Irgendwer kritisiert immer irgendwas

Da könnte man glauben, in Deutschland sei die Verkehrspolitik doch auf einer ganz guten Linie momentan.

VW investiert massiv in die Elektromobilität, in den nächsten zwei Jahren sollen 50.000 Ladestationen für Elektroautos geschaffen werden, es soll eine teils staatlich finanzierte Prämie von 6000 € beim Kauf von Elektroautos gezahlt werden.

Da melden sich aber doch gleich wieder Politiker, die meinen, das sei alles nicht ambitioniert genug und man hätte das ja viel besser machen können.

Gleichzeitig melden sich natürlich auch Politiker, denen das alles zu weit geht und die lieber beim Verbrennungsmotor bleiben würden, weil es den menschengemachten Klimawandel ja angeblich überhaupt nicht gebe.

Und dann gibt es noch die Masse der Leute, die bestenfalls die eine oder andere Position wohlwollend abnicken, oder denen schlechtestenfalls alles ziemlich Wurst und egal ist.

So ist das in der Demokratie. Denn Demokratie bedeutet das Ringen um einen Konsens. Und ein Konsens ist immer eine Entscheidung, aus der jeder hinausgeht und sagt, naja, okay, passt so einigermaßen, auch wenn ich nicht zu 100% das bekommen habe, was ich persönlich will. Das ist aber auch die Stärke der Demokratie. Dass die Mehrheitsverhältnisse entscheiden, so dass jede Stimme gleich und entsprechend wichtig ist und gewürdigt wird.

Man braucht sich also nicht zu viel denken, wenn bei der einen oder anderen politischen Entscheidung sofort Kritiker auf den Plan treten, ebenso wie Befürworter. Denn es wird sie immer geben, beide. Im privaten Bereich übrigens auch. Das ist das Wesen der Demokratie, das ist das Wesen der Gesellschaft, das ist das Wesen der Menschheit und das Wesen der Menschen.