Über die Bigotterie in der Kopftuchdebatte

Nachdem nun in österreichischen Grundschulen kleine Mädchen kein Kopftuch mehr tragen dürfen, was sich übrigens nicht gegen Menschen im Generellen richtet, sondern eben nur gegen Mädchen, wird dieses Thema auch in Deutschland diskutiert.

Die Vorsitzende der CDU und mögliche künftige Kanzlerkandidatin, Annegret Kramp-Karrenbauer, abgekürzt AKK, sprach sich bereits auch für ein Kopftuchverbot an deutschen Grundschulen aus, denn dies beeinträchtige ja die Religionsfreiheit angeblich nicht.

In dieser Hinsicht hört man nun Land auf Land ab eine interessante These. Da in der muslimischen Tradition, gegen die sich das Kopftuchverbot ja primär richtet, Mädchen erst ab der Geschlechtsreife ein Kopftuch tragen müssten, sei es ja kein Problem, wenn es an Grundschulen, wo das Alter der Geschlechtsreife ja noch nicht erreicht sei, verboten werde.

Dieses Argument klappt bei näherem Hinsehen allerdings sogleich in sich selbst zusammen. Denn folgt man der Argumentation einmal, dass an Grundschulen das Alter der Geschlechtsreife ja noch nicht erreicht ist und demnach dort auch kein muslimisches Mädchen aufgrund von religiösen Traditionen ein Kopftuch tragen muss, fragt man sich, warum es dann überhaupt ein Kopftuchverbot geben muss.

Genau. Es gibt dann keinen Grund mehr dafür.

Warum sollte es aber dann überhaupt ein Kopftuchverbot geben?

Die Antwort ist, wie meistens: es stehen Wahlen bevor. In diesem Fall die Europawahlen. Und man möchte mit derlei diskriminierenden Äußerungen gegenüber Muslimen, die unter dem Deckmantel der religiösen Befreiung versteckt sind, gegen Rechtspopulisten punkten.

Zu Lasten von Muslimas. Dies scheint Diskriminierung zu sein, weil sich ein Kopftuchverbot ja de facto nicht gegen Jungen und Mädchen gleichermaßen richten würde, sondern einseitig nur gegen Mädchen. Denn welcher Junge trägt schon ein Kopftuch.

Die Sorge bei manchen Menschen, die ein Kopftuchverbot befürworten, dürfte sein, dass sie sich in irgendeiner Weise durch den Islam bedroht fühlen könnten. Einerseits verständlich, weil viele Gewalttaten und terroristische Akte heutzutage Bezug zu einem wohl falsch verstandenen Islam haben. Andererseits völlig irrational, weil die Mehrheit, die absolut große Mehrheit der in Europa lebenden Muslime auch höchste ethische Ziele verfolgen und Gewalt und Terror ablehnen.

An dieser Stelle muss man sagen, dass eine vermeintliche Bedrohung, wie die des Kopftuches, nicht durch die Beseitigung eines Stücks Stoff aus der Welt geschafft wird. Denn Einstellungen von Menschen finden sich in ihrem Inneren wieder, in den Gedanken und der Psyche, aber nicht in einem Stück Stoff. Die Beseitigung des Kopftuches ist deswegen sinnlos, weil das, was einigen Menschen offenbar Angst macht, ja innere Dinge sind, Gedanken. Und nicht das Kopftuch an sich.

Eine Frage bleibt aber noch. Würde also tatsächlich an Grundschulen das Kopftuch auch in Deutschland verboten werden, müsste man fragen, ob Schülerinnen und Schüler denn dann beispielsweise auch noch ein christliches Kreuz an einer Kette um den Hals hängen haben dürften. Und falls nein, ob sich dieses Verbot dann nur gegen die Schülerinnen richten würde, analog zum Kopftuchverbot, oder ob es dann für Mädchen und Jungen gelten würde.

Und weiter müsste man fragen, ob es nicht auch eine religiöse Bevormundung wäre, keine religiösen Symbole tragen zu dürfen, weil man durch das Fehlen und durch das Verbot ja gewissermaßen atheistisch indoktriniert werden könnte.

Nun ja, gehen wir mal davon aus, dass das Thema schnell nach der Europawahl auch wieder verschwunden ist, so wie immer, und dann frühestens bei der nächsten Wahl wieder herausgeholt wird.

