Wann ist eine Tat eine ethisch gute Tat?

Jemand meint oder möchte vielleicht etwas Gutes, heraus kommt aber etwas Schlechtes.

Gut gemeint ist also nicht unbedingt gut gemacht.

Bei der ethischen Bewertung einer solchen Tat muss man aber dennoch berücksichtigen: gut gemeint ist gut gemeint!

Nach Immanuel Kant ist eine Tat dann ethisch gut, wenn sie zum einen dem kategorischen Imperativ folgt. Diesem folgt sie dann, wenn die Maxime des Willens zugleich zu einer allgemeinen Gesetzgebung werden könnte. In diesem Fall ist man verpflichtet zu dieser Tat (Pflichtethik).

Zum anderen ist sie aber nur dann wirklich ethisch gut, wenn man diesem Prinzip bei Ausführung der Tat auch innerlich zustimmt. Dies ist der Anteil der Gesinnungsethik daran.

Wenn jemand also meint, es ist ethisch gut, Menschen zu helfen, dann kann dies durchaus zurecht zu einem allgemeinen Gesetz werden: Ja, man muss Menschen in Not helfen, immer! (Pflichtethik) Wenn man dann konkret einem Menschen hilft und dies dazu innerlich auch befürwortet, dann ist die Tat eine ethische gute Tat (Anteil der Gesinnungsethik).

4 Gedanken zu “Wann ist eine Tat eine ethisch gute Tat?

  1. Wem die Liebe vertraut
    ist, braucht keine Ethik.

    Theolounge: „nur dann (ist die Tat) wirklich ethisch gut, wenn man diesem Prinzip bei Ausführung der Tat auch innerlich zustimmt.“

    Verhaltensprinzipien und die Ethik werden erst dann
    benötigt, wenn uns die Liebe abhanden gekommen ist.

    Nicht die egoistische Liebe: MEINE Frau, MEINE Kinder, MEIN Besitz, MEIN Land… ist hier gemeint, sondern die Nächstenliebe.

    Die echte Liebe kann man daran erkennen,
    daß sie nichts und Niemanden ausschließt:

    Die Nächstenliebe
    kennt kein Prinzip.

    – Nirmalo

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  2. TheoLounge: „Mag sein“

    Nicht „mag sein“ – Es ist so.

    Wenn du das nicht weißt,
    kennst du die Liebe nicht.

    Wenn du die Liebe nicht kennst,
    wie willst du von „Theo“ wissen?

    Um mit der Nächstenliebe vertraut zu sein, braucht es kein Studium des Immanuel Kant. Dieser hatte seinen Kategorischen Imperativ seinerzeit vom fernöstlichen Konfuzius abgeschrieben:
    https://philosophischereplik.home.blog/2019/04/22/imperativ/

    Zudem hat er dessen weise Worte auf eine niedrigere Ebene des Verstehens der deutschen Intellektuellen herunter gebrochen und ihren geistigen Inhalt… nahezu verstümmelt.

    Alle Prinzipien, Kodizes, Verhaltens-Anweisungen, Gebote…
    gelten nur für Menschen, die aktuell nicht in der Liebe sind.

    – Nirmalo

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