Horrende Parkgebühren bei Aldi Süd in München

Es gibt zwei Wahrheiten über Aldi. Die erste lautet, bei Aldi kann man günstig einkaufen. Die zweite lautet neuerdings, in gewissen Aldi-Märkten zahlt man horrende Parkgebühren.

So z.b. in der ALDI-Filiale in München, Pilgersheimer Straße 38.

Jemand kaufte dort Anfang Januar ein und stellte sein Auto auf dem Aldi Parkplatz ab. Ein solcher Einkauf dauert vielleicht 20 Minuten. Das Vergehen dieser Person war, dass sie die Parkscheibe nicht ins Auto gelegt hatte.

Ein solches Vergehen wird sodann von einer offensichtlich von Aldi beauftragten Firma, die sich „Fair Parken“ nennt, geahndet. Während in München derartige Vergehen im öffentlichen Raum etwa 15 € kosten, hat „Fair Parken“ ein anderes Verständnis von fairen Preisen.

Man bekommt irgendwann ein Schreiben, dass einem offensichtlich an das Auto während des Einkaufs ein Strafzettel geheftet worden sei. Dies wird in dem Schreiben durch Fotos belegt. Dieser ursprüngliche Strafzettel habe einer Strafe in Höhe von 25 € entsprochen. Da aber der angeblich ans Auto geheftete Strafzettel ja nicht beglichen worden sei, sei nun eine zusätzliche Bearbeitungsgebühr von weiteren 10 Euro angefallen. Der Betrag beläuft sich dementsprechend auf etwa 35 €.

Wenn man dann mit dieser „Fair Parken“ Firma in Kontakt tritt, erfährt man, dass aus „Kulanzgründen“ auf die Strafe verzichtet werden könne, sofern man einen Kassenzettel des damaligen Einkaufs, der ja bereits viele Wochen her ist, vorweisen könne. Aber mal ehrlich, wer kann denn so etwas schon? Ein Lippenbekenntnis. Die sogenannten „Kulanzgründe“ erweisen sich in der Realität als Farce.

Fair erscheint das Ganze nicht. Es wirkt vielmehr so, als ob die Firma, die sich „Fair Parken“ nennt, an der ganzen Sache nicht schlecht verdienen dürfte.

Fraglich ist, warum Aldi eine Firma beauftragt, die in dieser Art und Weise vorgeht.

Denn es gäbe ja effektivere und kundenfreundlichere Maßnahmen, um vermeintlich wildes Parken zu verhindern: eine Schranke beispielsweise, bei der man bei Einfahrt ein Ticket zieht, das man dann an der Kasse im Markt entwertet und so bei der Ausfahrt ohne zusätzliche Kosten den Parkplatz wieder verlassen kann. Warum Aldi diesen Weg nicht gegangen ist: unklar. Der Ärger und das Unverständnis bei vielen betroffenen Kunden dürfte groß sein.

Aldi war bislang günstig. Die andere Wahrheit, die nun aber auch im Raum steht, lautet: fair geht anders.

Vielerorts im Einzelhandel, der ja immer stärker durch den Online-Handel, beispielsweise Versanddienste wie Amazon fresh und ähnliche, unter Druck gerät, gilt prinzipiell als angesteuertes Ziel, dass der Kunde sich ein wenig wie ein König fühlen solle. Bei besagter ALDI Filiale kann man davon nur träumen. Man fühlt sich dort nicht wie ein König, sondern wie ein Parkplatzsünder. Das Verbrechen, das einem angelastet wird, ist, dass man dort eingekauft hat.

Es gibt eine ganze Menge Leute, die sich deswegen umorientieren und diese Filiale nicht mehr anfahren. Tendenz steigend.

Nicht weit von besagter Aldi-Filiale befindet sich übrigens in der Balanstraße 188 mit einem sehr großen Parkplatz ein Lidl.

Titelbild: Beispielfoto

 

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