Vielleicht sollte man in dieser Hinsicht aber auch einmal über ein Demagogie-Verbot vor Wahlen nachdenken.

Und last but not least: Denjenigen, die glauben, durch ein Kopftuchverbot könne der Einfluss des Islam in Europa zurückgedrängt und das sogenannte „christliche Abendland“ wieder christlicher gemacht werden, sei gesagt: es gibt nur einen einzigen funktionierenden Weg zu diesem Ziel: der Weg in die Gedanken und Herzen der Menschen. Wer meint, die christlichen Gedanken und der christliche Glaube müssten stärker wahrgenommen werden in der Gesellschaft, der soll doch bei sich selbst anfangen und zum Beispiel mal wieder in die Kirche gehen, oder sich zumindest für das Thema interessieren. Vielleicht mal in der Bibel lesen, oder auf theologischen Blogs oder in theologischen Büchern. So läuft das. Und nicht durch das Verbot von einem Stück Stoff. Eigentlich logisch, oder.

17 Comments

  1. Ich finde, dass du Recht hast. Bei uns, auf der weiterführenden Schule, tragen zwei Mädchen ein Kopftuch in meiner Klasse: und sie machen es komplett freiwillig. Die beiden müssen das Kopftuch nicht tragen, müssen nicht fünfmal am Tag beten und sie müssen auch nicht unbedingt fasten. Sie machen das, weil es ihnen wichtig ist. Genauso wie ich jeden Tag in der Bibel lese und bete, weil es mir wichtig ist.
    Auch mit dem Punkt, dass man erst einmal anfangen sollte selber in die Kirche zu gehen und sich mit seinem eigenen Glauben zu beschäftigen, stimme ich mit dir überein. Es gibt einen Lehrer an meiner Schule, der total gegen Kopftücher, etc. ist und den Islam wohl am liebsten verbieten lassen würde. Er sagt, dass Deutschland doch ein total christliches Land ist und das der Islam hier nichts zu suchen hat. – Er selber ist Atheist….

  2. Nö, Deutschland ist so christlich nicht mehr. Wer es christlicher machen will, kann bei sich anfangen oder missionieren gehen, aber durch Verbote anderer Religionen geht das nicht, zumal das ja der grundgesetzlich garantierten Religionsfreiheit zuwiderliefe.

  3. Ja, durch Kopftuchverbote werden Mädchen und Frauen bevormundet und diskriminiert. Aber es müssen auch nur Mädchen und Frauen Kopftücher tragen und die Freiheit der Musliminnen erscheint mir auch sehr begrenzt da diese Kopftücher ein Symbol sind, das nicht ausdrücklich vom Koran gefordert ist, sondern ein Symbol dafür, dass „anständige“ (das ist durchaus hinterfragbar) Frauen und Mädchen die muslimische Männerwelt nicht durch den Anblick ihres unbedeckten Haares aufreizen. Meiner meinung nach ist das Kopftuch ein spalterisches, abgrenzendes und politisches Symbol und ich will es in Deutschland nicht, was nicht bedeutet, dass ich irgendetwas gegen die Mädchen und Frauen habe, die sehr tiefgehenden sozialen Zwängen unterliegen, so dass von Freiwilligkeit keine Rede sein kann. Sie haben nicht die Wahl, wenn sie sich nicht gegen ihre Familie in der das erwartet wird auflehnen möchten. Ein Kopftuchverbot für Grundschülerinnen ist mir deshalb zwar einerseits zuwider, weil es wieder auf und über den Köpfen (haha) der Frauen ausgetragen wird, andereseits wwachsen sonst kleine Mädchen bereits in jungen Jahren unter Zwang auf, werden in ihrer Religion groß und auch das halte ich für fürchterlich, da ich denke, dass Kinder per se nicht in jungen Jahren in eine Religion gezwängt werden dürfen (ich weiß dies geschieht auch überall in Kindergärten und Schulen) . Menschen sollten ab Volljährigkeit unbeeinflusst wählen können ob sie einer Religion angehören wollen. Glaube wird sonst nur anerzogen, ist Tradition und nicht Folge eigenständigen Denkens. nebenbei, kürzlich hatte ich ein Gespräch mit meiner jungen muslimischen Kollegin die von Ramadan erzählte und welche Regeln es gibt und da kam dann auch zur Sprache, dass menstruierende Frauen nicht fasten müssen und dass sie unrein sind. Na super! Unreine Frauen weil sie menstruieren. 2019 in Deutschland. Ich möchte, dass junge Menschen so etwas hinterfragen können, dürfebn und politische Hilfe und Statement ist für mich deshalb ein Kopftuchverbot für Grundschülerinnen. Von mir aus auch für Grundschüler und die Kreuze kdürfen im Staat der Kirche und Staat angeblich(de facto nicht!) trennt gerne auch vor der Tür bleiben. Es gibt auch Einhornhalsketten oder ähnliches.
    Beste Grüße Thurs

