Das Problem der Klimapolitik

Eigentlich sind sich in mancher Hinsicht alle einig. Keiner mag beispielsweise Hagelkörner, die so groß wie Orangen sind, wie eben erst an der Adriaküste passiert. Keiner möchte solch heftige Stürme, wie eben erst in Griechenland, wo mindestens sechs Leute aufgrund eines Sturmes getötet wurden.

Keiner möchte derart schlimme Wetterkonstellationen als Normalzustand und dauerhaft erleben, was aber der Fall werden könnte, wenn sich das Klima weiter erwärmt. Und danach sieht es ja aktuell aus.

Es gibt zwar ein paar vereinzelte sogenannte Wissenschaftler, die andererseits auch anbieten, Karten zu legen und in einer Kristallkugel zu lesen und die glauben, der Klimawandel sei ja vielleicht nur eine Erfindung der Genderbewegung. Der große Teil der Klimaforscher jedoch ist der Überzeugung, dass die Menschen kräftig mitmischen bei der Erwärmung des Klimas.

Das Problem an der Klimapolitik ist nun, dass in demokratischen Staaten Politiker ja in der Regel nur für ein paar Jahre gewählt werden und dann oftmals mehr Interesse daran haben, wiedergewählt zu werden, als die eigenen Wähler zu verprellen. In Diktaturen könnte sich ein Diktator zwar jahrzehntelang ums Klima kümmern, aber in solchen Ländern hätte man natürlich ganz andere Probleme.

Nun ist es leider so, dass in den Medien seit Anbeginn der Zeiten immer ein gewisser Alarmismus herrschte und herrscht und ein Drama das andere Drama ablöst und jagd. Das zu hat zu einer gewissen Ermattung bei den Lesern und Fernsehzuschauern geführt, sodass viele beim Thema Klimaerwärmung auch diesmal wieder davon ausgehen, dass das Ganze ja so schlimm schon nicht sein und doch sicherlich bald vorbeigegangen sein werde. Das jedoch dürfte diesmal vermutlich ein Trugschluss sein.

Problematisch ist auch, dass wir Menschen alle auf dem gleichen Raumschiff sitzen. Auf dem Raumschiff Erde, das im eiskalten und lebensfeindlichen Weltraum herumfliegt. Problematisch daran ist vor allem, dass die reichen Industrieländer, beispielsweise auch Europa, mächtig Treibhausgase in die Umwelt pusten, weil der eigene Lebensstil es so erfordert, dass aber an anderen Orten auf der Welt, die überhaupt nicht industriell geprägt sind, beispielsweise Inseln bald untergehen, oder dass Landstriche, vielleicht in Arabien oder Afrika, aufgrund der zunehmenden Hitze in Zukunft völlig unbewohnbar sein könnten. Dies würde beispielsweise Europa eine ganze Menge Klimaflüchtlinge bescheren. Und wir wissen ja, wie entspannt die europäischen Länder mit dem Thema Flüchtlinge umgehen können.

Nehmen wir nur einmal das Problem von denjenigen Inseln, die ohnehin sehr nah am Wasser gebaut sind und nicht sehr hoch über den Meeresspiegel hinausragen, die dann aber künftig irgendwann ganz verschwinden dürften. Was tun mit all den Menschen, die dann eigentlich keine Insel mehr haben oder nur eine, auf der sie knietief durchs Wasser waten? Europa könnte sich beispielsweise dumm stellen und sagen, naja, hier regnet es ja auch manchmal und das Wasser stehe hierzulande schon auch mal etwas hoch, so what. Oder man könnte in einem Anfall von Altruismus all diesen Menschen, die dann kein Eiland mehr haben, Rettungswesten schicken, vielleicht sogar Luftmatratzen oder in der Luxusversion Schlauchboote, am besten natürlich von privaten Organisationen bezahlt. Mit denen könnten diese heimatlos gewordenen Inselbewohner dann versuchen, übers Mittelmeer die Route nach Italien zu nehmen, Lampedusa beispielsweise. Und falls sie dort nicht an Land gehen dürften, was ja ein nicht ganz hypothetischer Fall ist, könnten sie auch weiter nach Malta schwimmen, dort habe man ganz gute Erfahrungen gemacht und dort werde es schon klappen. Zudem könnte Europa Schwimmkurse für Klimaflüchtlinge anbieten, um das Ertrinken im Mittelmeer ein für allemal nachhaltig zu unterbinden.

Das Problem an Klimapolitik ist also, dass sie nötig und mittlerweile sogar sehr dringend ist, dass sie aber andererseits den Interessen von Politikern zuwiderläuft, weil diese in der Regel wieder gewählt werden wollen. Wiedergewählt wird man aber nur von einigen verständigen Wählern, von anderen, dem Großteil vermutlich, nicht, sofern der Klimaschutz Geld kostet. Und ja, der Klimaschutz dürfte Geld kosten. Eine ganze Menge sogar. Umsonst ist nur der Tod. Und vielleicht die Klimaerwärmung. Alles andere kostet was.

Das ist das Problem an der Klimapolitik. Und deswegen geht sie so schleichend voran. Aber, wenn man ein bisschen weiter denkt, ist es so, dass die ungebremste Klimaerwärmung auch Geld kosten wird, weil dann durch Hitzeperioden und Dürren und Stürme gewaltige Schäden entstehen. Man steht also eigentlich vor der Entscheidung, ob man nun zum Bremsen der Klimaerwärmung viel Geld in die Hand nimmt, oder später, wenn die Klimaerwärmung fortgeschritten ist, Unmengen an Geld.

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