bordat. Momentan wird darüber diskutiert, wie der Bruch zwischen Auftraggeber (Deutsche Bischofskonferenz – DBK, vertreten durch Bischof Stephan Ackermann) und Auftragnehmer (Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen – KFN, vertreten durch Professor Christian Pfeiffer) einer Studie zu den Missbrauchsfällen in Einrichtungen der Katholischen Kirche in Deutschland erklärt werden kann. Was sind die Gründe für das Aufkündigen der bislang (dem Anschein nach) guten und erfolgreichen Zusammenarbeit? Es gibt – wie so oft – zwei Versionen….>mehr. Mehr zum Thema: > 99 Prozent.  > Lernkurve, steile.  foto:  madamepsychosis, flickr.com Katholische Kirche lässt weiterforschen weiterlesen

Vietnam. Drei katholische Blogger in Haft

Josef Bordat. 14 weitere stehen am Sonntag vor Gericht Am 28. Dezember 2012 – dem Fest der Unschuldigen Kinder – wurden die drei Dissidenten Nguyen Van Hai, Nguyen Tri Dung und Maria Ta Phong Tan in einem „show trial“ (AsiaNews) zu insgesamt 25 Jahren Haft verurteilt. Die Katholiken hatten in ihren Blogs Korruptionsfälle der regierenden kommunistischen Partei bekannt gemacht. Bereits im Juli des vergangenen Jahres tötete sich die Mutter Maria Ta Phong Tans aus Protest über die Behandlung ihrer Tochter durch das Regime vor dem Sitz des kommunistischen Volkskomitees von Bac Lieu durch Selbstverbrennung, wie AsiaNews berichtete. Der Vorfall blieb im deutschsprachigen Raum … Vietnam. Drei katholische Blogger in Haft weiterlesen

Papst: Kondome – nein, aber…

Josef Bordat.Todesstrafe für den Papst? Oder: Warum ich dann aber auch erschossen werden müsste. Mindestens. I. Alipius hat mich auf einen Text hingewiesen, der u. a. den Gedanken verhandelt, der Papst (und seine engsten Berater) mögen zum Tode verurteilt werden, weil sie die Verantwortung für die Ausbreitung von AIDS und daher für Millionen künftiger Todesfälle trügen. Bei Alipius, der auch auf die Quelle verlinkt, kann die Passage des Textes im englischen Original und in der deutschen Übersetzung nachgelesen werden.>mehr. foto: Tomizak  / pixelio.de Papst: Kondome – nein, aber… weiterlesen

Thema verfehlt!

Josef Bordat. Von meinem geschätzten Facebook-Freund Stefan Ahrens erhielt ich den Hinweis auf einenSpiegel Online-Artikel, in dem steht, dass der Katholik gemeinhin Kinderschänder und die Kirche sowieso Blödsinn ist. Ich möge doch dazu mal etwas erwidern, so der Auftrag. Nun, der Text selbst ist wohl – nach meinem Dafürhalten – zu wenig substanziiert, als dass sich eine ernsthafte Erwiderung lohnte. Er ist als Kolumne geschrieben, eine Kolumne, die wohl gerne Glosse wäre, was leider schon daran scheitert, dass sie, die Kolumne, nicht besonders lustig ist. Also nicht einmal das. Was bleibt? Zwei Dinge: Kirche ist Blödsinn, Katholiken sind Kinderschänder. Das ist „Wissensbestand … Thema verfehlt! weiterlesen

Pädophilie laut Studie kein Priester-Problem

Die Katholische Kirche hat die bekannten Fälle sexuellen Missbrauchs untersuchen lassen. Hauptergebnis: Die Geistlichen sind nicht anfälliger als der Bevölkerungsschnitt. Im Kampf gegen sexuellen Missbrauch durch katholische Priester hat die Deutsche Bischofskonferenz die Fälle von 78 als Tätern beschuldigten Geistlichen wissenschaftlich aufarbeiten lassen. Die Katholische Kirche ließ untersuchen, welche Täter homo- oder bisexuell waren: insgesamt 30. Neun der Täter waren pädophil und vier hatten eine Neigung zu pubertären Jungen.>mehr. foto:Bas.K,flickr.com Pädophilie laut Studie kein Priester-Problem weiterlesen

Pastorale Notstandsgebiete – und was aus ihnen werden kann.

Ismael Kluever.In der katholischen Kirche Deutschlands geht ein Gespenst um: der Priestermangel. Kein fiktives Gespenst, sondern ein reales. Immer weniger Männer fühlen sich berufen, ein eheloses Leben zu führen und dieses ganz in den Dienst einer Gemeinde zu stellen. Darum selbst soll es hier nicht gehen, sondern um die Folgen für die Kirche am Ort, die mit immer weniger Pfarrern auskommen muss. Zudem ist das Geld knapp. Kirchenaustritte, Wirtschaftsprobleme und eine alternde, immer mehr ins Rentenalter vorrückende Gesellschaft führen zu geringeren Kirchensteuereinnahmen.  Auch die evangelischen Landeskirchen stehen vor ähnlichen Herausforderungen, wenn auch unter etwas anderen Voraussetzungen. Aber hier möchte ich … Pastorale Notstandsgebiete – und was aus ihnen werden kann. weiterlesen

