Die gnädige Winterzeitumstellung. Wie jung wir auf einmal sind!

Heute Nacht von Samstag auf Sonntag wird um 3 Uhr die Uhr auf 2 Uhr gestellt.

Wir werden also alle kollektiv eine Stunde jünger. Ach, wenn doch jeden Tag Winterzeitumstellung wäre!

Was sind wir doch froh, dass es die Zeitumstellung noch gibt! Zumindest so lange, bis die Sommerzeit dann kommt.

Insgesamt gäbe es natürlich mehrere Möglichkeiten, ganze Generationen zu verjüngen. Zumindest semantisch. Würde es gelingen, gigantische Bremssegel in der äußeren Atmosphäre der Erde anzubringen, sodass die Erdrotation sich etwas verlangsamen würde und – sagen wir mal – die Erde künftig nicht mehr 24 Stunden sondern 25 Stunden brauchen würde für einen Tag, wären, wenn man dies rückwirkend so rechnen wollte, seit unserer Geburt natürlich viel weniger Tage vergangen, als bei einem 24 Stunden Rhythmus. Wir wären dann heute vielleicht nicht 50 Jahre alt, sondern 45. Vielleicht könnten Klimaforscher auch diesbezüglich mal ein paar Konzepte entwickeln.

Oder man löst das Ganze einfach rein semantisch und definiert, dass ein Jahr nicht mehr 365 Tage hat, sondern 730, also doppelt so viel Tage, wie bisher. Wenn jemand dann nach bisheriger Rechnung 50 Jahre alt wäre, wäre er nach der neuen Rechnung erst 25 Jahre alt. Was dies für eine Entlastung für die Rentenversicherung bedeuten würde! Und wie gesund die gesamte Menschheit auf einmal wäre! Dabei wäre der Aufwand denkbar gering.

Naja, gut, dumm wäre natürlich, dass einer, der nun 30 Jahre alt ist und nach seinem Studium gerade die ersten Jahre im Beruf hinter sich hat, dann mit einem Schlag wieder 15 wäre und noch ein paar Jahre die Schulbank drücken müsste. Allerdings müsste man dieses Opfer wohl in Kauf nehmen, um die Gesundheit und Lebensqualität der gesamten Welt zu verbessern.

Aber um derlei nützliche und visionäre gesellschaftliche Visionen kümmern sich Politiker natürlich mal wieder überhaupt nicht. Danke Merkel. (Die ist doch immer schuld, oder?)