Zum Tod von Jimmy. Es ist schon wieder passiert. Tote verabschieden sich.

Wie beginnt man nur so einen Artikel, damit Sie ihn nicht gleich weglegen?

Vielleicht mit meiner Person. Sie kennen mich, wenn Sie diesen Blog hier kennen. Sie wissen, ich albere gerne mal rum, schreibe manchmal satirische Artikel, schaue manchmal mit einem Zwinkern auf die Dinge, aber ich erzähle nichts Unwahres. Zumindest nicht in meinen ernstgemeinten Artikeln wie diesem hier. Und Sie wissen auch, ich bin Theologe und Religionslehrer. Das, was ich Ihnen jetzt berichte, sollten Sie unter diesem Aspekt sehen und lesen.

Unten sehen Sie zwei Laternen, sie unterscheiden sich eigentlich nicht, denn es handelt sich bei beiden um die gleiche Laterne. Nur ihr Zustand unterscheidet sich.

Gestern, am 25.11.2019, gegen 16:15 Uhr hatte ich meinen Unterricht in Religion an einer Schule beende danach bekam ich über eine WhatsApp Gruppe die Info, dass Jimmy an diesem Tag gestorben war.

Ich fuhr nach Hause und auf meinem Weg knipste ich zwei Fotos, weil ich einen Artikel zum Tod von Jimmy schreiben wollte. Einen persönlichen und theologischen Nachruf. Eines dieser Fotos zeigte eine Laterne, die in der Dunkelheit leuchtet. Dieses Foto nahm ich gestern gegen 17 Uhr auf.

Heute gegen 12 Uhr sah ich diese Laterne wieder, aber sie sah eben anders aus, wie Sie unten sehen werden.

Es gibt 7 von diesen Laternen, die in einer Reihe stehen. Eine von ihnen ist nun also verändert. Das dürfte kein Zufall sein, zumal diese Laternen dort seit etwa zwei Jahren, vielleicht auch seit 2,5 Jahren stehen, völlig unverändert bis heute. Innerhalb von 19 Stunden seit Aufnahme des ersten Fotos gestern ist hier also etwas passiert.

Die Laterne von gestern sehen Sie hier. Sie erschien mir als gutes Symbol für den Tod. Drumherum die Dunkelheit, dann aber eine Laterne, die in diese Dunkelheit hinein leuchtet.

Heute Mittag gegen 12 Uhr sah diese Laterne aus wie folgt.

Und nein, ich versichere Ihnen, ich habe diese Laterne nicht umgetreten. Ich habe nichts mit dieser Laterne angestellt. Es ist auch nicht so wichtig, wie dieses Glas nun umgekippt ist, das auf der Laterne sitzt. Wichtig ist die Tatsache, dass es passiert ist. Über zwei Jahre lang passierte es nämlich nicht, denn ich kenne diese Laterne, sie ist die letzte in der Reihe und mein Fahrrad parkt dort immer ein paar Meter entfernt. Dann, innerhalb von 19 Stunden, ist es passiert. In einem zeitlich engen Zusammenhang zum ersten Foto, das ich symbolisch zum Tod von Jimmy gemacht hatte. Das ist kein Zufall.

Jimmy hat sich verabschiedet. Von mir. Und somit auch von Ihnen, weil ich Ihnen davon berichte.

Wenn man über dieses Faktum hinaus, dass die Laterne gestern Abend heile war und nun das Glas verrutscht ist, interpretieren will, könnte diese Interpretation wie folgt aussehen.

Gestern war diese Laterne mit dem Licht innendrin für mich ein Sinnbild für den Tod, das Dunkel um die Laterne herum. In dem Tod aber leuchtete weiterhin das Licht des Lebens. Heute ist um die Laterne herum kein Dunkel mehr, sondern es ist hell. Das Licht des Lebens, das in der Laterne, also im Glas, noch eingesperrt war, konnte das Glas der Laterne verlassen, denn das Glas ist umgekippt und das Licht konnte hinaus. Das Licht hat sein gläsernes Gefängnis verlassen, die Seele hat ihren Körper verlassen. Das Licht der Laterne ist nun eingegangen in das große und alles umfassende Umgebungslicht. Theologisch könnte man interpretieren, die Seele von Jimmy ist nun in Gott.

Wenn Sie mehr zum Thema wissen wollen, lesen Sie auch den anderen Artikel, als ich im Jahr 2008 eine ähnliche Erfahrung gemacht hatte. Ich hatte den Artikel damals so genannt: Tote verabschieden sich von uns.

Jahre später hatte ich interessehalber den Link von diesem Artikel nach Freiburg geschickt, zur sogenannten „parapsychologischen Beratungsstelle“ , die der Universität Freiburg angegliedert ist.

Wochen später meldete sich eine Psychologin bei mir am Telefon und wir sprachen lange über das Thema. Sie berichtete mir, dass ihre Beratungsstelle jedes Jahr unzählige Berichte von derartigen Vorkommnissen von Menschen aus ganz Deutschland erhält. Das, was ich hier wahrgenommen habe, ist kein Zufall. Es ist etwas, das viele Leute erfahren und wahrnehmen, wenn jemand gestorben ist.

Walter von Lucadou, der Gründer dieser Beratungsstelle, würde das, was ich erlebt habe, wohl systemisch bedingt sehen. Zumindest vertrat er bislang die Theorie, dass Leute wie ich Derartiges gewissermaßen durch unsere Gedanken oder Emotionen selbst hervorgerufen hätten. Aber das ist natürlich nur eine Theorie. Seine Theorie.

Als Theologe habe ich eine andere Theorie. Als Theologe bin ich der Meinung, dass nicht ich dieses Phänomen durch Gedankenkraft irgendwie hervorgerufen haben könnte, sondern dass Jimmy sich tatsächlich verabschiedet hat. Und wenn er sich verabschiedet hat, heißt das, dass er lebt. Nicht in unserer Welt, die wir sehen können, aber in einer Dimension, die es offenbar trotzdem gibt.

Es ist bei der ganzen Sache übrigens weniger wichtig, wie dieses Glas von der Laterne nun umgekippt ist. Meinetwegen kann jemand die Laterne gerne angestoßen haben innerhalb dieser 19 Stunden, oder ein extrem starker und spontan aufgetretener Windstoß könnte dafür vordergründig ursächlich gewesen sein. Das Entscheidende an dieser Sache ist, dass es passiert ist. Und dass es innerhalb dieser kurzen Zeit passiert ist. Hier ist ein temporal und kausal sehr enger Zusammenhang. Auf welche Weise dieses Zeichen mir oder unserer Welt vermittelt wurde, ist sekundär. Wichtig ist, dass es dieses Zeichen gibt und dass es in diesem Zusammenhang direkt auftrat.

Jimmy ist tot. Und Jimmy lebt. Beides ist richtig. Gestorben in der für uns wahrnehmbaren Welt. Er lebt in einer anderen Welt. Und das ist keine Fiktion. Das ist eine tiefere Realität. Eine Realität, die hinter der für uns sichtbaren Wirklichkeit steht und existiert.

Die anderen sechs Laternen in der Reihe sehen übrigens so aus, völlig unversehrt und heile: