Berlin, East Side Gallery

In Berlin gibt es Stellen, an denen die alte Trennmauer zwischen den beiden Staaten, der demokratischen Bundesrepublik Deutschland und der DDR, in der defacto eine Diktatur herrschte, noch steht.

Ein langer Abschnitt davon, die sogenannte East-Side-Gallery, wurde von Künstlern gestaltet und dürfte somit die längste Kunstgalerie der Welt sein, ihre Länge beträgt etwa 1,3 km.

Interessant ist beispielsweise das Gemälde, das Erich Honecker und Leonid Breschnew zeigt, die sich den Bruderkuss geben. Erich Honecker steht für die DDR und war lange Zeit dort der erste Mann im Staat, Breschnew steht seinerseits für die Sowjetunion. Die DDR war durch WarschauerPakt, ein militärisches Bündnis, mit der Sowjetunion eng verzahnt, darüber hinaus auch wirtschaftlich, politisch und ideell. Die tiefere Ironie in diesem Bild „Bruderkuss“ zeigt sich in dem folgenden kleinen Witz ganz gut:

Was ist der Unterschied zwischen Freunden und Brüdern? – Seine Freunde kann man sich aussuchen.

Hier ein paar Impressionen zu einem Teil der East-Side-Gallery. Im Kanal dahinter befindet sich übrigens eine Jugendherberge auf einem schwimmenden Schiff.

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