Palmöl? Öl aus Insekten! Lecker.

Palmöl hat viele Vorteile. Es hält lange, Hitze kann ihm praktisch nichts anhaben und man schmeckt es nicht aus dem Essen heraus. In jedem zweiten Produkt in etwa findet sich Palmöl.

Allerdings hat sein Anbau in einigen Ländern, beispielsweise Malaysia und Indonesien, ziemliche Nebenwirkungen. Um Platz für die Palmplantagen zu schaffen, wird Regenwald gerodet, Kleinbauern vertrieben, der Lebensraum von Tigern und Organ Utans zerstört und durch Brandrodungen gewaltige Mengen an Gasen, die das Klima schädigen, in die Atmosphäre entlassen.

Die Welt ist scheinbar süchtig nach Palmöl, denn seit 2003 hat sich die Produktion weltweit mehr als verdoppelt, von 27 Millionen Tonnen jährlich auf 65 Millionen Tonnen.

Es gibt eine ganze Menge Möglichkeiten, vom Palmöl wegzukommen. Beispielsweise kann man aus Makroalgen, also sehr großen Algen, aus Mikroalgen, sehr kleinen Algen, aus Hefe-Ölen oder aus von Bakterien produzierten Bio-Tensiden ebenfalls Öl herstellen, um das Palmöl zu ersetzen.

Ein wenig unkonventionell wirkt das Öl aus Käferlarven. Es wird aus der Käferlarve der Gattung Zophabas morio, dem großen Schwarzkäfer, gewonnen, der auch als Superwurm bezeichnet wird. Pro Hektar können jährlich aus diesem Käferlarven 150 Tonnen Öl gewonnen werden. Bei Palmöl gewinnt man nur gerade mal höchstens vier Tonnen.

Also Mut zur Käferlarve. Und, wenn man etwas drüber nachdenkt, so gruselig ist das Ganze gar nicht. Denn Shrimps, die ja auch etwas wurmartiges haben, isst man ja ebenfalls gerne. Und wie gesagt, es gibt ja noch die oben erwähnten anderen Möglichkeiten, Öl zu gewinnen. Aber nur dasjenige aus Käferlarven hat auch die echte Kraft des Wurmes. Naja, gut, ein klein wenig erinnert es vielleicht an Soylent Green. Aber was soll’s.

Genauer können Sie das unter folgendem Link nachlesen.