  4. Naja, also wir haben hier Religionsfreiheit, grundgesetzlich garantiert.
    Und zu glauben, wenn man religiöse Erziehung Erziehung und Sozialisation verbieten würde (was gegen das Grundgesetz ginge !), wäre alles gut, ist wohl ein Trugschluss. Anstelle der religiösen Erziehung träte dann eben atheistische Erziehung, die genauso prägt und ebenfalls ideologisch ist. Irgendeine Prägung in der Sozialisation gibt es immer, religiös oder atheistisch. Es steht uns nicht an, zu entscheiden, welche die Eltern an ihre Kinder weitergeben möchten.
    Und: ein Stück Stoff verbieten ist problematisch. Dann käme morgen einer auf die Idee und würde Jeans verbieten wollen, aus was für Gründen auch immer.

  5. Eine atheistische Erziehung würde aber sicherstellen, dass nicht an den Haaren dahergezogene, hanebüchene alte Geschichten und überholte Traditionen sich fortsetzen. Und wes wird vom Staat ja schon entschieden, dass z.B. ultrachristliche Eltern auch der Schulpflicht verpflichtet sind. Ich habe auch nicht gesagt, dass ich sie verbieten wollte, ich will sie nur aus den öffentlichen Räumen raushaben, wie in Frankreich beispielsweise. Dort wird die Kirche nicht staatlich subventioniert. Und eben wegen des Grundgesetzes bliebt uns die Jeans, das Kopftuch für Grundschülerinnen hingegen ist nicht nur ein Stück Stoff, dahinter steckt Methode. Ein Land das sagt wir wollen das nicht, dank Humanismus sind wir ein Stück weiter und wer hier lebt soll sich daran halten ist nicht per se undemokratisch. Es legt die Regeln für das Zusammenleben fest. Sicher werden Kinder von daheim immer geprägt, das ist auch in Sinne der Vielfalt. Der Gottesbeweis steht schon länger aus, insofern ist anfänglicher Atheismus nicht falsch und unbedingt ideologisch sondern erstmal LOGIsch lässt den Kindern Platz für eigene Gedanken und Freiheiten. Zum Grundgesetz, schön, dass du es erwähnst dort steht „Alle Menschen sind gleich“ niemand darf aufgrund seines Geschlechts diskriminiert werden. Schauen wir auf die Stellung der Frau in der islamischen Welt?! …………Da gibt es keinen Verhüllungszwang für Männer.

  6. Also die Bibel ist Weltliteratur. Die Geschichten kann man auf verschiedene Arten lesen, wörtlich, historisch, archäologisch, symbolisch.
    Der Mensch ist m.E. ein Wesen, das eine transzendente Ahnung und auch Sehnsucht in sich trägt. Die könnte auch Gott hindeuten. Der Mensch ist – meist zumindest – auch ein religiös interessiertes Wesen, weil es über sich und die Welt und den Urgrund allen Seins nachdenkt. Darauf will der Religionsunterricht reagieren und dem Menschen Deutungsmuster anbieten und übrigens auch hinterfragen. Wer den Religionsunterricht in Schulen ablehnt, überlässt die religiöse Bildung den Kirchen, Freikirchen und Sekten. Besser ist es, religiöse Ansichten in der Schule kennenzulernen, zu besprechen, zu reflektieren und auch zu hinterfragen.

