Hebammen unter sich

Wenn Sie irgendwo in Deutschland unterwegs sind und zufällig eine Hebamme sehen, dann laufen Sie schnell hinterher. Denn Hebammen bekommen Sie hierzulande nur noch ganz selten zu Gesicht.

Der Grund dafür ist, dass deren Versicherung immer teurer wurde, sodass sich für viele Hebammen der Beruf einfach nicht mehr rentiert hat.

Andererseits lieben die Deutschen es, wenn sie beispielsweise krank sind oder medizinische Unterstützung brauchen, sagen wir mal, wenn sie beispielsweise ein Kind bekommen, dass sie dann bestmöglich aufgehoben sind. Dafür möchten sie aber nur minimal wenig Geld bezahlen. Nun muss man natürlich ein ziemlich scharfer Denker sein, um festzustellen, dass beide Ansprüche ein klein wenig konträr gelagert sind.

Drum ist der neueste Vorstoß der Politik vielleicht ein Ausweg. Denn künftig müssen Hebammen in Deutschland ein Studium absolvieren, damit sie dann Kinder zur Welt bringen können. Das ist schön, weil sie dann beispielsweise der Mutter, für die eine Geburt ja nicht ganz unstressig ist, beispielsweise Platon rezitieren oder mit ihr ein wenig über die Erkenntnistheorie plaudern können. Dann macht es auch nichts, wenn es zu wenige Hebammen gibt, denn Qualität geht natürlich vor Quantität. Und wenn man gut unterhalten wird bei der Geburt, dann klappt’s auch mit dem Kinderkriegen. So einfach ist das.

Ach ja, da wäre dann ja noch die teure Versicherung. Aber das ist eine andere Geschichte.

 

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