Gutachten über die weltanschauliche Neutralität eines so genannten „Sankt-martinsliedes“

Josef Bordat. Über die weltanschauliche Neutralität eines so genannten „Sanktmartinsliedes“ mit dem TitelIch gehe mit meiner Laterne (Verfasser unbekannt, vermutlich katholisch). Gegenstand des Gutachtens Gegenstand des Gutachtens ist ein so genanntes „Sanktmartinslied“ mit dem Titel Ich gehe mit meiner Laterne (Verfasser unbekannt, vermutlich katholisch). Der Text ist nachfolgend dokumentiert: Ich gehe mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir. Dort oben leuchten die Sterne und unten da leuchten wir. Mein Licht ist aus, ich geh’ nach Haus’, rabimmel rabammel rabumm. Ergebnis der Beurteilung Die weltanschauliche Neutralität des so genannten „Sanktmartinsliedes“ mit dem Titel Ich gehe mit meiner Laterne ist…>mehr. Lesen Sie auch: Was wir von Sankt … Gutachten über die weltanschauliche Neutralität eines so genannten „Sankt-martinsliedes“ weiterlesen

Gilt für alle Heiligen

Josef Bordat. Das Verständnis der Katholischen Kirche von Seligkeit und Heiligkeit und das Verfahren zur Selig- und Heiligsprechung Heute feiert die Kirche das Fest Allerheiligen. Sie gedenkt dabei der Seligkeit und Heiligkeit von Menschen, deren Leben in besonderer Weise auf Gott ausgerichtet war, so dass es als in Ewigkeit geglückt angesehen werden kann. Zugleich sind diese Menschen für uns Vorbilder im Glauben. Ich möchte im folgenden Beitrag zu klären versuchen, wie…>mehr. foto: cobalt123,flickr.com Gilt für alle Heiligen weiterlesen

“Ökumene jetzt” – gut gemeint, aber nicht gut gemacht.

Ismael Kluever. Am 29. August 2012 erschien ein Aufruf unter dem Titel “Ökumene jetzt: ein Gott, ein Glaube, eine Kirche”. Aus Anlass des 50. Jahrestages der Eröffnung des 2. Vatikanischen Konzils und der bevorstehenden 5oo-Jahrfeier der Reformation rufen die Initiatoren zu weiterem Voranschreiten im Miteinander zwischen evangelischer und katholischer Kirche auf. Als evangelischer Christ, der in den Lebensvollzügen der katholischen Diaspora zu Hause ist und fließend Katholisch spricht,  sollte ich mich schnurstracks in die illustre Liste der Unterzeichner einreihen, so könnte man meinen. Doch gerade als leidenschaftlicher Ökumeniker habe ich Vorbehalte, und zwar erhebliche. Die Intergität und den guten Willen der Prominenz, … “Ökumene jetzt” – gut gemeint, aber nicht gut gemacht. weiterlesen

„Blog“. Suchbegriff nicht gefunden!

Josef Bordat. Warum ignoriert die Publizistische Kommission in der Deutschen Bischofskonferenz diejenigen, die für Publizität sorgen? In einem lesenswerten Interview über die Katholische Kirche in den Neuen Medien, das der Vorsitzende der Publizistischen Kommission in der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Gebhard Fürst, dem Fachmagazin Medium gab, berichtet der seit 2007 in dieser Funktion tätige „Medienbischof“ über die Anstrengungen der Katholischen Kirche, im Internet Fuß zu fassen. Zudem geht es in dem Gespräch um den nicht immer ganz gerechten Umgang mit der Kirche in weltlichen Medien (online und print), den schlechten Stil, der im Schutz der Anonymität im Netz um sich greift, und dass es nicht um „Aufmerksamkeit um … „Blog“. Suchbegriff nicht gefunden! weiterlesen

Nicht jeder Christ ist ein Nazi

Josef Bordat. Mal was anderes. Nicht der Papst, nicht der Vatikan, nicht die Katholische Kirche sind Gegenstand einer Betrachtung Alan Poseners in der Welt, sondern die Evangelische Kirche in Deutschland. Erst am Ende geht es dann auch um die katholische Einrichtung Pax Christi. Worum geht es? Schon hier beginnt es, schwierig zu werden. Vorgeblich geht es in dem Text um die polemische Kritik an einer Boykottkampagne gegen Produkte aus Israel, die mit dem Titel Weil Besatzung bitter schmeckt zu „kritischem Konsum“ aufruft, zwischen den Zeilen gelesen jedoch vielmehr darum, einen möglichst engen Zusammenhang zwischen Christsein und Nazisein herzustellen, damit dem neutralen Leser verständlich wird, warum … Nicht jeder Christ ist ein Nazi weiterlesen

Erneuerung der Kirche nach innen und außen

Josef Bordat. Kardinal Woelki mahnt anlässlich des Gedenkens an die Eröffnung des Zweiten Vatikanischen Konzils vor 50 Jahren zu mehr Gemeinschaft in der Kirche. Gestern fand in der Berliner Hedwigskathedrale ein feierliches Pontifikalamt anlässlich des Gedenkens an die Eröffnung des Zweiten Vatikanischen Konzils vor 50 Jahren statt. Der Erzbischof von Berlin, Rainer Maria Kardinal Woelki, hob in seiner Predigt den Charakter des Konzils als „Reflexion der Kirche über die Kirche“ hervor, ein Prozess des Nachdenkens, der mit dem Konzil erst begonnen habe und sich seither in der Praxis des kirchlichen Lebens ausbreite. Woelki zitiert die Konzilspäpste Johannes XXIII. und Paul VI., … Erneuerung der Kirche nach innen und außen weiterlesen

‚Qualitätsjournalismus‘ – Süddeutsche enthüllt Unterbewusstsein des „Höllenhirten“!

