Ist Gott die Zeit?

Heute sah ich in einer Dokumentation ein Interview mit einem schon etwas älteren Physikprofessor. Er stellte die These auf: Vielleicht ist Gott die Zeit.

Ohne die Zeit gäbe es überhaupt nichts. Kein Leben und gar nichts wäre denkbar, zumindest aus menschlicher Sicht heraus.

Was würde das heißen?

Das könnte heißen, dass unser ganzes Leben, unsere Erlebnisse, Emotionen, unsere Hoffnungen und Wünsche, aber auch unsere Ängste und unsere Trauer und unsere tiefste Verlassenheit in Gott wäre, vielleicht sogar gespeichert und gesichert für immer. Wir wären nicht verloren, weil wir aus der Zeit nicht herausfallen können und nichts, was wir je erlebt oder getan hätten oder jemals erleben oder tun werden, würde aus Gott hinausfallen.

Interessant ist an diesem Gedanken auch, dass Gott weiterhin transzendent bleibt, obwohl wir mitten in ihm leben. Denn die Zeit können wir nur theoretisch erfassen, obwohl wir mittendrin sind. Tatsächlich fassen können wir sie nicht. Sie bleibt für uns ein Konstrukt, das aber gleichzeitig, obwohl es irreal ist, absolut real ist.

Gott mit der Zeit gleichzusetzen oder zumindest eng in Verbindung zu bringen, ist ein Gedanke, über den es sich sicher noch weiter nachzudenken lohnt.

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