Die Entdeckung der Langsamkeit

Es ist Montag und manche Leute verfallen bereits jetzt schon wieder einer gewissen Hektik in ihrem beruflichen Alltag. Ist das gut so?

Andere Leute postulieren, man solle doch Eile mit Weile walten lassen und die Dinge etwas ruhiger angehen. Das ist prinzipiell wohl auch sinnvoll, um beispielsweise den gefürchteten Herz-Kreislauf-Krankheiten zu entrinnen, die in den westlichen Industrienationen so viele Menschen dahinraffen.

Soll man es dann so machen wie eine Schnecke?

Auch dieser Rat kann wohl nur bedingt gelten. Denn diese Schnecke, die oben durch das Bild kriecht, kroch vorhin über meinen Weg. Ich fuhr an ihr vorbei, wäre jedoch fast über sie drüber gefahren. Sie hätte vielleicht gerade ihre Langsamkeit entdeckt gehabt, aber diese hätte dann nicht allzu lange gedauert. Insofern kann man es machen wie eine Schnecke, allerdings nicht, wenn man über Straßen kriecht. Und so ist es wohl auch im Leben und im Beruf. Es kommt immer drauf an, wo man gerade entlangkriecht.

Besagte Schnecke habe ich dann übrigens ins Gras gesetzt als Dank für das nette Fotoshooting. Ihr hat die Langsamkeit also nicht geschadet, sondern sie vielmehr gerettet.