Alle zwei Jahre ein neues Smartphone?

Telefon, Smartphone, Handy

Wie wir vielleicht alle spätestens seit den fridays for future Demonstrationen wissen, sollten wir die Ressourcen der Erde nicht überstrapazieren. Wir sollten die Erde weder durch Treibhausgase zu stark überlasten, so dass das Klima sich erwärmt, noch sollten wir es aber unterstützen, dass wir eigentlich in einer Wegwerfgesellschaft leben.

Aus diesem Grund hatte ich mir mein Smartphone selber gekauft, anstatt einen zweijährigen Vertrag zu nehmen, nach welchem man dann automatisch wieder ein neues Smartphone bekommen hätte. Mein Smartphone war auch ein ganz gutes, ein Nexus 5x von Google. Da ich viel im Internet unterwegs bin, sollte es eines sein, das immer die aktuellen Updates bekommt, was tatsächlich auch geklappt hat. Dieses Smartphone ist meines Erachtens deshalb ziemlich sicher vor äußeren Angriffen, so sicher, wie eben Google ein Smartphone machen kann.

Aber nun ist es 2,5 Jahre alt und es ist mittlerweile auch nicht nur alt, sondern langsam. Und es ist nicht nur langsam, sondern der Speicher ist auch knapp.

Und das ist wohl der Trick in der ganzen Smartphone-Industrie, dass man die Smartphones so baut, dass sie nach zwei bis drei Jahren einfach nicht mehr den aktuellen Anforderungen entsprechen. Was soll man denn mit einem Smartphone machen, bei dem sich immer das System meldet und meint, es habe gleich keinen Speicher mehr zur Verfügung? Und was hat man von einem Smartphone, bei dem man immer nur wartet?

Aus dem System der Wegwerfgesellschaft komme ich, zumindest in der Handy-Sparte, als Privatkunde wohl kaum heraus.

Demnächst werde ich wahrscheinlich trotzdem ein neues Smartphone benötigen. Ärgerlich, aber wahr.

Das Fazit ist dialektisch und lautet:

Aus Gründen des Umweltschutzes braucht man nicht alle zwei Jahre ein neues Smartphone. Aus technischen Gründen braucht man allerdings durchaus alle zwei Jahre ein neues Smartphone.

Kleine Schlussbemerkung am Rande noch: die oben beschriebene Problematik war übrigens auch mit der Grund, weshalb ich mich beim Kauf einer neuen Armbanduhr gegen eine SmartWatch entschieden hatte, die dann vermutlich nach zwei bis drei Jahren ebenfalls dem technischen Untergang geweiht gewesen wäre.