Josef Bordat. Was Woelki wirklich denkt.  Der Erzbischof von Berlin, Rainer Maria Kardinal Woelki, soll einen Respektpreis dafür bekommen, dass er Homosexuellen Respekt zollt. Damit tut er nur das, was der Katechismus von ihm als Katholiken fordert. Dementsprechend befremdlich ist die Wahl Woelkis. Findet er selbst auch und lehnt die Ehrung ab, weil er etwas Selbstverständliches wie die Achtung aller Menschen nicht für preiswürdig hält. Das ist noch nicht einmal besonders bescheiden, sondern einfach nur wahr. Wer jetzt meint, die Sache sei damit vom Tisch, der liest wohl nicht die Süddeutsche Zeitung. In dieser verfährt Constanze von Bullion nach dem Motto:…>mehr. foto: Kevin … ‚Qualitätsjournalismus‘ – Süddeutsche enthüllt Unterbewusstsein des „Höllenhirten“! weiterlesen

50 Jahre II. Vatikanum – wie kam es zum Konzil?

Stefan Ehrhardt. Das heutige Leben der Kirche ist ohne das II. Vatikanische Konzil kaum vorstellbar. Wie ist es dazu gekommen? Ein wichtiger Impuls zur Abhaltung des II. Vatikanums war der Abbruch des I. Vatikanischen Konzils (1869/1870); der Grund war die militärische Besetzung Roms. So konnte das Dokument zum Thema „Kirche” nicht fertig gestellt werden, mit Ausnahme jenes Teiles, der sich mit dem Papst, seinem Primat und seinen unfehlbaren Entscheidungen „ex cathedra” befasste. In der Folge kam es zu einer starken…>mehr. foto: theolounge.de 50 Jahre II. Vatikanum – wie kam es zum Konzil? weiterlesen

Hans Küng: „Die Kirche ist wirklich krank“

Fabian Maysenhoelder. Am 11. Oktober 1962 wurde das Zweite Vatikanische Konzil eröffnet. Es galt damals als richtungsweisendes Reformkonzil. Und in der Tat hat sich in der katholischen Kirche nach dem Konzil viel geändert. Doch in jüngster Zeit sind in Rom Bemühungen zu erkennen, die die Kirche wieder in eine vorkonziliare Zeit zurückbringen wollen. Der katholische Theologe Hans Küng erlebte damals als junger Berater das Konzil hautnah mit. Heute spricht der inzwischen 84-Jährige mit n-tv.de über die Errungenschaften und Versäumnisse der katholischen Kirche, über den Papst und seine Motivationen. Und er bescheinigt der Kirche eine schwere, lebensgefährliche Krankheit, für die es nur … Hans Küng: „Die Kirche ist wirklich krank“ weiterlesen

Endlich hat auch die Katholische Kirche ihre Flugaffäre.

Josef Bordat. Endlich hat auch die Katholische Kirche ihre Flugaffäre. Der Spiegel fasst in seiner Onlineausgabe die Empörung dieses und aller weiterer Universen in einen griffigen Aussagesatz: „Der Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst ist erster Klasse nach Indien geflogen, um dort soziale Projekte zu besuchen.“ Und zwar im Januar diesen Jahres. Und nicht nur Tebartz-van Elst, sondern auch sein Generalvikar Franz Kaspar soll First Class an Bord gewesen sein. Klingt ein bisschen nach Petzerei auf dem Pausenhof, aber gut – das ist der Deal namens „investigativer Journalismus“. Und auch, dass die Sache jetzt auftaucht, wo es doch grade wieder ein bisschen ruhiger geworden ist in … Endlich hat auch die Katholische Kirche ihre Flugaffäre. weiterlesen

Vorstoß gegen Gotteslästerung

Eine zweifelhafte Initiative ergreift der Bamberger Erzbischof: er will Gotteslästerung unter Strafe stellen. Generell wäre es zwar auf jeden Fall wünschenswert, wenn Jedermann Respekt vor Gott zeigen würde. Selbst wenn er nicht an ihn glaubt, dann zumindest aus Respekt vor den Gläubigen. Aber ob man Blasphemie strafrechtlich verfolgen sollte ? Gotteslästerung soll unter Strafe gestellt werden: Für diese Forderung erntet der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick scharfe Kritik. Satire kann man nicht verbieten, argumentieren die Grünen – und warnen vor einem Anti-Blasphemie-Gesetz.>mehr. foto: Sébastien Barré, sebastien.barre,flickr.com,  Bestimmte Rechte vorbehalten von sebastien.barre Vorstoß gegen Gotteslästerung weiterlesen

