Die Kirche in Deutschland schrumpft. Was man dagegen tun kann.

Laut einer Forschungsgruppe der Universität Freiburg wird voraussichtlich die Kirchenzugehörigkeit in Deutschland von aktuell 54% auf ca 29% im Jahr 2060 abnehmen.

Die Protestanten dürfte es dabei aufgrund der Altersstruktur etwas stärker treffen, insgesamt dürfte es aber sowohl die katholische als auch evangelische Kirche sehr treffen.

Drum wäre wahrscheinlich eine Art Mission im eigenen Land angesagt.

Die Gottesdienste müssten zudem irgendwie so gestaltet werden, dass mehr Menschen sich angesprochen fühlen. Vom Setting her vielleicht, also von der Art und Weise, wie ein Gottesdienst gestaltet wird, von der musikalischen und sprachlichen Gestaltung und der Uhrzeit her.

Und der Religionsunterricht an Schulen sollte wohl auch stärker Traditionen unterstützen und zudem weiterentwickeln. Von Martin Luther gibt es die Aussage: bis orat, qui cantat – wer singt, betet zweimal.

Das ist so gemeint, dass man mit einem Lied einerseits Gott loben kann und das Lied einen andererseits noch in Gedanken durch den Tag begleitet. Lieder können eine ganze Menge bewirken, wenn sie einprägsam und melodisch und gut sind. Denn sie können Emotionen erreichen und Menschen ein Leben lang begleiten.

Das wäre ein Gedanke. Dazu müsste es aber erstmal gute Musik geben, die auch in einer guten Vertonung vorliegt, am besten, wenn dabei ein Sänger, eine Sängerin oder ein Chor mitsingt. Und danach sucht man in Deutschland lange. Was durchaus ein Problem ist, weil nicht jede Religionslehrerin oder jeder Religionslehrer automatisch gut Gitarre spielen und dazu auch noch gut singen kann. Hätte man aber gut intonierte und einprägsame Musikstücke, könnte dies schon viel bewirken.

Zudem ist es sicherlich auch wichtig, Interpretationsspielräume bei dem zentralen Thema Auferstehung zuzulassen, wie es in der gymnasialen Oberstufe der Fall ist.

Nach Ansicht des Theologen Paul Tillich beispielsweise können biblische Geschichten als Symbol für eine Wahrheit verstanden werden, die hinter diesen Geschichten durchaus real existiert.

Dies zu wissen würde manchen Menschen den Zugang zu biblischen Erzählungen erleichtern und auch in einem naturwissenschaftlich geprägten Umfeld weiterhin ermöglichen. Denn mit solch einer Betrachtungsweise käme es nicht mehr darauf an, wie man beispielsweise die Naturwunder Jesu mit den Naturgesetzen in Einklang bringen könnte. Beispielsweise angesichts der Perikope, in der Jesus übers Wasser zu seinen Jüngern geht, die während eines Sturms im Boot in höchster Bedrängnis sind, legen manche Leute Wert darauf, dass dies naturwissenschaftlicher gar nicht möglich sei.

Andere Leute erkennen dies als Symbol dafür, dass die Evangelisten deutlich machen wollten, dass Jesus hilft, in den Stürmen des Lebens und auch dann, wenn man es schon überhaupt nicht mehr erwartet. Dass Jesus bzw Gott also etwas Reales sind, das Menschen durchaus helfen kann in ihrem Leben.

Man bräuchte hierbei nicht aufzulösen, welche Sicht denn nun die richtige ist, denn wer wollte dies schon wissenschaftlich beweisen. Es würde schon reichen, beide Sichtweisen als mögliche Sichtweisen nebeneinander zu stellen.

Es gibt sicher noch mehr Ansatzpunkte, aber dies wären schon mal ein paar.

Ach ja, eines noch. Es wäre sicher auch wichtig, dass Pfarrer und Religionslehrer hinter dem stehen, was sie da erzählen. Denn das merken die Zuhörer.

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