Nachtrag zum Böllerverbot zu Silvester

Wenn man aktuell die Artikel screent, die von üblen Unfällen zu Silvester handeln, davon, dass dem ein oder anderen eine Silvesterrakete ins Gesicht geflogen ist oder irgendein Böller, der so vielleicht nicht auf dem Markt sein dürfte, die Finger oder die Hand abgerissen hat, sieht man das Böllerverbot doch etwas anders.

Wir hatten zu Silvester ja gleich ein paar Schutzengel, obwohl wir in einem Park waren, der keineswegs überfüllt war. Dort standen nur sehr vereinzelt Menschen herum.

Das hinderte aber nicht irgendwelche Leute daran, einen Böller in unsere Richtung zur werfen, der dicht neben meinem Ohr explodierte. Eine halbe Minute lang hatte ich ein hohes Pfeifen auf dem Ohr, es hatte sich dann glücklicherweise wieder verflüchtigt und ich höre wieder normal.

Ein Freund, der mit dabei war, wurde vermutlich von einem Böller getroffen, die Jacke platzte auf, das Innenfutter kam heraus. Das Ganze etwa auf der Höhe der Schulterblätter. Man möchte sich nicht vorstellen, was passiert wäre, wenn dieser Böller neben seinem Gesicht explodiert wäre.

Ein Kind wurde getroffen von herumfliegenden Funken in der Nähe des Gesichts, es passierte glücklicherweise nichts. Und noch jemand wurde von herumfliegenden Funken getroffen, auch hier passierte nichts.

Böllern zu Silvester ist immer dann schön, wenn nichts passiert. Wenn jemand dann aber bleibende Schäden davonträgt, ist er doch ein bisschen konsterniert. Ist es das wirklich wert, auf einem Ohr nichts mehr zu hören, nur um zu Silvester mal schön geknallt zu haben? Klar, man kann sich natürlich sein Leben lang an dieses tolle Knallen erinnern und hat es dann auch immer im Ohr, aber braucht es das?

Wie gesagt, bei mir ist es noch einmal gut gegangen. Und ja, wenn alle Leute verantwortlich böllern würden, würde auch nichts passieren. Aber das machen die Leute nicht.

Und nicht nur Menschen sind verletzt worden in der Silvesternacht. Das Affenhaus im Zoo von Krefeld ist auch abgebrannt über Silvester, vermutlich infolge irgendwelcher Himmelslaternen. Etwa 30 Tiere kamen dabei ums Leben.

Nachbarn von uns hatten das Ganze anders gelöst. Sie waren eingeladen bei einer Familie, die im sechsten Stock wohnt. Von dort aus konnten sie das Feuerwerk über München hervorragend sehen. Mit ihren Kindern sind sie nicht um 12 Uhr nachts in den Park gegangen, sondern schon um 10 Uhr. Haben dort ein bisschen geböllert, ein paar Raketen abgeschossen und dann, als die betrunkenen Leute mit ihren Böllern in die Menge geschmissen hatten, waren sie schon wieder oben in ihrer Wohnung und konnten sicher die Ästhetik des Feuerwerks über München betrachten.

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