Wer oder was ist das Ich eigentlich?

Hier (unten) ein interessanter Spot aus dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen, etwa 6 Minuten lang. Es geht darin um die Frage, wer das Ich überhaupt ist.

Wir Menschen sind aus etwa 80 Milliarden Körperzellen zusammengesetzt, von denen jede Körperzelle wieder aus tausenden kleiner Einzelteile besteht. Die meisten dieser Zellen werden im Laufe unseres Lebens immer wieder durch andere ersetzt. Wie kann es dann sein, dass wir uns als ein Ich empfinden?

Kurz vorweg, die Frage kann in dem Spot natürlich nicht gelöst werden. Es geht letztlich eigentlich mehr darum, das Problembewusstsein für dieses Thema zu wecken.

Ich erinnere in dieser Hinsicht aber kurz an einem Vortrag des Philosophieprofessors Markus Gabriel über sein Buch „Ich ist nicht Gehirn“.

In diesem Vortrag bzw Buch geht es darum, die gängige Vorstellung in Frage zu stellen, dass die materialistisch gedachte Welt und die geistige gedachte Welt angeblich zwei verschiedene Entitäten seien. Möglicherweise gibt es nämlich korrekterweise nur eine einzige Entität, in der alles enthalten ist.

Mit einer solchen Vorstellung könnte man zumindest das Geist-Seele-Problem etwas umschiffen, was ja darin besteht, wie denn in einem rein materiell gedachten Gehirn überhaupt etwas Immaterielles wie Bewusstsein existieren kann.

Wenn Sie also nach diesem kurzen Spot etwas tiefer einsteigen möchten, kaufen Sie sich entweder das Buch oder sehen sich das zweite Video an, in dem Professor Markus Gabriel zum Thema referiert.