Zur Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz

Heute werden anlässlich des 75. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz in Berlin Gedenkveranstaltungen abgehalten.

Das Konzentrationslager Auschwitz war von den deutschen Nationalsozialisten unter Adolf Hitler in dem von Deutschland angegriffenen und besetzten Polen errichtet worden. Dort wurden von den Deutschen über eine Millionen Menschen ermordet. Teilweise wurden sie in Gaskammern hingerichtet, teilweise starben sie infolge der schlechten Behandlung und des Hungers. Eine große Anzahl der ermordeten Menschen dort waren Juden. Die russische Rote Armee hatte vor 75 Jahren das Konzentrationslager von den deutschen Nationalsozialisten befreit.

Auch heute ist es wieder ein aktuelles Thema, wie man in Deutschland dem Antisemitismus und dem Rassismus begegnen kann. Rechtspopulistische Parteien wie die AFD, die in Teilen rechtsradikal gefärbt sind, bedienen immer wieder Stereotype, um den Holocaust und die Gräueltaten des Hitlerregimes zu relativieren. So hatte einer der beiden Bundesvorsitzenden der AFD, Alexander Gauland, die Nazi-Diktatur als einen „Vogelschiss“ in der deutschen Geschichte bezeichnet. Als einen „kleinen Klacks“ gewissermaßen. Bei diesem „kleinen Klacks“ kamen weltweit aber mindestens 60 Millionen Menschen zu Tode. Auch der thüringische AFD Politiker Björn Höcke, der dem rechtsextremen Flügel der Partei zugeordnet wird und der ja eigentlich studierter Geschichtslehrer ist, relativierte den Holocaust, als er öffentlich darüber fabulierte, warum sich Berlin denn ein „Denkmal der Schande“, gemeint ist das Holocaust-Mahnmal, unbedingt in die Hauptstadt stellen müsse.

Der Antisemitismus und der Rassismus in Deutschland sind in Teilen wieder auf dem Vormarsch. Tun wir alles dafür, dass derartige Dinge die Auschwitz nie wieder vorkommen. Und das beginnt in Gedanken. Wichtig ist hierbei, dass die Erinnerung an die Untaten den heranwachsenden Generationen vermittelt werden (und dazu gehört natürlich auch, dass die Hauptstadt ein Mahnmal in Bezug auf den Holocaust besitzt), damit die nachwachsenden Generationen die Geschichte nicht noch einmal aus Unwissenheit durchleben müssen und damit sie erkennen können, wenn gewisse politische Gruppen in derartiges rassistisches und antisemitisches Fahrwasser rudern wollen.

Nie wieder – das ist die Devise, die aus ethischer Sicht für Deutschland gilt. Heute, Morgen und nach Möglichkeit für alle Zeit.

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