Silvester in München. Verbot von Feuerwerkskörpern in Teilen der Altstadt

In Teilen der Altstadt gilt in München in der Silvesternacht von 21 Uhr bis 2 Uhr ein Verbot für das Abfeuern von Feuerwerkskörpern aller Art.

Zuwiderhandlungen werden mit Strafen von bis zu 1000 € geahndet. Auch das mit sich Führen von Feuerwerkskörpern kann in derselben Weise geahndet werden. Es sei denn, es ist glaubhaft zu machen, dass man die Feuerwerkskörper nur dabei hat, um sie an einem anderen, erlaubten Ort abfeuern zu können.

Grund für das Verbot ist die Gefährdungslage. Es gibt zwar manchmal Menschen, die beispielsweise am Marienplatz eine Silvesterrakete abgeschossen haben, die dann waagerecht flog, aber nur, weil die Flasche, die als Startrampe diente, zuvor umgefallen war. Es wurden in den vergangenen Jahren aber auch immer wieder Menschen beobachtet, die bewusst mit Feuerwerkskörpern auf andere Passanten oder sogar Kinder geschossen haben.

Die Gefährdungslage durch derart unverantwortliches Handeln wird von der Polizei als so hoch eingeschätzt, dass nur ein Verbot helfen kann. Menschen, die verantwortungsvoll handelten, würden ohnehin in dichten Menschenmengen, wie man sie in Teilen der Altstadt, beispielsweise eben am Marienplatz, zu Silvester vorfindet, niemals eine Rakete abfeuern. Bei den meisten Menschen verbietet also schon der gesunde Menschenverstand ein solches Verhalten.

Das Verbot gilt auch für Knaller, die ebenfalls schwere Verletzungen hervorrufen können, wenn sie beispielsweise in der Nähe eines Ohres explodieren.

Vor zwei Jahren waren wir etwas außerhalb des mittleren Rings und eine Rakete flog doch tatsächlich waagerecht auf eines der Kinder zu und explodierte dort in der Nähe, der Mantel war teilweise verbrannt und hatte Löcher, das Kind weinte. Wir hatten allerdings Glück im Unglück oder einen großen Schutzengel, denn die Augen blieben unversehrt. An Silvester gibt es nämlich immer wieder auch gefährliche Augenverletzungen aufgrund von Feuerwerkskörpern.

Feiern sollte man also generell so, dass man die anderen Menschen nicht gefährdet. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, aber leider offenbar nicht für alle Menschen selbstverständlich.