Menschen mit Zerstörungswut

Es gibt in Deutschland Menschen, die glauben, sie dürften beispielsweise E-Scooter einfach umtreten, weil sie ihnen vermeintlich im Weg stehen oder weil sie angeblich falsch abgestellt seien.

Aber selbst, wenn diese Roller überhaupt nicht im Weg stehen wie auf diesem Bild, haben diese Leute kein Problem damit, das Eigentum anderer Menschen zu zerstören.

Ein Ausdruck unserer Gesellschaft heute. Nicht ein Ausdruck für alle Menschen natürlich, aber doch eine Tendenz, die irgendwo bedenklich ist. Denn ich sehe derartiges nicht das erste Mal.

Wenn jemand das Fahrrad dieser Leute, die hier E-Scooter umtreten, ebenfalls umtreten würde, wären sie vermutlich einem Herzinfarkt nahe und würden zu cholerischer Schnappatmung übergehen und nach der Polizei rufen. Aber nur, wenn es um die eigenen Gegenstände geht. Versteht sich. gilt in den Gedanken dieser Menschen natürlich nicht für das Eigentum anderer Menschen.

Wie war doch gleich ein neutestamentlicher Gedanke? Ach ja, liebe deinen Nächsten, also deine Mitmenschen. Dazu gehört eigentlich auch, dass man das, was dem Mitmenschen gehört, respektiert. Denn tut man das nicht, heißt das etwas weiter gedacht, dass man ihn und seine Entfaltungsmöglichkeiten ebenfalls nicht respektiert. Denn Eigentum gewährt dem Menschen die Möglichkeit, sein Leben in eigener Entfaltung zu leben. Wer also das Eigentum anderer Leute mutwillig beschädigt, achtet dessen Rechte nicht in gleicher Weise wie die eigenen.

Eine üble gesellschaftliche Entwicklung. Und eine bedenkliche.

Denken wir spaßeshalber mal in Richtung einer gesellschaftlichen und auch ethisch christlichen Utopie. Nehmen wir an, jeder würde seinen Mitmenschen so respektieren, als würde sich im Nächsten ein Ebenbild Gottes zeigen. Das hieße, dass man seinen Mitmenschen, also seinen Nächsten, lieben und schätzen und respektieren würde. Und dass man sogar die eigenen Feinde lieben und schätzen und respektieren würde. Und das hieße im aktuellen Fall, dass niemand mehr sein Fahrrad, sein Motorrad, sein Auto, seine Wohnung, sein Haus absperren müsste, weil er wüsste, dass jeder die Grenzen des Anderen respektiert. Das wäre doch mal was. Aber es ist eine Utopie. Schade eigentlich.

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