Die Schere

In Deutschland hört und liest man ja immer mal wieder, dass die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander geht.

Hier ist sie also, die Schere zwischen Arm und Reich. Ich konnte zufällig ein Bild von ihr machen. Damit sich nun jeder etwas unter ihr vorstellen kann.

Wenn Sie demnächst also mal wieder etwas über das Thema lesen oder hören, haben Sie nun die erforderlichen Hintergrundinformationen und können weise und tiefsinnig lächelnd in die Diskussion einsteigen. Und Sie haben sie ja nun gesehen, die Schere.

Jetzt müsste man sie nur wieder ein wenig zumachen, damit sie nicht immer weiter aufgeht. Die Schere. Aber danach sieht es aktuell wohl nicht aus, weder in Deutschland noch weltweit. Traurig. Und sozialpolitischer Sprengstoff für die nächsten Jahre und Jahrzehnte. Denn entweder investiert man in Polizei und Gefängnisse, oder man investiert in soziale Gerechtigkeit. Wo es sozial gerecht zugeht, dürfte nämlich die Kriminalitätsrate von Haus aus eher gering sein und bleiben. Dann braucht man auch weniger Polizei und weniger Gefängnisse. As you like it.

Und nein, es ist übrigens keine Gesetzmäßigkeit, dass die soziale Schere von selbst und völlig autonom sich immer weiter öffnen müsste. Sie tut von alleine nämlich gar nichts, die Schere. Handeln muss die Politik. Damit die BürgerInnen, auch die WeltbürgerInnen, morgen in einer Welt leben können, die sicher ist, weil sie nämlich gerecht ist. Gerechtigkeit schafft Sicherheit. Wenn jeder genug hat zum Leben, kann man auch den Nachbarn ruhig leben lassen. Der Neid muss dann draußen bleiben, hohe Kriminalitätsraten ebenfalls. Eine gerechte Sozialpolitik ist die beste Sicherheitspolitik.

17 Gedanken zu “Die Schere

  1. Wenn es aber jemand unter euch
    an Weisheit mangelt, so erbitte
    er sie von Gott, der allen gern und
    ohne Vorwurf gibt, so wird sie ihm
    gegeben werden.

    – Jakobus 1.5

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  2. Es ist nicht tragisch, wenn wir etwas in die Welt setzen, das nicht gut ist. Die Frage ist: War es das Beste, zu dem ich imstande bin?

    Jeder kann nur sein Bestes geben. Mehr ist nicht möglich.

    Aber immerhin:
    Das ist möglich.

    – – –

    Mr. X: „Damit die BürgerInnen, auch die WeltbürgerInnen, morgen in einer Welt leben können, die sicher ist, weil sie nämlich gerecht ist.“

    Das klingt plausibel. Aber es wird nicht gelingen, wenn wir keine Liebe einbringen, bzw. uns nicht in die hohe Frequenz der Liebe eintunen.

    Ja, die Güter sind da, die Logistik ist da, das Ingenieurswesen ist da, die Wissenschaft ist da, die Sicherheit kann installiert werden… Was noch fehlt, ist die Herzenswärme.

    Ein zauberhaftes 🍁
    Herbst-Wochenende
    wünscht Nirmalo

    Gefällt 1 Person

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