  7. Touche, den Sektierern möchte man sie auch nicht zum Fraße vorwerfen. Aber es gibt ja auch noch die Wissenschaft um um über „die Welt und den Urgrund allen Seins“ nachzusinnen. Ichpersönlich denke ja, dass religiöse Menschen heutzutage einfach noch mehr Angst vor dem Tod, dem völligen Erlöschen haben als Atheisten. Weltliteratur ist die Bibel sicher nicht (ich habe sie, vor Jahren komplett gelesen, stilistisch sehr übel*G*) ein jahrtausendealter Bestseller ganz sicher. Mir ist schon klar, dass man die Geschichten auslegen und interpretieren kann wie man möchte und wie alles Geschriebene, aber seine wir ehrlich, die Bibel wurde von Menschen geschrieben und erfunden und da schleichen sich geren etliche Verzerrungen ein (mal angenommen Jesus gab es tatsächlich) und um religiöses Ansichten in der Schule zu besprechen eignet sich, wie ich an meine Söhnen beobachten kann das Fach ETHIK bestens. Ich lebe meine „Spiritualität“ in der Natur aus, was ich dort erfahre, beobachte und darüber lese macht mich glücklich, begeistert und demutsvoll. Was für eine großartige Schöpfung die Evolution da vollbracht hat fasziniert mich immer wieder auf’s Neue. Und um beim Thema zu bleiben: Kopftuch für kleine Mädchen vor der Geschlechtsreife ist und bleibt für mich gezielte politische Einflußnahme des Hardcore-Islams und Weiterführung der Unterdrückung von Menschen weiblichen Geschlechts.

  8. Also die Bibel wird eigentlich schon zur Weltliteratur gezählt. Generationen von Theologen haben dort Gott interpretiert und ihre Erfahrungen oder auch die von anderen aufgeschrieben und interpretiert. Die Bibel ist nicht vom Himmel gefallen, sondern Menschen berichten darin über ihre Glaubenserfahrungen und ihre Versuche, zu beschreiben, wie Gott ist.

    Die theologia gloriae beispielsweise ging übrigens auch davon aus, dass man Gott in den Werken der Natur erkennen kann. Luther fügte ihr die theologia crucis als Ergänzung hinzu. (Kannst Du mal hier im Blog nach beiden Begriffen suchen, vielleicht interessant für Dich).

    Kopftuch: ja, ist vielleicht auch teilweise ein Symbol von Repressivität. Öfters aber ist es ein traditionelles Symbol, denke ich.
    Auch das Kreuz wurde und wird immer in den unterschiedlichsten Kontext gestellt. Drum ist es schwierig, ein Symbol einseitig zu interpretieren.

  9. Generationen von Theologen überzeugen nicht und mir ist völlig klar, dass die Bibel nicht aus dem Himmel kommt, ist ja keine Sternschnuppe. Für mich zählt schlicht „Glauben heißt nicht wissen“ und ich bin nicht auf der Suche nach einem irgendwie gearteten Gott oder einem sonstigen Surrogat. Die Bibel als Weltliteratur zu bezeichnen nur weil sie viel gelesen wird, empfinde ich als vermessen. Es freut mich, dass du das Kopftuch als repressives Symbol anerkennst. Ich erlebe viele muslimische Frauen in meiner Arbeit und der größte Teil fastet, hält sich an die Gebote des Koran und trägt kein Kopftuch. Jene die es tragen, da wird es von Ehemannund/oder Familie gewünscht, in der Selbstfindungsphase wird damit experimentiert (selten) und man erkennt sehr gut wo Druck ausgeübt wird, wie die Frauen leben und wie die Kinder erzogen werden. Natürlich sind das nichtrepresäntative Erfahrungswerte, die interessant wären in Studien verifiziert zu werden. Ausreichend ist mir immer noch, dass Frauen in fast allen mir bekannten Religionen kleingehalten werden, in Sekten sieht es noch schlimmer aus. Da fragt frau sich schon „wer hat’s erfunden?“ Wie Hagen Rether so schön sagte: Wem nützt es? Ein Gott der darauf beharrt dass weibliche Wesen ihr Haar oder noch mehr verhüllen erscheint mit hinterfargenswert. ist das wirklich wichtig? Wieso erschafft er Unperfektion, der Pfuscher? Dann müsste er fehlbar sein, oder?

  10. Paulus (Bibel) meinte ja auch noch, die Frau solle in der Gemeinde schweigen. Also es gibt in den Texten Dinge, die zeitbedingt sind. Über die Bibel ist das Zeitalter der Aufklärung hinübergerollt. Bei der 6 Jahrhunderte jüngeren Religion, dem Islam, ist das bisher nur in ganz kleinen Ansätzen passiert. Es wird sicher noch eine Weile dauern, bis das da vielleicht nach und nach auch geschieht.
    Das mit dem Kopftuch: es gibt repressive deutsche Familien, die z.B. atheistisch sind, dasselbe gibt es in religiösen Familien. Ich denke, das ist unabhängig vom Kopftuch.

