Was war noch mal zu Pfingsten?

Viele Leute haben jetzt Pfingstferien, manche nur ein paar Tage, manche sogar Wochen, aber viele wissen auch gar nicht, warum eigentlich.

Nun, irgendwas Christliches vermutlich. Wie fast alle Feiertage in Deutschland. Das ist quasi das, was man dem Christentum verdankt, selbst, wenn man nicht gläubig ist. Dass man Ferien hat, dass man Feiertage hat, die letztlich christlich begründet sind.

Pfingsten ist gewissermaßen die Geburtsstunde der Kirche. Einige Wochen vorher feiert man ja Ostern, wo Jesus Christus grausam von den Römern hingerichtet wird, dann aber einigen Jüngern erscheint, die sich felsenfest sicher sind, dass Jesus nicht im Tod geblieben ist. Eigentlich müssten sie eingeschüchtert von den Repressionen der imperialen Römer, die ihr Land, welches die Römer Palästina nennen, gewaltsam erobert hatten und dort nun den Ton angeben.

Zu Pfingsten aber bricht es in den Jüngern durch, die man fortan Apostel nennt. Sie sind gewissermaßen entflammt von der Idee und der Überzeugung, dass es tatsächlich Gott war, der sich in dem Menschen Jesus Christus auf der Erde gezeigt hat und nichts Geringeres den Menschen mitgeteilt hat, als ein wenig davon, wie er so ist, dieser Gott. Der also auch den Menschen mitgeteilt hat, dass es eine Hoffnung über den körperlichen Tod hinaus gibt. Und der den Menschen ethische Maßstäbe mit auf den Weg gegeben hat, die sich bündeln lassen in dem sogenannten Doppelgebot der Liebe, das Jesus formulierte:

Liebe Gott von ganzem Herzen und deinen Nächsten, also deinen Mitmenschen, wie dich selbst. Die Liebe soll also in drei Richtungen gehen, Gottesliebe, Nächstenliebe und Selbstannahme. Jesus radikalisiert dieses Konzept sogar noch: nicht nur den Nächsten soll man lieben, sondern sogar seine Feinde.

Die Botschaft davon, dass Gott sich den Menschen gezeigt hat, dass es nach dem Tod weitergeht und die Art, wie Menschen miteinander leben sollen, damit sie im Sinne dieses Gottes leben, der alles geschaffen hat, das Universum und jegliche Existenz, entflammt die Apostel derart, dass sie trotz der von den Römern befürchteten Repressionen (diese hatten schließlich die zentrale Figur, Jesus Christus, ermordet) diese gute Botschaft weitererzählen. Und zwar in alle Welt hinaus.

Die Begeisterung für diese Botschaft wird oft dargestellt mit Flammen, die über den Köpfen der Jünger brennen. Sie sind entflammt von und für diese Botschaft, sie sind entflammt von dem Wirken Gottes unter ihnen, welches den Glauben in ihnen bewirkt. Sie sind also entflammt vom Geist Gottes, von der Gegenwart Gottes, von dem sogenannten Heiligen Geist Gottes.

Das ist Pfingsten.

2 Comments

  1. Früher hatte ich auch keine Ahnung, warum wir an Pfingsten frei haben und worum es eigentlich geht…bis zu dem Tag als der Heilige Geist mich selbst entflammt hat! Seit diesem Ereignis weiß ich, dass es nicht nur eine historische Geschichte ist, sondern auch heute noch erfahrbar! Also ich kann nur dazu ermutigen, sich nach Gott und seinem Heiligen Geist auszustrecken! Eine Berührung von Ihm ist das Schönste, was man sich vorstellen kann! 🙂 In diesem Sinne, frohe Pfingsten!

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