Fridays for future. Wie lange noch?

Man kann darüber streiten, ob die Demonstrationen von Schülerinnen und Schülern in der Unterrichtszeit stattfinden sollten oder nicht. Aber vom Kern her sind sie sicherlich richtig.

Und nachvollziehbar, dass sie während der Unterrichtszeit stattfinden, sind sie zum Teil auch. Denn einerseits wird argumentiert, dass Bildung Zukunft bedeutet. Wenn aber die Klimakatastrophe eintreten sollte und das Klima sich dermaßen erwärmt, dass dramatische Naturphänomene die Tagesordnung werden, bringt Bildung auch nicht mehr allzu viel, weil die Zukunft geendet hat, bevor sie begonnen hat.

Sicher wäre es hilfreicher, die Demonstrationen außerhalb der Schulzeit durchzuführen, weil man dann für beides sorgen würde, für eine Zukunft auf der Grundlage guter Bildung und für eine Zukunft mit einem Klima, in dem man noch leben kann.

Die Frage, die man sich allerdings stellen kann, ist eine, die die Medien betrifft.

Medien haben in der Regel nicht allzu langen Atem und ihre Aufmerksamkeitsspanne ist begrenzt. Das hängt damit zusammen, dass Medien auch verkauft werden wollen, egal, ob es nun Printmedien, Onlinemedien oder Fernsehberichte sind. Medien neigen aus diesem Grund dazu, nach einigen Wochen, spätestens vielleicht Monaten, sich neue thematische Beschäftigungsfelder zu suchen.

Somit könnte es sein, dass die ganzen hübschen fridays for future Demonstrationen sich irgendwann von selbst erledigen, weil immer weniger darüber berichtet werden dürfte. Was natürlich dramatisch fürs Klima wäre.

Aber mal ehrlich gesagt, die jungen Leute, die da einerseits zurecht demonstrieren, kaufen andererseits ebenfalls alle zwei Jahre ein Smartphone, was ja auch nicht gerade ressourcenschonend ist. Es ist also nicht so, dass sie einfach nur grün wären. Trotzdem ist Ihr Anliegen natürlich legitim. Denn auch, wenn man selber einen großen ökologischen Fußabdruck hinterlässt, kann man sich trotzdem fürs Klima engagieren.

Also sehen wir mal gespannt in die Zukunft, wie lange diese Demonstrationen denn noch die mediale Aufmerksamkeit genießen. Die Tage dürften gezählt sein.

Und es wird auch interessant sein, zu sehen, ob die Demos tatsächlich nachhaltig etwas bewirken in den Gesellschaften, in denen sie stattfinden. Oder ob nicht die Bequemlichkeit der Menschen letztlich doch wieder die Vernunft überwindet, wie es ja so oft ist.

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