Viel zu offensives Product Placement auf Radio Gong?

Auf dem Münchner Radiosender Radio Gong, der allerdings nicht nur in München ausgestrahlt wird, sondern in vielen Städten, hört man seit einiger Zeit morgens immer eine Alexa, die bei irgendwelchen Leuten anruft.

Alexa, dieser Sprachassistent von Amazon. Dabei werden Alexa immer irgendwelche lustigen Sprüche in den Mund gelegt, welche sie dann am Telefon plappert. So richtig lustig ist das Ganze aber trotzdem nicht, viel zu durchschaubar und die Leute, die angerufen werden, sind wohl auch Schauspieler oder zumindest Leute, die vorher eingeweiht worden sind, und keine Menschen, die da spontan tatsächlich einen Telefonanruf bekommen.

Das Ganze dürfte Radio Gong natürlich nicht umsonst und kostenlos machen, sondern hat vermutlich einen Werbevertrag mit Amazon, um Alexa etwas besser zu vermarkten und möglichst jedem die Angst vor solch einem lustigen Sprachassistenten zu nehmen, so dass möglichst jeder in der Folge dann eine Alexa kaufen möge.

Für mich ist das Ganze viel zu durchschaubar, viel zu platt und viel zu oberflächlich. Was halten die eigentlich von ihrem Radiohörern? Nicht allzu viel offensichtlich. Schade, wenn man morgens nach dem Aufstehen das geistige Niveau im Bad zurücklassen und einsperren muss, bevor man im Esszimmer dann Radio Gong einschaltet. Falls man es auf Dauer noch einschaltet.

Nachtrag 9:20 Uhr

Auf Twitter dementierte eben Radio Gong meine Vermutung. Man habe keinen Deal mit Amazon, sondern wolle nur darstellen, wie unzulänglich manche Sprachassistenten seien. Das Ganze sei als Comedy sogar prämiert worden. Ich riet daraufhin Radio Gong, dieses Konzept noch einmal zu überdenken. Denn, so meine Wahrnehmung, es wirkt eben doch wie schlecht gemachtes Product Placement. Aber gut, da hat wohl jeder seine eigene Sicht.