Die einseitige Sicht von Medien auf die Kirche

Josef Bordat. Kirche in den Medien. „Um ihre Botschaft zu verbreiten, macht die Kirche in Polen auch vor der EM nicht halt.“, schreibt die TAZ, um dann zu berichten, dass sich die „Kirche in Polen“ erdreiste, tatsächlich „für aktive Sportler ein eigenes Gebetsbuch“ herauszugeben. Der Auftrag zur Verbreitung des katholischen Glaubens gerät der Autorin zur „Nachwuchswerbung“. Zugleich schreckt die Kirche im Ruhrgebiet nicht davor zurück, Kinder mit Lockvogelangeboten zu ködern.>mehr. foto:  Abulic Monkey,flickr.com Die einseitige Sicht von Medien auf die Kirche weiterlesen

Das gewisse Etwas: Glaube und Moral

Josef Bordat. Hier der Versuch einer Antwort auf die Frage, wie sich Glaube und Moral zueinander verhalten, eine Frage, die Alipius zur Diskussion gestellt hat. Ich werde bei meinem Antwortversuch vor allem auf den katholischen Moralphilosophen Robert Spaemann zurückgreifen, aber auch aufUdo di Fabio, Richter am Bundesverfassungsgericht a. D. Ich glaube zunächst, dass sich Glaube und Moral in einem Kernkonzept von Anthropologie und Ethik treffen, im Gewissen. Ich glaube ferner, dass mit dem Glaubensabfall (individuell und kollektiv) dieses Kernkonzept in seiner ethischen Potenz in Gefahr gerät. Es ist nicht plötzlich „weg“, wenn man den Kirchenaustrittsantrag einreicht (das wäre ein sehr unkatholisches Verständnis von Gewissen), … Das gewisse Etwas: Glaube und Moral weiterlesen

Küng: Kirche soll zu Jesus zurückkehren

Der Kirchenkritiker und Theologe Hans Küng hat die katholische Kirche dazu aufgefordert, zu ihren Wurzeln „zurückzukehren“. Am Montag stellte er gemeinsam mit Moderator Thomas Gottschalk sein neues Buch „Jesus“ vor. Der ehemalige „Wetten, dass..?“-Moderator zeigte sich begeistert und offenbarte eigene Glaubensprobleme.>mehr. foto:astrogator,flickr.com Küng: Kirche soll zu Jesus zurückkehren weiterlesen

Wohin fährt die Gemeinde ?

Von Ameleo. Fragmente eines Widerspruchs gegen die zunehmende Reduktion von Kirche und Gemeinde auf die sonntägliche Eucharistiefeier In Zusammenhang mit den offensichtlich inzwischen in so gut wie allen deutschen (deutschsprachigen?) Bistümern üblichen Gemeindefusionen zu Groß- und Größtgemeinden und den damit verbundenen Kirchenschließungen und Streichungen von Gottesdiensten zugunsten von zentralen Eucharistiefeiern in Zentralpfarreien taucht immer wieder eine ähnliche Argumentation auf: Die Leute sind doch mobil. „Wer zum Aldi und zum Baumarkt fahren kann, der kann auch zur Messe fahren.“ (aktuell in diesem Interview mit Prälat Imkamp, in dem er Bischof Zdarsa zitiert und sich dessen Ansicht zu eigen macht. Das Interessanteste an dem verlinkten Artikel … Wohin fährt die Gemeinde ? weiterlesen

„Kinderficker-Sekte“

Via Josef Bordat. In Deutschland ist es verboten, Glaubensbekenntnisse, Religionsgemeinschaften und Weltanschauungs-vereinigungen öffentlich zu beleidigen. Strafbar ist die Beleidigung allerdings nur dann, wenn sie zudem „geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören“. Das steht in § 166 StGB. Aufgrund von jenem § 166 StGB hatte die Staatsanwaltschaft Berlin Anklage gegen den Betreiber einer Internetseite erhoben, der die Römisch-Katholische Kirche eine „Kinderficker-Sekte“ genannt hatte. Das Amtsgericht Berlin-Tiergarten sah darin keine strafbare Beleidigung. Es stört also nach Ansicht des Amtsgerichts Berlin-Tiergarten den „öffentlichen Frieden“ nicht, wenn ein Drittel der…>mehr. foto:Quinn Dombrowski,quinn.anya,flickr.com „Kinderficker-Sekte“ weiterlesen

„Weltlichkeit beherzt ablegen“

Papst befürwortet Kirche ohne weltliche Privilegien Freiburg – Papst Benedikt XVI. hat die katholische Kirche in Deutschland ermahnt, nicht auf weltliche Privilegien zu setzen und ihren Auftrag in der Welt konsequenter zu erfüllen. Zugleich wandte er sich gegen Forderungen nach einer oberflächlichen innerkirchlichen Reform und einer Anpassung an die Welt. Er rief die Gläubigen auf, sich selbst in ihrem Inneren zu ändern und Christus konsequenter nachzufolgen.>mehr. foto:Samuraijohnny,flickr.com,flickr.com „Weltlichkeit beherzt ablegen“ weiterlesen

„Wie steht Gott zu mir, wie stehe ich vor Gott?“

Gottesdienst – Freundlicher Empfang für den Papst in Ostdeutschland: War Benedikt XVI. in Berlin durch eine leere Geisterstadt ins Schloss Bellevue gefahren, säumten in Erfurt am nächsten Tag neugierige und fröhliche Bürger die Straßen. Trotz höchster Sicherheitsstufe, die das Öffnen der Fenster beim Vorbeifahren des päpstlichen Konvois unterbinden sollte, winkten viele aus ihren Wohnungen und von ihren Balkons dem offenbar willkommenen Gast zu.>mehr. foto:Samuraijohnny,flickr.com „Wie steht Gott zu mir, wie stehe ich vor Gott?“ weiterlesen

Was ist evangelisch, was ist katholisch?

