Die zwei Arten zu fasten

Die Fastenzeit hat begonnen und es gibt unterschiedliche Auffassungen, wie und wozu man fasten sollte. Eine religiöse und eine nicht religiöse.

Die nicht religiöse wird beispielsweise von Lifestyle-Zeitschriften gerne verwendet und heißt im Grunde wie folgt. Du musst Fasten, um mehr für dich herauszuholen.

Oder anders gesagt, nimm ab, mach weniger mit Leuten, die dich vielleicht runterziehen, weniger Smartphone, weniger Internet, weniger soziale Netzwerke, damit du dich dadurch verbesserst. Damit deine Work-Life-Balance danach besser stimmt. Streng dich an, damit du besser wirst. Und damit du mehr für dich herausholst.

Die religiöse Sicht, die christliche, ist eine andere. Sie heißt wie folgt. Du darfst gewisse Dinge weglassen, um ganz Mensch zu sein und ganz Mensch zu werden. Um so zu sein, wie Gott es in dir angelegt hat.

Du brauchst nicht so viel zu fressen, du bist nicht dazu geboren, um Adipositas zu haben, du bist nicht verpflichtet, deine wertvolle Zeit, die Gott dir geschenkt hat und in jeder Sekunde schenkt, in sozialen Netzwerken zu verplempern, du brauchst nichts mit Menschen etwas zu machen, die dir nur schaden wollen.

Die religiöse Sicht ist also diejenige, die den Menschen wieder Mensch sein lassen will, indem er sich mehr auf das konzentriert, was er sein darf. Er darf Mensch sein, er darf frei sein, er muss sich nicht erarbeiten, was er sein muss, er ist von Gott einfach so akzeptiert. Dieser Mensch darf Dinge weglassen, um immer mehr derjenige Mensch zu werden, zu dem er von Gott einst bestimmt wurde. Dieser Mensch braucht sich nicht immer zu verbessern, indem er irgendwelche Pflichten erfüllt. Er darf stattdessen vermeintliche und selbstauferlegte Pflichten weglassen, um zu erkennen, dass er von Gott bereits angenommen und geliebt und gewollt ist.

Diese beiden Sichten, zu fasten, wirken äußerlich zunächst ähnlich, sind es aber nicht. Die christliche Sicht ist die menschenfreundlichere.

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