Kaspar, Melchior und Balduin?

Heute ist Dreikönigstag.

Es ist ja heutzutage nicht mehr jeder so bibelfest, dass jedem auffallen würde, dass der letzte der drei Könige eigentlich Balthasar heißt.

In der Bibel ist allerdings nicht von Königen die Rede, sondern von drei weisen Menschen aus dem Morgenland, also aus dem Osten, die zur Geburt Jesu kommen. Sie haben im Gepäck Myrrhe, Weingummi und Gold dabei. Pardon, Weihrauch.

Ihr Auftreten in der Weihnachtsgeschichte soll, ähnlich wie das Auftreten der Engel, die weltgeschichtliche und heilsgeschichtliche Bedeutung der Geburt Jesu verständlich machen. Hier wird nicht einfach nur ein Kind geboren, sondern der im Judentum lange erwartete Messias, der Friedensbringer, so das christliche Verständnis.

Auch, wenn Jesus im Judentum nicht als der Messias gesehen wird und man dort immer noch auf das Erscheinen des Messias‘ wartet, so wird doch in der christlichen Kirche auf diese Sichtweise zurückgegriffen, um zu erklären, wer da zur Welt kommt. Christlich gesehen ist es ein wahrer Mensch, der dort geboren wird, aber sein Leben ist nur richtig zu verstehen, wenn man ihn ihm auch den wahren Gott sieht, der sich da uns Menschen zeigt.

Die orthodoxen Kirchen und die ukrainisch katholische Kirche feiern heute übrigens Weihnachten, weil sie den Termin christlicher Feste nach dem alten julianischen Kalender festlegen.

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