Konfessionen – Mit dem Besuch von Papst Benedikt XVI. in Deutschland rückt auch die Ökumene im Land der Reformation in den Blickpunkt. Römisch-katholische und evangelische Christen verbindet der Glaube an den einen Gott, seinen Sohn Jesus Christus und die Kraft des heiligen Geistes. Die zwei Konfessionen entwickelten in Alltag und Gottesdienst allerdings eigene Traditionen, mit denen sie sich zugleich voneinander abgrenzen. Hier ein kleines Glossar.>mehr. foto:Frans Persoon,flickr.com Was ist evangelisch, was ist katholisch? weiterlesen

„Hunger ist ein Armutszeugnis für die Menschheit“

Erzbischof Ludwig Schick ruft zur Soforthilfe für Ostafrika auf Bamberg- Vor dem Hintergrund der Hungerkatastrophe in Ostafrika hat der Vorsitzende der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz, Ludwig Schick, zu größeren Anstrengungen zur Überwindung des Hungers in der Welt aufgerufen. „Hunger ist ein Armutszeugnis für die Menschheit im 21. Jahrhundert“, sagte Schick am Dienstag in Bamberg. „Wir können auf den Mond fliegen, wir haben die raffiniertesten Waffen entwickelt, um…>mehr. foto:eatswords,flickr.com „Hunger ist ein Armutszeugnis für die Menschheit“ weiterlesen

Wird Martin Luther wieder katholisch?

Konfessionen – Die Ökumene steht weiter vor großen Herausforderungen, aber da und dort ist sie weiter als gedacht. So ist die Verdammung Martin Luthers (1483-1546) durch die katholische Kirche längst aufgehoben. Der Reformator wird vielmehr als „Lehrer im Glauben“ anerkannt. Gute Voraussetzungen für das Gespräch der Konfessionen beim bevorstehenden Deutschlandbesuch von Papst Benedikt XVI. sowie für eine ökumenische Prägung des Reformationsjubiläums 2017.>mehr.   foto:Robert Scarth,flickr.com Wird Martin Luther wieder katholisch? weiterlesen

Bayerischer Rundfunk: Interview mit theolounge.de

Freundschaftsanfrage an Gott- Eine Glaubensreise durchs Social Web – 12.06.2011 Eine Glaubensreise durch das Social Web unternehmen Anna Schleinzer und Friederike Weede. Denn im Internet gibt es nicht nur alle möglichen religiösen Angebote, immer mehr Menschen verlagern ihre Kontakte dorthin. Und auch ihre Freundschaften, Begegnungen und Lebensfragen. Auch Gott ist im Internet zu finden, bei facebook zum Beispiel, dort nennt sich nämlich einer so. Was passiert, wenn man ihn „anklickt“? Das Interview mit Marc Gerlach und zur theolounge finden Sie relativ am Ende des Beitrags bei den Minuten 47 – 50. Folgender Link führt dorthin, fahren Sie auf der Seite … Bayerischer Rundfunk: Interview mit theolounge.de weiterlesen

Was ist: „Himmelfahrt“ ?

Kirchenjahr – Viele Menschen feiern heute Christi Himmelfahrt mit Ausflügen ins Grüne oder genießen anderweitig ihren freien Tag. Als Vatertag ist er das Pendant zum Muttertag. Der Inhalt des christlichen Himmelfahrtsfestes aber ist heute vielen nicht mehr deutlich.>mehr. foto: johnwilliamsphd,flickr.com Was ist: „Himmelfahrt“ ? weiterlesen

„Gott greift nur ein, wenn es nötig ist“

Religion – Die Wissenschaft hat die Natur weitgehend entzaubert. Wie lassen sich also Glauben und Naturwissenschaft zusammenbringen – mit Blick auf alltägliche Gebetsanliegen, auf die großen Fragestellungen der Wissenschaft, auf zentrale Glaubensinhalte wie Ostern und Auferstehung? Fragen an einen Mönch, der gleichzeitig ein renommierter Forscher ist: George Coyne, langjähriger Direktor der Vatikanischen Sternwarte.>mehr. foto: Sean Svadilfari,flickr.com „Gott greift nur ein, wenn es nötig ist“ weiterlesen

Ökumenische Eucharistie auf dem Kirchentag in Dresden

Von Walter Jungbauer. Es ist schon zur lieben Tradition geworden: Wie seit langer Zeit auf dem Kirchentag wird wieder eine Ökumenische Eucharistiefeier nach der Lima-Liturgie gefeiert. Im Kirchentagsprogramm zu finden auf Seite 46 unter dem Titel „Lasst Euch versöhnen mit Gott. Eucharistie als Gastmahl„.

