„Gott gibt es nicht!“ Oder doch?

Manchen Atheisten ist die Sache einfach egal. Sie sind Atheist, weil sie an nichts wirklich glauben.

Andererseits, wenn man genauer nachfragt, haben sie doch einen gewissen Glauben an verschiedene Dinge im Leben. Nur eben nicht an einen Gott. An eine gewisse mystische Weltsicht jedoch glauben sie vielleicht aber schon. Oder an irgendetwas, was es da noch geben könnte, was dann einem Gott vielleicht doch wieder etwas nahe kommt, auch, wenn sie es so nicht benennen würden.

Der britische Zoologe Richard Dawkins gehört nicht zu dem moderaten Atheisten, sondern zu den fundamentalistischen. Sie glauben, die Menschen missionieren zu müssen dahingehend, das nun jeder erkennen solle, Gott gebe es ja gar nicht.

Richard Dawkins machte mit bei einer atheistischen Werbekampagne, in welcher Plakate auf Busse geklebt wurden, die dann durch Städte in Großbritannien fuhren. Auf den Plakaten standen Dinge wie: „Es gibt mit an sicherlich grenzender Wahrscheinlichkeit keinen Gott. Drum macht euch keine Sorgen und genießt euer Leben!“

Weshalb man aber nicht ebenso gut an Gott glauben kann und trotzdem sein sorgenfreies Leben genießen kann, ist unklar. Zumindest für Dawkins. Er argumentiert aus seiner Sicht heraus, die aber nicht die Sicht vieler Menschen ist, was ihm offenbar nicht ganz klar ist.

Dawkins hält Gott für eine sehr unwahrscheinliche Hypothese.

Auch, wenn die folgende Argumentation nun immer nur auf einen Patt hinauslaufen kann, kann man trotzdem wie folgt mit ein paar Gegenbeispielen antworten.

Der Urknall ist auch eine sehr unwahrscheinliche Hypothese. Also die Annahme, dass aus Nichts plötzlich alles entstanden ist.

Die Evolution ist ebenfalls eine große Ungeheuerlichkeit und ein unglaubliches Wunder. Aus kleinsten Molekülen setzen sich größte Lebewesen zusammen, die aus 80 oder 100 Billionen Körperzellen bestehen, wie der Mensch, oder auch aus noch mehr Körperzellen (Elefant, Giraffe, Blauwal).

Das Bewusstsein ist auch eine äußerst unwahrscheinliche Hypothese, dass nämlich aus diesen kleinsten Molekülen, die sich zu 100 Billionen Körperzellen und mehr organisieren und zusammensetzen, dann plötzlich noch etwas entstehen soll, was komplett über das Materielle hinaus wächst, das Bewusstsein nämlich.

Ich sagte ja schon, das Ganze endet mit einem Patt. Man kann weder Gott beweisen, noch kann man ihn widerlegen. Es bleibt eine Glaubenssache.

Ich jedoch würde es für wesentlich wahrscheinlicher halten, von der Existenz Gottes auszugehen. Um in Anlehnung an Dawkins auf seine These zu antworten: mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit existiert Gott!