Die Entwicklung der Weltbevölkerung und der Klimawandel

Schaut man ins Jahr 1960, so lebten damals 3,032 Milliarden Menschen. 2017, 57 Jahre später, waren es 7,53 Milliarden. Denken wir noch einmal ca. 60 Jahre weiter, dann könnten es bei ähnlicher Wachstumsrate 15 Milliarden sein.

Heute benötigen wir Hochleistungslandwirtschaft, um die vielen Menschen weltweit ernähren zu können. Jeder Mensch ist zudem dafür verantwortlich, dass eine ganze Menge CO2 in die Atmosphäre emittiert wird, weil jeder Mensch z.B. auf Nahrung angewiesen ist. Die Produktion von Nahrung verursacht CO2. Der Verkehr, auf den viele Menschen angewiesen sind, verursacht CO2. Die Herstellung von Häusern, Infrastruktur, Kleidung usw. versursacht CO2.

Man braucht nun also kein Prophet zu sein, um zu erkennen, dass eine Zunahme der Weltbevölkerung den menschengemachten Klimawandel weiter verschärfen dürfte.

Nun kann es nicht angehen, den Menschen zu verbieten, Kinder zu bekommen. Auch aus christlicher Sicht findet sich ja zu Beginn der Bibel, in der Genesis, die Aufforderung: Seid fruchtbar und mehret euch ! Der Mensch ist also darauf angelegt, sich zu vermehren.

Allerdings wäre ein Umdenken dahingehen wohl nötig, dass man die Vermehrung in einem für das Klima verantwortlichen Rahmen versteht. Wenn ein Ehepaar zwei Kinder bekommt, sollte die Gesamtbevölkerung wohl in etwas gleich bleiben oder aufgrund der Sterberate vielleicht etwas abnehmen. Vielleicht könnte man auch drei Kinder bekommen. Wenn man aber im Durchschnitt weit mehr als diese zwei bis drei Kinder bekommt, dürfte sich die Klimaproblematik verschärfen. Und eine Verschärfung der Klimaproblematik bringt extreme Wetterphänomene mit sich, die Ernten zerstören, die ganze Regionen auf der Welt unbewohnbar machen. Dadurch wird sich eine Nahrungsmittelkappheit ergeben.

Es wäre also Aufklärung in Bezug auf die Anzahl von Kindern, die man bekoimmen will, nötig, freiwillige und an die Vernunft appellierende Aufklärung. In Ländern, in denen auch heute noch eine große Anzahl von Kindern nötig ist, um die alt werdenden Eltern im Alter zu unterstützen, müssten Sozialsysteme aufgebaut werden, um diese Rolle zu übernehmen. Wer sich im Alter versorgt weiß, braucht nicht mehr so viele Kinder zu bekommen, um im Alter überleben zu können.

Es gibt also eine Menge zu tun, um das Klima zu schützen und zu retten. Und es sind mitunter Maßnahmen, die ein Umdenken ganzer Bevölkerungsteile in freiwilliger Vernunft erfordern und die zudem eher langfristig angelegt sind. Wenn aktuell die CO2-Emittionen aus Verkehr und Industrie verringert werden sollen, ist das sicher ein beherzter Anfang. Aber er allein wird womöglich nicht reichen.