In fünf Wochen werden am Donnerstag, 02. Juni 2011, 19.00 Uhr in der Diakonissenhaus-Kirche, Bautzner Str. 70 in Dresden der „Ökumenische Eucharistie auf dem Kirchentag in Dresden“ weiterlesen

Sexueller Missbrauch und Kirche

Gastbeitrag von PD Dr. Dr. Bernhard Nitsche. Durch die Fehlleistungen eines Bischofs und die Fälle von sexuellem Missbrauch durch einzelne Priester und einzelne Personen in Einrichtungen der katholischen Kirche ist die katholische Kirche in einen fortschreitenden öffentlichen Ansehensverlust geraten, der bedenklich ist und zum Umdenken zwingt. Die aktuelle Situation nötigt dazu, über die Zusammenhänge von faktischer Sexualität und kirchlicher Sexualmoral, von freilassender und vereinnahmender Intimität, von kindlicher Verunsicherung und familiärer Rahmung, von Sexualität und Gewalt, Kirche und Macht, von keuscher Lebensform und unkeuschen Wünschen, von öffentlicher Kirchenwahr­nehmung und kircheninterner Lebensgestaltung nachzudenken.>mehr. foto: Leah Tihia™ / leah lockhart,flickr.com Sexueller Missbrauch und Kirche weiterlesen

Zölibat oder nicht ?

Gastbeitrag eines katholischen Autoren. Von Dr.Dr. Bernhard Nitsche. In unseren für Geschlechterrollen sensibilisierten westlichen Gesellschaften ist es schwierig zu vermitteln, warum die sakramentale Ordination in der römisch-katholischen Kirche auf zolibatär lebende Männer beschränkt ist. Bei allen aktuell beobachtbaren Verfehlungen und historisch diagnostizierbaren Missständen sollte der tiefe geistliche und evangeliumsgemäße Sinn des Keuschheitsgelübdes nicht verloren gehen. Natürlich gibt es Haltungen und Lebenspraktiken, welche den guten Sinn des Zölibats zerstören.>mehr. Andere Sichtweisen zum Thema: >hier lesen. foto: WTL photos / Dr. Wendy Longo,flickr.com Zölibat oder nicht ? weiterlesen

Atomare Wüsten

Via Spiegel.de. Im Niemandsland der Strahlenkatastrophe. Kinder werden missgebildet geboren, an Landwirtschaft ist nicht zu denken: Nicht nur um Tschernobyl und Fukushima sind ganze Regionen unbewohnbar geworden – Nuklearunfälle und Atomtests haben auf fast allen Kontinenten tödliche Spuren hinterlassen. Ein Blick auf die Strahlenwüsten dieser Welt.>mehr. foto: Frank_Eßers / Frank Eßers,flickr.com Atomare Wüsten weiterlesen

Zukunft der Kirche IV. Jubiläum mit Zukunft

Von PD Dr. Dr. Bernhard Nitsche. 100 Jahre Erzbischöfliches Seelsorgeamt Freiburg. Dieses Ereignis und die Gründung des Seelsorgeamtes als Missionsinstitut am 25. März 1911 geschah nicht zufällig. Sicher wurde dieses Datum von Erzbischof Thomas Nörber mit bedacht gewählt. Mit dem Festtag der Verkündigung der Empfängnis Jesu durch den Engel an Maria verband sich die tiefe innere Bereitschaft Mariens, dem Weg Gottes zu folgen. So gehört die innere Bereitschaft, sich auf den Ruf Gottes einzulassen und…>mehr. foto: Art History Images (Holly Hayes) / Holly Hayes,flickr.com Zukunft der Kirche IV. Jubiläum mit Zukunft weiterlesen

Hexen – gibt es hier keine

Das Kommunalparlament von Rüthen rehabilitiert Hexen. Rüthen – Auf den ersten Blick mutet es wie ein Aprilscherz an – doch die Initiative ist ganz ernst gemeint. Der Rat der sauerländischen Stadt Rüthen hat sich am Donnerstagabend mit einem geschichtsschweren Thema befasst. Einstimmig beschlossen die Kommunalpolitiker einen Antrag, wonach die einst auf dem heutigen Gebiet der Stadt als Hexen und Zauberer verurteilten und getöteten Frauen und Männer rehabilitiert werden sollen.>mehr. foto: @rild / Arild Storaas,flickr.com Hexen – gibt es hier keine weiterlesen

Der Fukushima-Super-Gau: Japan für Jahrtausende unbewohnbar

via Heise.de, Artur P. Schmidt. Lage völlig außer Kontrolle und sehr ernst, es kann zu einem Mega-Tschernobyl kommen. Ist-Situation: Die Betreiber-Firma Tepco verschweigt das wahre Ausmaß und spielt die Katastrophe massiv herunter, um eine Massenpanik zu vermeiden. Die Betreiberfirma hat wertvolle 2 Wochen verstreichen lassen, wo die Strahlung noch gering war, um für den Worst Case Vorkehrungen zu treffen. Tepco gibt Arbeitern Schuld an der Verstrahlung, die in Kamikaze-Einsätzen ihr Leben riskieren. Dies ist blanker Zynismus. Zehnmillionenfach erhöhte Strahlenwerte wurden gemessen. Sollte es hier auch zu größeren Freisetzungen von Plutionium kommen, könnte die gesamte japanische Inselgruppe für Jahrtausende unbewohnbar werden. … Der Fukushima-Super-Gau: Japan für Jahrtausende unbewohnbar weiterlesen

