Haben Sie Sorgen?

Viele Menschen haben Sorgen. Mancher hat vielleicht eine überteuerte Mietwohnung und überlegt sich, ob er bald in einem Fass leben muss. Andere haben gesundheitliche Sorgen, berufliche und so weiter.

Da mag einem das, was Jesus sagt, fast ein wenig naiv vorkommen:

Schaut euch die Vögel an. sie säen nicht, sie ernten nicht, und doch haben sie zu essen. Gott sorgt für sie.

Naiv ist der Spruch nicht gemeint. Und naiv ist der auch nicht. Er beinhaltet, dass man sich von seinen Sorgen nicht erdrücken lassen soll. Denn Sorgen sind Gedanken über Dinge, die oft gar nicht so eintreten werden, wie man es befürchtet. Die meisten Katastrophen im Leben, die man erlebt hat, sind nie eingetreten – man hat sie nur in Gedanken erlebt.

Jesus sagt auch sinngemäß, ihr könnt euer Leben durch keine einzige Sorge verlängern.

Drum, heute ist Sonntag und ein guter Tag, einmal zu versuchen, die Sorgen erst wieder am Montag zu begrüßen. Heute mit ihnen Umgang zu haben – dazu sind Sie nicht verpflichtet.

11 Gedanken zu “Haben Sie Sorgen?

  1. Das ist schon richtig, dass es einem nicht besser geht, wenn man sich sorgt. Trotzdem ist es natürlich, dass man seine eigene Situation reflektiert und dann vielleicht erkennt, dass nicht alles so läuft, wie es sollte. Es treten die wenigsten Katastrophen ein, die man sich vorstellt, aber ich bin einfach zu risikoscheu, als die möglichen Unglücke nicht in Betracht zu ziehen und wie ich sie vermeiden könnte.

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  2. Ja, es macht ja auch Sinn, über die Zukunft nachzudenken und zu planen. Aber man soll sich nach Möglichkeit eben nicht davon fertigmachen lassen. Sagt sich vielleicht so leicht, ist aber so…

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  3. Wenn ich mir beispielsweise mein Referendariat betrachte, dann nimmt es mich schon sehr mit, dass es im Moment nicht so richtig funktionert. Es ist auch nicht verwunderlich, weil ich noch in der Ausbildung bin und selbst wenn es dann am Ende nicht reicht, ist es wohl besser als ein unglückliches Restberufsleben.

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  4. Oh, das ist hart. Hier ein paar theoretische Tipps:

    – Unterrichtsstörungen gehen vor. Erst die Störungen beseitigen, dann weitermachen.

    – Konsequent sein: eine angedrohte Maßnahme sollte man dann auch durchsetzen. Auch der Schwächeren in der Klasse zuliebe. Denn die Starken und Lauten proben manchmal eine Art Anarchie, wenn man sie lassen würde, aber auf dem Rücken der Schwächeren, die gerne etwas lernen möchten.

    – Unterricht tendenziell eher lehrerzentriert machen, wenn die Klasse so unruhig ist und die Tendenz hat, Freiheiten auszunutzen. Und den Unterricht straffer zu gestalten versuchen, auch, indem immer mal wieder was geschrieben werden muss, das bringt oft Ruhe und Konzentration.

    – Abschreiben: nicht selber an der Tafel schreiben. Sobald Du einer solchen Klasse den Rücken zudrehst, ist es mit der Konzentration oft vorbei. Lieber am Beamer schreiben (per Tastatur, da hast Du einen Geschwindigkeitsvorteil), oder auf Folie per Overheadprojektor. Und bei beiden Methoden hast Du der Klasse weiterhin das Gesicht zugewandt.

    – Und dann die Dinge, die zu lernen waren, auch abfragen und benoten. Dann lernen die Schüler (optimalerweise zumindest), dass es schon darauf ankommt, im Unterricht aufzupassen.

    – und wenns wieder besser läuft, kann man auch wieder mehr Freiheiten geben

    – Aber dran denken: man soll durch konsequentes Handeln eben auch die Schwächeren und Leisen schützen. Und man soll sich selbst auch schützen, damit respektvoll mit einem umgegangen wird (denn das darf man erwarten).

    Alles Gute Dir !

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  5. ach ja, und: möglichst ein Bild oder eine kleine Geschichte oder irgendwas, was erstmal Interesse weckt, als Stundeneinstieg verwenden.

    Antoine de Saint-Exupery sagte sinngemäß: Wenn Du willst, dass Leute ein Schiff bauen, treibe sie nicht dazu an. Sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem weiten Meer.

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