Bohnen aus dem Senegal

Kürzlich aß ich einen leckeren Bohnensalat.

Die Bohnen stammten aus Afrika, genau genommen aus dem Senegal, wie ich hörte. Von dort kamen sie, vermutlich mit dem Flugzeug, bequem nach Deutschland, wo sie dann bequem in den Regalen eines Discounters für einen Spottpreis zum Verkauf feilgeboten wurden.

In dieser Hinsicht unterscheiden sich Bohnen etwas von Menschen, die aus Afrika kommen. Während die Bohnen hier willkommen sind und bequem ins Flugzeug steigen, sind es viele Menschen aus Afrika nicht, die von dort in unsicheren Schlauchbooten über das Mittelmeer fliehen müssen, teils aus politischen Gründen, teils deswegen, weil aufgrund der Klimaerwärmung dort das Land nicht mehr genug Erträge hergibt, wie beispielsweise auch im Senegal.

Als Bohne ist man also mehr willkommen in Deutschland, als als Mensch.

Vielleicht sollte einem das doch ein bisschen zu denken geben.

Dennoch ist es natürlich nicht verkehrt, weiterhin Bohnen aus dem Senegal zu kaufen, weil das Land dadurch Devisen bekommt, was dazu führen kann, zumindest dann, wenn es gut läuft, dass insgesamt die Gesellschaft dort wohlhabender wird und die Fluchtursachen weniger werden.

Kommentar verfassen...(Kommentare, die Links enthalten, müssen auf Freischaltung warten)

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.