Kirchen fordern Ausstieg aus der Kernenergie

EKD-Ratsvorsitzender: „Wir müssen da so schnell wie möglich raus“. (…) Frankfurt a.M. (epd). Angesichts der Nuklearkatastrophe nach dem Erdbeben in Japan haben katholische und evangelische Kirche den Ausstieg aus der Atomkraft gefordert. „Eine Technologie, die Fehler nicht verzeiht, tut uns nicht gut“, sagte der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, am Montag in Hannover. Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, sagte in Paderborn: „Atomkraft ist keine Energie der Zukunft.“>mehr. foto: LoboStudio Hamburg / Thomas Ulrich,flickr.com Kirchen fordern Ausstieg aus der Kernenergie weiterlesen

Sieben Wochen nur die Wahrheit

Die evangelische Kirche ermuntert in ihrer Fastenaktion zu einer Zeit ohne Ausreden. Adam schiebt es auf Eva, Eva weist auf die Schlange: „Sie hat mich verführt, da habe ich gegessen.“ Schon im Paradies suchen Mann und Frau nach Ausflüchten, als Gott sie beim Naschen vom Baum der Erkenntnis erwischt. Ausreden sind eben so alt wie die Menschheit. „Ein wichtiges…>mehr. foto:Macke827 / Marcus Woelfle,flickr.com Sieben Wochen nur die Wahrheit weiterlesen

Der „Pate“ der EKD im Karneval

Köln (epd). Wer erleben will, wie Jesus dem Kölner Kardinal erscheint, der muss nach Bocklemünd kommen. In dem Kölner Stadtteil bieten evangelische Pfarrer in der fünften Jahrzeit wieder ein theologisch-karnevalistisches Kabarett. Seit 1997 erklären sie auf protestantischen Karnevalssitzungen, den „Prot’s“, immer wieder, wie Kirche wirklich geht – und lüften in diesem Jahr sogar das Geheimnis um die Nachfolge von Papst Benedikt XVI.>mehr. foto:Florian Seiffert (F*) / Florian Seiffert,flickr.com Der „Pate“ der EKD im Karneval weiterlesen

EKD-Theologe warnt vor Trivialisierung des Evangeliums

Berlin (epd). Vizepräsident Thies Gundlach vom Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) hat die Kirchen vor einer „hamsterradähnlichen“ Geschäftigkeit gewarnt, die zur Trivialisierung und Banalisierung des Evangeliums führe. Als „Bundesagentur für Werte“ helfe die Kirche gegen die Gier der Wirtschaft, als „Bildungsanstalt für Arme“ den Kindern mit Migrationshintergrund und als „prophetische Stimme der Bibel“ lehre sie die Öftentlichkeit richtige Wege, sagte er am Donnerstag in Berlin.>mehr. foto:Nick in exsilio / Nick Thompson,flickr.com EKD-Theologe warnt vor Trivialisierung des Evangeliums weiterlesen

74 Millionen Lutheraner

Statistik – Weltweit gibt es knapp 74 Millionen lutherische Christen. Im vergangenen Jahr erhöhte sich ihre Zahl um rund 237.000, wie der Lutherische Weltbund am Freitag in Genf mitteilte. Deutschland ist unverändert das Land mit der höchsten Zahl von Gläubigen, die Mitglied einer lutherischen Landeskirche sind. Allerdings ging sie um zwei Prozent auf 12,6 Millionen zurück.>mehr. foto: chop1n,flickr.com 74 Millionen Lutheraner weiterlesen

Wer Will Weitere Wüsten ?

Bekämpfung von Wüsten gefordert (…) Bonn – Der Vorsitzende der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Ludwig Schick, hat dazu aufgerufen, den Kampf gegen die weltweite Wüstenbildung zu verstärken. „Das ist eine Aufgabe der gesamten Menschheit“, sagte der Bamberger Oberhirte nach seiner Rückkehr von einer Reise in die Sahelzone am Montag in Bonn. Schick hatte in den vergangenen Tagen am Jahrestreffen des Verwaltungsrats der „Sahelstiftung“ (Stiftung Johannes Paul II. für die Sahelzone) teilgenommen und ausgewählte Projekte in der Region besucht.>mehr. foto: gjofili / guilherme jofili,flickr.com Wer Will Weitere Wüsten ? weiterlesen

Memorandums-Gegner errichten virtuellen Pranger

Von Walter Jungbauer. Die Auseinandersetzungen um das „Memorandum Freiheit“, welches 144 römisch-katholische Professorinnen und Professoren am letzten Samstag veröffentlicht haben, und welches mittlerweile von 228 Professorinnen und Professoren unterschrieben wurde, nimmt an Schärfe zu.

