Elftes Gebot: du sollst keine Menschen vor den Zug stoßen

In Frankfurt am Hauptbahnhof ereignete sich gestern Dramatisches. Ein Mann, der aus der in Zürich wohnt und die Staatsbürgerschaft von Eritrea besitzt und selber drei Kinder hat, stieß zuerst eine Frau ins Gleisbett, danach ihren achtjährigen Sohn. Die Frau konnte sich retten, der Sohn wurde einem ICE erfasst und starb. Die Frau steht unter schwerem Schock.

Der Täter wollte daraufhin noch eine 78 jährige Frau ebenfalls ins Gleisbett stoßen, die sich jedoch wehren konnte, sodass sie der Attacke standhielt.

Politiker diskutieren nun die Sicherheitslage. Was sollen sie auch sonst tun? Inwiefern sie bei einem schwer bzw gar nicht von vornherein erkennbarem Einzeltäter präventiv etwas erreichen können, ist völlig unklar.

Denn sind wir mal ehrlich, gegen verrückte Einzeltäter, die vielleicht noch psychopathische oder geisteskranke oder auch nur traumatisierte Züge aufweisen, was man bei einem derartigen Täter zumindest vermuten könnte, kann man eigentlich nicht allzuviel tun.

Bzw, was man tun könnte, ist etwas, das weder die Politiker, noch die Polizei wirklich leisten können, sondern nur man selber. Wenn man an einem Bahnsteig steht, sollte man künftig vielleicht ein wenig mehr Abstand zum Gleisbett einhalten, so lange, bis der Zug auch wirklich gehalten hat. Und man sollte die Augen aufhalten und auf die anderen wartenden Fahrgäste achten. Sollte dort jemand in Bedrängnis kommen, sollte man schnell einschreiten, um derartige Dramen zu verhindern.

Das ist das, was man tun kann. Und das ist das, was auch relativ wirkungsvoll sein dürfte.

Möglicherweise besteht bei der Tat in Frankfurt ein Zusammenhang zu einer rechtsextremen Tat, die vor kurzem begangen wurde. Ein rechtsextremer Deutscher hatte aus einem fahrenden Auto heraus einen Mann aus Eritrea angeschossen, der schwer verletzt worden war.

Gewalt bewirkt meistens Gegengewalt. Und sie trifft meistens unschuldige Opfer. Das macht die Sache so dramatisch.

Und Gewalt, das predigte schon Jesus, ist immer falsch. Wer den Weg der Gewalt geht, hat mit Gott und Menschen meist wenig zu tun.

Kommentar verfassen...(Kommentare, die Links enthalten, müssen auf Freischaltung warten)

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.