Die bescheuerte Situation des Andreas Scheuer

Manchmal dürfte sich der aktuelle deutsche Bundesverkehrsminister, Andreas Scheuer, wünschen, doch lieber weiterhin Realschullehrer geblieben zu sein.

Als Lehrer hat man nämlich immer recht, zumindest vormittags, als Politiker nur selten.

Herrn Scheuer wird nämlich gerade zur Last gelegt, milliardenschwere Verträge mit zwei Unternehmen im Auftrag des Staates abgeschlossen zu haben. Diese Unternehmen sollten die sogenannte Ausländermaut eintreiben. Dummerweise hatte Herr Scheuer die Rechnung ohne den Wirt gemacht, oder zumindest die Verträge unterschrieben, bevor überhaupt Rechtssicherheit bestand. Im Sommer kippte der europäische Gerichtshof die Pläne des Herrn Scheuer, was soviel heißt, dass eine Ausländermaut mit europäischem Recht nicht vereinbar ist. Das bedeutet also das Aus für diese Ausländermaut.

Dummerweise hatte aber Herr Scheuer schon die Verträge abgeschlossen, was bedeutet, dass den beiden vertraglich verpflichteten Firmen nun möglicherweise Schadenersatz in Millionenhöhe zusteht. Bei „Frontal 21“ im ZDF gestern stand eine Zahl von etwa 35 Millionen Euro oder mehr im Raum.

Naja, nicht so schlimm. Zahlt ja die Allgemeinheit. Der Steuerzahler.

Wer war denn der noch mal, der Steuerzahler? Ach so, Sie und ich. Oh, dumm gelaufen. Naja, Herr Scheuer zählt ja auch zu den Steuerzahlern. Da wird er sich aber ganz schön ärgern, wenn er nun für diesen Schaden mitzahlen muss.