Geboren werden, leben, sterben. Worauf es ankommt im Leben

In Deutschland wachsen wir in unserer Kindheit oft in einem sozial einigermaßen guten oder zumindest ausreichenden Milieu auf und zumindest dann, wenn wir nette Eltern haben, tun sie alles dafür, dass wir eine gute Ausbildung bekommen.

Viele Eltern kümmern sich darum, dass wir in der Schule gut mitkommen, das Abitur schaffen, ein Studium absolvieren und dann einen guten Beruf ergreifen können.

Die Jahre in der Kindheit können schön sein, wenn die Eltern und das Umfeld liebevoll sind und dafür sorgen, dass wir auch kreativ sein können, dass wir uns entwickeln können, dass wir Liebe erhalten und spüren, dass wir mit anderen netten Menschen Kontakte und Freundschaften haben können.

Auch die Jugend und das Erwachsenenalter können schön sein.

Was aber viele merken, wenn sie erst einmal erwachsen sind und im Beruf stecken, dass sie ziemlich eingezwängt sind. Eingezwängt in Sachzwänge. Es gilt dann, Geld zu verdienen, um sich einen guten Lebensstil leisten zu können, um ein Auto zu fahren, ein Haus oder eine Wohnung zu kaufen, um sozial nicht abzusteigen, sondern aufzusteigen, um die Rente zu sichern, um eine gute Krankenversicherung zu haben.

Manche Leute finden sich in einem Job wieder, den sie nur widerwillig tun, aus Sachzwängen heraus. Dafür ist die Zeit unseres Lebens aber eigentlich zu wertvoll und zu kurz. Wie kann man über Jahrzehnte hinweg einen Job machen, der einem nichts gibt?

Und plötzlich, wo wir uns dafür so angestrengt haben, dass aus uns etwas wird, sind wir tot. Wir wachen auf und sind gestorben. Wir sind dann ziemlich pikiert und konsterniert uns können es gar nicht verstehen. Er ist eigentlich eine große Unverschämtheit, dieser Tod. Eine Frechheit.

Was wir tun können, und das beginnt schon in ganz jungen Jahren, ist, zu zu verstehen, dass es im Leben auch noch auf etwas anderes ankommt als nur auf ein Funktionieren und ein Arbeiten. Dass es darauf ankommt, auf uns selber zu hören, darauf, was wir wollen, was wir brauchen. Dass wir erkennen, wir brauchen auch immer wieder Ruhe, wir brauchen mitmenschliche Kontakte, wir brauchen die Möglichkeit, derjenige werden zu können, zu dem wir angelegt sind.

Wer dies früh erkennt und umsetzen kann, den darf man sicherlich glücklich schätzen. Leicht ist das nicht unbedingt, aber es nicht zu versuchen, ist noch schwerer.

Fortiter vivamus et sapienter ! Leben wir mutig und weise !

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