Star Trek. Ethische Themen im Weltraum

Vielleicht 25 Jahre dürfte diese Folge alt sein, die ich vor kurzem wieder angeschaut habe. Und ich musste zu meinem Erstaunen feststellen, dass ich die Folge noch kannte. Daran merkte ich, wie sehr einen manche Dinge prägen und durchs Leben begleiten.

Es geht in dieser Folge um die sogenannten Binaries.

Das sind Außerirdische, die, wie im binären System, nur richtig oder falsch, nur ja oder nein, nur 0 oder 1 kennen. Sie sind gewissermaßen Lebewesen, die eine schwarz-weiß Sicht haben. Zwischentöne kennen sie nicht.

Sie sind Gast an Bord der Enterprise und nutzen diesen Aufenthalt, und die Enterprise zu stehlen. Dies tun sie, weil irgendwie ihr Heimatplanet in Gefahr ist und zerstört werden könnte. Da sie als Binaries irgendwie mit einem großen Computersystem zusammenhängen, das auf ihrem Planeten installiert ist, ist es für sie überlebenswichtig, dass dieses Computersystem erhalten bleibt.

Sie kapern also die Enterprise, um mit deren Computer als Zwischenspeicher ihren Computer zu retten. Danach geben sie die Enterprise wieder frei.

Captain Picard von der Enterprise fragt sie im Anschluss: Warum habt ihr nicht einfach gefragt?

Sie antworten: you might have said no. Es hätte ja sein können, dass Sie nein sagen.

Und hätte die Enterprise nein gesagt, was Captain Picard natürlich nicht gemacht hätte, dann wäre ihre Existenz beendet gewesen.

Ähnlich, wie in dieser Folge, ist es eigentlich in allen Folgen von „Star Trek next generation“ und auch den anderen Star Trek Serien. Vordergründig geht es um die Entdeckung neuer und unbekannter Welten, hintergründig begegnet man aber immer der Frage, was es bedeutet, Mensch zu sein. Wie soll man sich ethisch korrekt verhalten im Angesicht einer Dilemmasituation?

Das macht Star Trek so viele Menschen so attraktiv. Denn gegenwärtige sowie zeitlose ethische Fragen werde in die Zukunft projiziert und dort durchgespielt.