Den Klimawandel durch Technik stoppen. Ein vielversprechender Lösungsansatz

Glosse. Besonders von Christian Lindner, FDP, hört man immer wieder die Vorstellung, dem Klimaerwärmung solle man nicht etwa durch eine Einschränkung des Lebensstils begegnen, sondern durch bahnbrechende technische Neuerungen.

Dass das völlig realistisch ist, dieser Meinung ist beispielsweise der Klimaforscher Dr. Kurt Kurowski aus Kiel.

Er hat ein völlig neuartiges Konzept entwickelt, um die Erkenntnisse der Schwarmintelligenz zur Reduzierung der Klimaerwärmung nutzbar zu machen. Seine Idee ist so simpel wie auch neuartig. Spezielle Technik sei dafür jedoch gar nicht notwendig, es müssten aber alle auf der Welt zusammenhelfen.

Wenn man davon ausgeht, dass in den nächsten 300 Jahren durch die Klimaerwärmung die Meere um bis zu 18 m Höhe steigen könnten, liegt es nahe, die Summe des Meerwassers etwas zu reduzieren. Da man aber bei hohen Temperaturen in der Atmosphäre das Meereswasser nicht ohne wieder zu Eisbergen einfrieren kann, muss eine andere Lösung her. Dr. Kurowski möchte dementsprechend jeden Erdenbürger dazu verpflichten, eine gewisse Anzahl von Meereswasser in Flaschen abzufüllen, sodass das Wasser dann in großem Umfang den Meeren entzogen wird. Gedacht wird an etwa 3 Milliarden Flaschen pro Erdbewohner.

Das klinge jetzt erstmal ein bisschen viel, sagt Herr Kurowski, allerdings, wenn wir das alle gemeinsam angehen, können wir es auch stemmen. Man müsse mit der Abfüllung eben schon in der frühen Kindheit beginnen, dann sei das realistisch. Und es könne natürlich sein, dass die Weltbevölkerung in den nächsten 300 Jahren aufs Doppelte ansteigt, so dass jeder Erdenbürger dann nur noch 1,5 Milliarden Flaschen abfüllen müsste.

Auch die Wirtschaft müsse unter diesem ehrgeizigen Vorhaben nicht leiden, ganz im Gegenteil. Für die zahlenmäßig große Abfüllung von Meereswasser würde eine große Zahl von Plastikflaschen (natürlich Mehrwegflaschen) gebraucht werden, die ja auch erstmal produziert werden müssten. Diese abgefüllten Flaschen könne man übrigens klimaneutral als Flaschenpost in all diejenigen Gegenden schwimmen lassen, in denen das Wasser dann in den neu entstehenden Wüsten gebraucht werden würde, so beispielsweise nach Südeuropa, in die USA, Südamerika, Australien und weite Teile Asiens sowie Afrikas.

Dort könne das Wasser, das ganz bequem per Flaschenpost komme, dann am Strand eingesammelt und für die Bewässerung der Felder verwendet werden. Zudem werde durch diese Art des Transports etwas für die Umwelt und Entgiftung Meere getan, weil ja Plastikflaschen im großen Stil aus den Meeren herausgefischt werden würden.

Einzeln sind wir schwach. Aber wenn wir alle zusammenhelfen, können wir es schaffen. Vorsprung durch Technik aus dem Land der Dichter und Denker. So geht Technik. Dann klappt’s auch mit dem Klimaschutz. Wir schaffen das.