Born on the fourth of September

Ich bin zwar nicht am fourth of July, dem US-amerikanischen Unabhängigkeitstag, geboren, aber auf den Tag genau zwei Monate später. Vor 49 Jahren.

Damit habe ich noch kein halbes Jahrhundert vollendet, plane aber mit Gottes Segen, mindestens noch ein halbes Jahrhundert dranzuhängen. Das wäre doch was.

Ich danke an diesem für mich besonderen Tag Gott für all seine Güte und Gnade und dass er mich durch all die schweren Zeiten in meinem Leben hindurch begleitet hat und mir andererseits seinen Segen und seine Gnade für all die guten Zeiten gegeben hat und gibt und das Leben so gut gemacht hat. Wie wohl die meisten Menschen, die ein gewisses Alter haben, wissen, gibt es nämlich neben den guten Zeiten auch die schlechten. Für meine mir von Gott geschenkte Lebenszeit, ganz besonders aber für all die guten Zeiten bin ich Gott sehr dankbar und genieße sie von Herzen. Und mindestens genauso dankbar bin ich für all die liebevollen und wertvollen Menschen, die Gott mir auf meinem Lebensweg mitgegeben hat. Und es gibt glücklicherweise so viele von ihnen.

Wir, die wir in den 70er Jahren geboren wurden, haben ja schon so einiges erlebt. Unsere Eltern fuhren mit uns vornehmlich nach Italien, gerne auch mal zum Zelten. In der Grundschule und noch etwas darüber hinaus hatte man sich daran gewöhnt, dass freitags um 12 Uhr immer die Test-Sirenen im ganzen Lande heulten, für den Fall, dass die Russen kommen würden, was man damals überhaupt nicht für ausgeschlossen hielt. Die Autos in meiner Jugend waren eckig, BMWs waren hässlicher als sie es heute sind, auch, wenn sie heute immer noch nicht so wirklich hübsch sind. Einzig hübsch und zeitlos schön war der Citroen DS, der eigentlich aus den 50er Jahren stammt in seiner ursprünglichen Form. Der Citroen CX war auch nicht schlecht, danach kam dann aber nicht mehr viel Gutes. Ach ja, die Ente, den deux chevaux, also den 2CV, gab es ja auch noch als zeitlosen Designklassiker. Wir hatten mal eine alte Ente, mein Vater hatte irgendwie die Batterie aus welchen Gründen auch immer im Fussraum untergebracht, übergangsweise, sie war aber umgefallen und das Auto hatte zu brennen begonnen. Zwei alte Citroen DS hatten wir auch, einer war aber schon derart in die Jahre gekommen, dass die hinteren beiden Türen, wo eigentlich die Kinder saßen, zeitweise mit einem Draht zusammengehalten wurden, bevor man sie dann repariert hatte. Ach ja, und dieser Citroen konnte mit seiner Hydraulik hochgebockt werden, ich erinnere mich daran, dass wir in Italien auf diese Art einmal durch ein Flussbett fahren mussten, welches ursprünglich eine Straße gewesen und dann aber überflutet worden war.

Dann gab es noch die 80er Jahre, wo man in den Sommerferien beispielsweise „Daktari“, den Dschungelarzt, sah und immer sehr traurig war, wenn eine Folge von „Captain Future“ wieder vorbei war, denn es würde eine weitere Woche dauern, bis man die Fortsetzung sehen konnte.

Zwischen 1980 und 1990 stieg meine Generation, vornehmend wenn sie männlich war, dann ins Computerzeitalter ein mit dem Commodore 64. Dieser bot einem neben dem gerade erwachenden Interesse für Mädchen ein Interesse am Programmieren und Computerspielen an, so dass beides für eine gewisse Zeit ein wenig in Konkurrenz miteinander blieb.

Die 90er Jahre lehrten uns dann, dass es neue Musikrichtungen gab, dass die Beatles, die manche Eltern noch hörten, endlich durch Techno und House abgelöst wurden. Welch eine Befreiung. In den 2000er Jahren entwickelte sich die Musik dann noch einmal ein ganzes Stück weiter.

Und nun haben wir 2019 und wenn man zurückblickt, kann man sich fragen, wo all die viele Zeit geblieben ist. Sie steckt in unseren Erinnerungen und prägt uns im Hier und Heute und für die Zukunft. Auf die nächsten 51 Jahre!

 

4 Comments

  1. Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag! Hoffentlich feierst du so, wie es für dich schön ist! Ich denke bei meinem abendlichen McDonald’s-Essen an dich (nein, kein BigMäc)! 🥂

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