Spielplätze gesperrt, Innenhöfe nicht

Eben las ich in den Medien, dass mit bis zu zehn Millionen mit dem Coronavirus infizierten Menschen in Deutschland gerechnet werden könnte, wenn sich das Virus weiter exponentiell ausbreitet.

Wir meiden aktuell andere Menschen, um die Infektion selbst nicht abzubekommen und andererseits auch nicht weiterzugeben.

In einigen Innenhöfen spielen allerdings weiterhin die Kinder miteinander. Einerseits freut man sich natürlich, dass die Kinder raus können und möchte ihnen das gerne zugestehen, andererseits unterläuft das natürlich genau das, was man jetzt eigentlich bräuchte. Nämlich weniger Kontakte untereinander, um die Ausbreitung des Coronavirus‘ zu verlangsamen.

Da also viele Menschen hierzulande offensichtlich den Ernst der Lage noch nicht erkannt haben, kann man wohl damit rechnen, dass es demnächst tatsächlich Ausgangssperren geben könnte. Nicht schön, aber freiwillig scheint es ja nicht zu laufen.

Derzeit wäre es sicher in Ordnung, wenn man zwar ins Freie geht, was ja auch durchaus für die Gesundheit in diesen Tagen förderlich und wichtig ist, dort aber sich nicht unter andere Leute mischt. Wenn man beispielsweise vielleicht einen Spaziergang mit einer gewissen Distanz zu anderen Menschen macht, sollte es in Ordnung sein.

Wenn aber Kinder mit Kindern spielen, dürfte das Virus, sofern eines der Kinder es haben könnte, es relativ leicht haben, von einem Kind zum nächsten zu springen und von diesem dann wieder auf andere Kinder und von den Kindern auf die Familien. Und so weiter. Exponentiell, sie wissen schon.

Die abstrakte Gefahr hat noch nicht jeder hierzulande realisiert. Das ist so, weil sie so abstrakt ist. Die meisten Menschen können sich diese Gefahr nicht wirklich plastisch vorstellen. Bis sie dann plötzlich ganz konkret wird in manchen Fällen und sich in Form schwerster oder schwerer Erkrankung zeigt. Dann wird das Drama groß sein, aber dann ist es möglicherweise zu spät.

Manche Eltern schicken derzeit ihre Kinder raus zum Spielen mit anderen Kindern, damit sie zu Hause ihre Ruhe oder Zeit zum Homeoffice-Arbeiten haben. Dass sie dadurch aber Ausgangssperren hervorrufen, bei denen dann auch die Kinder dauerhaft im Haus bleiben müssen, realisieren sie nicht. Noch nicht. Wenn sie es irgendwann einmal realisieren, dürfte es möglicherweise zu spät sein. Dann werden alle im Haus bleiben müssen.

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