Rom: Sitzverbot auf der spanischen Treppe

Auf der spanischen Treppe, einer großen Touristenattraktion in Rom, auf der immer viele Menschen, Italiener wie auch Touristen, sitzen, darf man künftig nicht mehr sitzen.

Setzt man sich dort trotzdem hin, kann das bis zu 400 € kosten, so hörte man gerade im Radio. Die italienischen Polizisten seien zudem mit Trillerpfeifen ausgerüstet, um die Tauben und die dort sitzenden Menschen zu vertreiben.

Kürzlich war die spanische Treppe für 1,5 Millionen Euro renoviert und offenbar von Kaugummis und Rotweinflecken gesäubert worden.

Die Rechnung der Römer geht voll auf, weil man Rotwein ja nur im Sitzen verschütten kann. Auch Kaugummis können unmöglich im Stehen fallen gelassen werden. Insofern eins zu null für die Stadtverwaltung von Rom.

Atmen darf man offenbar noch, wenn man über die Treppe geht, auch darf man weiterhin die Augen offen haben. Interessant wäre allerdings auch der Gedanke, eine Treppenmaut einzuführen oder in der Mitte eine Schranke, an der dann kontrolliert werden könnte, ob jemand Rotwein, Kaugummis oder Flüchtlinge mit dabei hat. Schön wäre auch ein Rechtsgehgebot, was auch eine nicht unpassende Metapher für die aktuelle italienische Politik wäre.