Demonstrationen gegen rasant steigende Mieten

Geld, Münzen, Euro

In vielen deutschen Städten soll es heute Demonstrationen gegen zu hohe Mieten geben, so z.b. in Berlin, München, Stuttgart und Mannheim.

Die Mieten ihrerseits dürften davon stark beeindruckt sein und sofort massiv nach unten gehen.

Problem angegangen, Problem gelöst.

Nun gut, mal Spaß beiseite. Tatsächlich ist es wohl der Weg, dass erstmal viele Menschen demonstrieren gehen. Erst dann wird die Sache für Politiker nämlich attraktiv und lukrativ. Denn Politiker vertreten natürlich nur dann gerne irgendwelche Anliegen, wenn viele Menschen dahinter stehen, vor denen sie sich dann auch profilieren können. Deshalb steht natürlich am Anfang erstmal der Protest.

Besonders originell würde die Sache natürlich werden, wenn einige Mieter beispielsweise über Aktien auch noch Anteilseigner an gewissen Wohnungsbaugesellschaften wären und dann einerseits natürlich gerne eine hohe Rendite erzielen würden, sich andererseits aber über die hohen Mieten wundern würden. Aber gut, das ist vermutlich der Ausnahmefall.

Es ist schon klar, in Deutschland sollte es doch möglich sein, zu wohnen und zwar so zu wohnen, dass man nicht sein gesamtes Geld dafür Monat für Monat ausgeben muss. Denn Miete ist im Grunde weggeworfenes Geld. Der Mieter kann damit kein Wohneigentum erwerben. Wenn jemand beispielsweise monatlich 1500 € an Miete zahlt, sind das im Jahr ja schon 18.000 € und in zehn Jahren 180.000 €, in 20 Jahren 360.000 €. Dafür könnte man, wenn man das Geld nicht immer für die Miete zum Fenster hinauswerfen würde, eigentlich Wohneigentum erwerben. Könnte. Theoretisch.

Dass viele es aber nicht können, liegt sicher daran, dass viele einfach so viel an Miete zahlen, dass sie praktisch überhaupt kein Geld mehr zurücklegen können, was aber als Grundstock für eine Finanzierung von Wohneigentum nötig wäre. Ein übler Kreislauf. Und im Alter, wenn sie dann eine kleine Rente bekommen, wohnen sie immer noch zur Miete, die wohl kaum von selbst sinken dürfte. Im Gegenteil.