Hongkong und Deutschland

In Hongkong gibt es aktuell große Proteste gegen ein Gesetz, das demnächst beschlossen werden könnte.

Dieses Abschiebungsgesetz sieht vor, dass Tatverdächtige leichter in andere Länder abgeschoben werden könnten. Kritiker befürchten, dass damit Menschen auch leichter nach China abgeschoben werden könnten, das in Bezug auf die Einhaltung der Menschenrechte im Westen ja eher kritisch gesehen wird.

Dabei wäre die Lösung so einfach. Und sie ist rein semantischer Natur. Man braucht dem Abschiebungsgesetz eigentlich nur ein epitheton ornans hinzuzufügen, ein schmückendes Beiwort, und schon funktioniert es und keiner hat mehr ein Problem damit. In Deutschland hat man das schon seit einiger Zeit erkannt und nennt dort ein Gesetz zu einem ähnlichen Thema einfach „geordnetes Abschiebegesetz“.

Des Weiteren gibt es in Deutschland auch noch das sogenannte „starke-Familien-Gesetz“. Hier sieht man einmal, dass Adjektive lange Zeit in der politischen Meinungsfindung völlig vernachlässigt waren.

Für Hongkong würde sich dementsprechend ein „fröhliches Abschiebegesetz“ empfehlen, um die Demonstrationen endlich zur Ruhe kommen zu lassen.

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