Gedenktag zum 11. September 2001

Heute vor 18 Jahren in den frühen Morgenstunden flogen, gesteuert von Terroristen, zwei entführte Flugzeuge nacheinander in die Hochhäuser des world trade centers in New York. Ein weiteres flog ins Pentagon.

In den USA wird heute dieser Anschläge mit Gedenkminuten und weiteren Feierlichkeiten gedacht, die die USA, aber auch viele Länder auf der Welt bis heute nachhaltig erschüttert und deren Politik geprägt haben.

Verantwortlich für diese Attentate wird das Terrornetzwerk Al Kaida gemacht, dem als führender Kopf Osama bin Laden vorstand, welcher unter der Obama-Regierung gezielt aufgespürt und getötet wurde. Osama bin Laden hatte Unterschlupf in Afghanistan bei den radikalen Taliban gefunden, was den Einmarsch von US Truppen in Afghanistan zur Folge hatte sowie anderer Verbündeter. Auch die deutsche Bundeswehr ist heute noch mit einem kleinen Kontingent in Afghanistan vertreten.

Kürzlich wollte Donald Trump Anführer der radikalen Taliban in die USA nach Camp David zu Gesprächen einladen, um darüber eine Vereinbarung zu treffen, dass bei einem möglichen Abzug der US Truppen aus Afghanistan die Taliban im Gegenzug dafür sorgen würden, dass keine Terrorgruppen dort jemals wieder Unterschlupf finden würden. Dieser Gedanke, Anführer der radikalen Taliban in die USA einzuladen, wird kontrovers gesehen. Offenbar hat damit auch die Entlassung des Sicherheitsberaters im Weißen Haus, John Bolton, zu tun, der dies strikt abgelehnt hatte. Der Rücktritt oder die Entlassung von Herrn Bolton wird andererseits in der Presse als Hoffnung für einen liberaleren Kurs der US-Regierung wahrgenommen, weil Herr Bolten als militärischer Hardliner gesehen wurde.

Heute Nacht schlug eine Rakete auf dem Botschaftsgelände der USA in der Nähe des NATO-Hauptquartiers in Afghanistan ein, pünktlich zum Gedenktag an den 11. September 2001, bei dem die oben genannten Attentate stattfanden. Damit dürfte eigentlich die Idee, radikale Taliban in die USA einzuladen, auch schon wieder Geschichte sein. Zudem ist ohnehin unklar, ob mit derartigen Anführen nachhaltige und vertrauenswürdige Abmachungen überhaupt zu schließen wären.

Leute wie Jürgen Todenhöfer weisen immer mal wieder darauf hin, dass islamistischem Terror angeblich militärische Aggressionen von westlichen Regierungen vorausgegangen seien und der Terrorismus quasi eine Folge davon sei. Ob das stimmt, ist fraglich. Was auf jeden Fall klar sein sollte, ist, dass Terror niemals eine Antwort auf irgendetwas sein kann und darf, zumal Terror immer unschuldige Menschen als Verhandlungsmasse nimmt.

Auch, wenn die hohen ethischen Forderungen der Bergpredigt Jesu, die im Matthäus-Evangelium steht, wohl kaum von jemandem wirklich erfüllt werden können, sollten sie nach wie vor als ethische Messlatte gelten. Liebe deine Feinde, heißt es da. Der Trick bei der Feindesliebe ist, dass der, der seine Feinde liebt oder sich zumindest darum bemüht, sie besser zu verstehen, so dass er sie vielleicht ansatzweise lieben könnte, damit seine Feinde zu einer Art Freunden gemacht hat. So verschwinden Feinde, weil sich die innere Einstellung ändert. Aber ja, das ist schwer, manchmal sogar unmöglich. Dennoch sollte diese Messlatte nach wie vor eine sein, nach der man strebt.

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