3 Milliarden Einwegbecher jährlich

In Deutschland hat man offensichtlich Gefallen daran gefunden, seinen Coffee-to-go möglichst oft zu kaufen und zu trinken, natürlich immer im Einwegbecher.

Deswegen ist es offensichtlich so, dass für diesen kulinarischen Genuss und für weitere ähnliche Genüsse in Deutschland jedes Jahr etwa drei Milliarden Einwegbecher verwendet und weggeworfen werden.

Das ist schade. Denn eigentlich könnte man damit auch einen großen Turm bis zum Mond bauen. 384.000 km beträgt die Entfernung zwischen Erde und Mond. Und nimmt man einmal an, dass von zwei Bechern, die ineinander gestapelt sind, 1 cm an Höhe übrig bleibt, könnte man, sofern ich richtig gerechnet habe, in etwa 7,8 Jahren diesen Turm gebaut haben. Es sei denn, die Deutschen würden ihren Konsum von Einwegbechern etwas erhöhen, dann ginge es natürlich auch schneller.

Allen anderen, die an diesem Projekt nicht mitmachen möchten, sei allerdings angeraten, lieber einen wiederverwendbaren Becher zu verwenden, der Umwelt zuliebe. Und ja, um dieses Projekt wirklich realisieren zu können, müsste man vorher wohl auch noch sicherstellen, dass die Erde und der Mond, die ja aktuell mit ziemlicher Geschwindigkeit im Weltall unterwegs sind und irgendwelche elliptischen Bahnen vollziehen und sich zudem um die eigene Achse drehen, erstmal an einem Ort bleiben müssten. Aber das könnte der Bundestag ja beschließen.

Deutschland ist aktuell also nicht mehr so sehr das Land der Dichter und Denker und der Erfinder, sondern das Land der Einwegbecher. Und es könnte, wenn wir alle kräftig mittrinken, auch das erste Land werden, das einen Turm aus Einwegbechern bis zum Mond besitzt. Alle würden uns bewundern. Und es wäre nicht mehr diese zweifelhafte Bewunderung, weil die Deutschen so toll irgendwelche Weltkriege beginnen können, sondern eine Bewunderung wegen durchaus sinnvoller Projekte, nämlich Türmen aus Einwegbechern bis zum Monden. Make Einwegbecher-Türme great again!