Auf der einen Seite sammeln sich Befürworter und Unterstützer online auf einer von zwei Theologie-Studierenden initiierten Unterschriftenliste unter dem Titel „Unterstützung für einen notwendigen Aufbruch. Memorandum Freiheit“ (mittlerweile mehr als 3.450 Unterstützende)  sowie bei Publik Forum (Kirchenaufbruch jetzt). „Memorandums-Gegner errichten virtuellen Pranger“ weiterlesen

Dutzende katholische Theologen begehren auf

144 katholische Theologen haben eine Erklärung unterschrieben, in der sie eine Reform der Kirche fordern: unter anderem ein Ende des Zölibats und Frauen als Geistliche. Mitarbeiter von deutschsprachigen Universitäten, die katholische Theologie lehren, wollten nicht mehr schweigen zu jener Kirchenkrise, die seit Jahren andauert und durch das Bekanntwerden sexueller Missbrauchsfälle verstärkt wurde. Sie fordern tief greifende Reformen von ihrer Kirche, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet. Insgesamt 144 katholische Theologen haben nun eine Erklärung unterschrieben: „Als Theologieprofessorinnen und -professoren dürfen wir nicht länger schweigen“, steht…>mehr. foto: Reinante El Pintor de Fuego / José Luis Mieza,flickr.com Dutzende katholische Theologen begehren auf weiterlesen

Wie der Taufschein Nachbarskinder entzweit

In Nordrhein-Westfalen sind ein Drittel der staatlichen Grundschulen katholisch. Seit Kurzem werden andersgläubige Kinder dort abgelehnt, obwohl sie in der Nähe wohnen. Kurze Beine, kurze Wege: Nach dieser plausiblen Regel können Grundschüler fast überall in der Nähe ihrer Wohnung zum Unterricht gehen – nicht jedoch in Nordrhein-Westfalen. An einem Drittel aller staatlichen Primarschulen ist die richtige Religion ausschlaggebend dafür, ob der Nachwuchs einen Platz bekommt. Denn von den rund…>mehr. foto: shadowbrush / Holger Selover-Stephan,flickr.com Wie der Taufschein Nachbarskinder entzweit weiterlesen

Papst wollte als Theologe Zölibat überprüfen

Papst Benedikt XVI. hat sich als Theologe Anfang der siebziger Jahre dafür eingesetzt, das Zölibat zu überdenken. Es sei schuld am Priestermangel. In einem Memorandum im Februar 1970 hatten neun Theologen, darunter Joseph Ratzinger, Walter Kasper, Karl Lehmann und Karl Rahner eine Forderung an die deutschen Bischöfe gestellt: Sie wollten die Pflicht der Priester zur Ehelosigkeit auf den Prüfstand stellen. Das geht aus dem Archivtext hervor, den die kirchenkritische Zeitschrift Pipeline in ihrer jüngsten Ausgabe abdruckt hat.>mehr. foto: Catholic Church (England and Wales) / Catholic Church England and Wales,flickr.com Papst wollte als Theologe Zölibat überprüfen weiterlesen

„Christus ist Gottes Licht für uns inmitten aller Verlorenheit“

„Gott gibt die Welt nicht verloren!“ Daran hat der Ratsvorsitzende der EKD, Präses Nikolaus Schneider, in seiner Predigt an Heiligabend in der Düsseldorfer Johanneskirche erinnert. Diese Botschaft, die sich mit der Menschwerdung Gottes in Jesus Christus verbindet, sei entscheidend „für unseren Glauben und für unser Leben“.>mehr. foto: 5mal5 Michael Radtke,flickr.com „Christus ist Gottes Licht für uns inmitten aller Verlorenheit“ weiterlesen

Angebote für einen anderen Advent

Die evangelische Kirche lädt auch in diesem Jahr wieder zur bewussten Gestaltung der Adventszeit ein. Mit Adventskalendern als Druck, E-Mail oder SMS macht sie Angebote, sich auf den Charakter der Adventszeit einzulassen. Gerade die Adventszeit ist eine besondere Zeit des Jahres: eine Zeit der Einkehr und der Stille, der Vorfreude und der Erwartung. Nach dem Ewigkeitssonntag (Totensonntag) ist für vier Wochen Raum, sich auf Weihnachten vorzubereiten. Mit ihren besonderen Farben und Düften, mit Lichterglanz und Weihnachtsbäckerei bietet sie einen festen Rahmen, um die Bedeutung und den Sinn dieser Zeit nicht zu verlieren.> mehr. foto:Per Ola Wiberg ~ Powi,flickr.com Angebote für einen anderen Advent weiterlesen

Freiheit, ein Sehnsuchtswort der Menschheit

Die deutschen Bischöfe: „Wir alle suchen und brauchen Freiräume des Glaubens“. Das Hirtenwort der deutschen Bischöfe zum Diaspora-Sonntag finden Sie hier auf katholisch.de im Wortlaut: Liebe Schwestern und Brüder im Glauben! Freiheit ist eines der großen Sehnsuchtsworte der Menschheit. Der Apostel Paulus beschreibt sie aufgrund der Erlösung als Geschenk Jesu Christi: „Zur Freiheit hat uns Christus befreit“>mehr. foto: esther**,flickr.com Freiheit, ein Sehnsuchtswort der Menschheit weiterlesen