Zur Untat von Hanau

Gestern kam es zu einer offensichtlich rassistisch motivierten Untat in Hanau.

9 Menschen starben.

Derartige Taten sind leider kein Einzelfall mehr, wenn man auf die Geschehnisse des letzten Jahres in Deutschland blickt.

Man denke an das Attentat von Halle auf eine Synagoge, das letztlich nur durch eine sehr stabile Tür weitgehend verhindert werden konnte.

Man denke an den politisch motivierten Mord an Walter Lübke im letzten Jahr.

Aus Gedanken und Worten können Taten werden.

Menschen, die Hass und Hetze im Internet oder auch öffentlich säen, verschieben seit einiger Zeit das Sagbare immer weiter in eine gefährliche Richtung, sodass beispielsweise rassistisch vorgeprägte Menschen derartige Gedanken und Worte aufnehmen können und sie dann ab und zu tatsächlich in die Tat umsetzen.

Was tun?

Der deutsche Rechtsstaat müsste seine Justiz massiv und schnell ausbauen, sodass Hass und Hetze im Netz und auch in der Realität viel schneller und konsequenter verfolgt werden. Der Rechtsstaat sollte in dieser Hinsicht als stark und konsequent wahrgenommen werden, damit auch die Demokratie morgen noch besteht.

Denn die deutsche Demokratie basiert auf Pluralität und teilt allen Menschen dieselben Menschenrechte zu. Diese dürfen nicht durch Einzelne gewaltsam in Frage gestellt werden.