Das Leben ist ein Kreisverkehr

Psychologisch gesehen scheint bei Kreisverkehren erstmal alles klar zu sein. Zumindest aus Sicht der Autofahrer.

Sie fahren nämlich vorsichtiger, wenn sie nicht etwa ein Vorfahrtsschild haben, auf dessen Gültigkeit sie sich automatisch verlassen können, sondern achten im Kreisverkehr darauf, dass ihnen nicht rechts einer ins Auto fährt.

Über die Psychologie von Kreisverkehren ist andererseits auch wenig bekannt. Das Navi sagt mir beispielsweise: „Im Kreisverkehr die dritte Abfahrt!“ Schnell rein in den Kreisverkehr und gleich wieder raus.

Wie geht es aber dem Kreisverkehr damit? Psychologisch gesehen ist das verheerend. Denn Kreisverkehre sind einerseits sehr beliebt, weil dauernd irgendeiner durch sie hindurch fährt. Sie sind praktisch nie alleine. Jede Minute eine Ankunft. Aber genauso schnell auch wieder jemand, der den Kreisverkehr verlässt. Es ist ein dauerndes Kommen und Gehen.

Und so sind Kreisverkehre zumindest in dieser Hinsicht möglicherweise eine Metapher fürs Leben. Andauerndes Kommen und Gehen. Die einen betreten das Leben, die anderen gehen hinaus. Und in der Mitte geht es rund.