  11. Ich finde den Artikel recht populistisch. Er arbeitet mit vielen Unterstellungen und Stereotypen: so und so sei das eben in praktisch allen muslimischen Familien. Einen objektiven Beleg dafür führt er nicht an.
    Ehrenmorde: das sei ein Thema in muslimischen Familien. Dass aber in Deutschland etwa alle 2-3 Tage eine deutsche Frau in einem Haushalt aufgrund von Streitigkeiten zu Tode kommt, wie einst die ZEIT beschrieben hatte (ich meine, es waren 2-3 Tage), erwähnt er nicht. Warum nicht ? Vielleicht weiß er es nicht. Oder es passt nicht in sein Weltbild.
    Sehr enggeführter und von subjektiven Vorurteilen getränkter Artikel. Nicht lesenswert. Es sei denn, man braucht ein paar krude und wohl auch falsche Thesen für den Stammtisch.

  12. Populistisch ist das neue Schlagwort um andere Ansichten zu diskreditieren? Und ich denke man kann für muslimische Familien ebenso wie für christliche Familien aus der religion bedingte Stereotypen durchaus ableiten ohne auf Stammtischniveau zu verfallen. Typisch püopulistisch ist übrigens eine miese Sache >>> Ehrenmorde die angesprochen werden mit einer anderen miesen Sache >>> getötete oder geschlagene deutsche Frauen zu vergleichen, respektive aufzuwiegen. Übrigens ist diese Art der Rhetorik, Gegenvergleiche herbeizuziehen, eine der Lieblingsmaschen der Populisten um abzulenken. So wird der Autor es nicht erwähnt haben, weil es in diesem Kontext nicht zum Thema gehörte? Falsche Thesen kann es ebenfalls nicht geben. Ich stelle eine These auf und dann wird sie auf Richtigkeit überprüft. Mir gefiel bei diesem Artikel eher die Klimaverharmlosung nicht, gar nicht, die Betrachtung der Beugung der Rechte der muslimischen Frauen in Deutschland, denen dort nicht dieselben Rechte wie deutschen Frauen zugestanden werden um ihre Kultur zu schützen und zu respektieren kann ich aber gut nachvollziehen. Apropos Vorurteile, die sind per se subjektiv das ist ein Pleonasmus. Obkjektive Vorurteile ergäben ja keinen Sinn.

  13. Paulus schweigendes Weib ist ein schönes Beispiel, damals wurde es so gehandhabt, schaue ich mir die Priester in der kath. Kirche, russisch- oder griechieschorthodox ganz zu schweigen, an dann sind die Prediger MÄNNER und bisher, auch wenn die Debatte am Laufen ist keine Frauen. Die Evangelischen sind da schon weiter. Daher halte ich diese Kopftuchdebatte auch für so wichtig. Es gilt klar darzustellen, welche Grenzen es gibt, sicher das trifft nur sehr sehr wenige Familien, erfreulicherweise, aber um die Debatte am Leben zu halten ist es wichtig hier Standards zu setzen. Und ja, ich sehe sehr deutlich, dass das Thema vor Wahlen populistisch genutzt wird und es ist mir ebenfalls zuwider. Doch in der Sache an sich stehe ich dahinter und werde dennoch ganz sicher keine rechte Partei wählen, weder braun noch schwarz noch gelb. Repression ist unabhängig vom Kopftuch, aber Kopftuch ist immer, wenn auch verdeckte und liebevolle Repression.

  14. Naja, „liebevolle“ Repressionen gibt es auch in Familien, wo keine Kopftücher getragen werden. Mir kommt die Debatte einfach etwas absurd vor.

  15. Natürlich ist diese Debatte insofern absurd, als man ein Stück Stoff auf Mädchenköpfen verbieten will, und ja, es ist politisch motiviert in mehrerlei Hinsicht. Ich denke ich werde dich nicht von meinem Standpunkt überzeugen, weshalb mir wichtig ist, dass politische, denn das sind sie für mich, Kopftücher als Mittel der Frauenunterdrückung abgeschafft werden und du mich nicht von der Religion jedweder Art, deren kulturell bedingte Ansprüche über dem Gesetz stehen sollen. Dennoch interessant, herzlichen Dank.

Kommentar verfassen...(Kommentare, die Links enthalten, müssen auf Freischaltung warten)

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.