Das Coronavirus ist keine Strafe Gottes

Zu Jesus wurde einst ein gelähmter Mann gebracht.

Zu Zeiten Jesu glaubten viele Menschen, Krankheit sei eine Folge von Sünde, also eine Folge von Fehlverhalten.

Viele Menschen haben die Geschichte so in Erinnerung, dass Jesus dann den gelähmten Mann heilt und er dankbar davon geht. Das stimmt auch, davor kommt aber etwas Wesentliches.

Zuerst sagt Jesus dem Gelähmten: deine Sünden sind dir vergeben.

Damit hebt Jesus den sogenannten Tun-Ergehen-Zusammenhang auf, von dem man damals ausging. Man glaubte also, es ergehe einem so, wie man gehandelt habe. Man glaubte also, Krankheit sei die Folge von moralisch falschem Verhalten.

Indem Jesus nun dem Gelähmten seine Sünden vergibt, hebelt er den Tun-Ergehen-Zusammenhang aus. Denn der Mann ist nach wie vor gelähmt, obwohl er nun definitiv frei von Sünden ist. Jesus hat ihm ja eben mit göttlicher Vollmacht seine Sünden vergeben.

Erst im zweiten Schritt, um tatsächlich den Anwesenden zu demonstrieren, dass Jesus die göttliche Befugnis und Macht hat, Sünden zu vergeben, macht er dies deutlich, indem er etwas schafft, was man eigentlich nicht schaffen kann. Er heilt mit göttlicher Macht denjenigen Mann, ja seit ewigen Zeiten nicht gehen konnte, weil er eben gelähmt war.

Diesen Zusammenhang sollte man sich in den Hinterkopf rufen, wenn es um das Coronavirus geht. Menschen werden nicht krank oder sterben an dem Virus, weil sie irgendwie gesündigt oder moralisch falsch gelebt hätten. Die Krankheit und das Virus stehen in keinem Zusammenhang mit dem bisherigen Handeln des Menschen. Das Virus ist somit keine Strafe Gottes.

Dennoch, und das steht auch in der Geschichte, kann Jesus und kann somit Gott Heilung schenken. Und deswegen ist es sinnvoll, zu beten. In guten Zeiten, gerade aber auch in schlechten Zeiten.

14 Thoughts

  1. Ich habe mich innerlich schon lange vom ’strafenden‘ Gott entfernt. Gott straft nicht. Er weist uns lediglich den richtigen Weg…das ist sein Richten. Wenn ich zu ihm bete, tue ich das ‚in meinem stillen Kämmerlein‘, meist in Gedanken und in Dankbarkeit.

    Wieder haben Menschen die Hölle auf die Erde geholt, indem sie mit dem Tierwohl Unzucht trieben. Ich kann Gott darum bitten, dem schnell ein Ende zu setzen. Aber wem wäre damit geholfen?
    Außerdem würde ich Gott ungern um ein Wunder bitten. Ich würde ihn damit nötigen, etwas zu tun, was mir von Nutzen sein würde. Etwas, was andere normal nicht bekommen würden. (…und führe mich nicht in Versuchung)

    Gott ist allmächtig und allwissend. Er weiß, was jedem Einzelnen von uns fehlt. Deshalb danke ich ihm nur und bitte um nichts. Er wird gnädig sein. Da bin ich sicher.

    Liebe Grüße
    Gisela

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  2. Lt. Bibel hat uns Jesus dieses Gebet gegeben, weil er im jüdischen Glauben erzogen war.

    Meine Frage: Wurde Jesus in der Wüste von Gott selbst versucht…oder vom Teufel…oder ist beides Eins? (und führe mich nicht in Versuchung…)
    Ein Gebet ist doch immer eine Bitte. Ich rede mit Gott wie mit einem Vater. Er weiß doch alles von mir. Selbst Jesus am Kreuz hat in seiner Not EL angerufen, einen Gott des Alten Testaments.
    Jesus sagte auch: „Gott ist Geist und die ihn anbeten, sollen ihn im Geiste und in der Wahrheit anbeten.“ Das sagt die Schrift. Joh 4,24
    Diese deutliche Unterweisung richtet den ganzen Kirchendienst und ihre heidnischen Gebräuche.
    Gott ist ein allgegenwärtiges, unsichtbares Wesen, dem der Mensch jederzeit nah ist, welches ihn durchdringt und alle seine Gedanken im Voraus kennt, wie auch seine Bedürfnisse und Wünsche.

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  3. Es heißt aber auch: „Der Vater sieht das Verborgene.“ Matth. 6,4
    und „Euer Vater weiß was ihr bedürfet, ehe ihr ihn bittet.“ Matth. 6,8

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  4. Nach Jürgen Moltmann hat sogar Gott, die Trinität, aufgrund dessen, dass sein Wesen die Liebe ist und somit Gott aufgrund der Liebe ein Beziehungswesen ist, in sich Raum für das Universum und alles Leben darin geschaffen.

    Dass Gott und das Böse ein und dasselbe sein und sollen, würde ich ablehnen.
    Als Jesus in die Wüste ging, ging es womöglich darum, dass er sich überlegte, was er mit der Macht, die er aufgrund seiner vielen Anhänger hatte, anfangen sollte. Sollte er sie gegen die Römer militärisch verwenden? Das war seine Anfechtung. Er wählte aber den pazifistischen Weg.

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  5. Das ist Kirchenlehre, die ich ganz und gar ablehne. Hier gibt es keine Trinität. Es gibt nur eine einzige, heilige EINFALTIGKEIT: GOTT.
    Siehe hierzu Jesaja 43,10-11

    Gesagt wird auch in Jesaja 45,6-7: Ich, der Herr und keiner sonst, der das Licht bilde und die Finsternis schaffe, der ich Heil wirke und Unheil schaffe, ich bin’s, der Herr, der dies alles wirkt.

    Demnach sah sich Gott, in Person von Jesus selbst den Versuchungen des weltlichen Lebens ausgesetzt.

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