Südlink in Bayern: „I did it my way“

Deutschland will die Energiewende schaffen. Dafür bräuchten allerdings beispielsweise Bundesländer wie Bayern Strom, der in den Windparks im Norden erzeugt wird.

Theoretisch ganz leicht, man baut einfach eine Stromautobahn von Nord nach Süd. In der Praxis nicht ganz so leicht, da bereits seit fünf Jahren diskutiert und geplant wird und die Bayern für ihre Laptops und Lederhosen zwar gerne Strom haben, allerdings soll er bitte nicht durch ihr Land fließen. Um 135 km in Bayern geht es, um 700 km insgesamt.

Nun soll die Stromautobahn unter der Erde verlegt werden als Erdkabel. Aber auch dagegen gibt es Widerstand. Der Interessenverband der Maulwürfe beispielsweise kündigte Bedenken und heftigen Widerstand an.

Als Lösung wurde diskutiert, ob man den Strom aus dem Norden nicht einfach in irgendwelche Flüsse, beispielsweise die Donau, kippen könnte und dann in Bayern wieder herausfischt. Die Gewerkschaft der Zitteraale kündigte diesbezüglich jedoch ebenfalls Widerstand an.

Obwohl nicht nur Hinz und Kunz sondern auch jedermann in Deutschland die Möglichkeit haben, gerichtlich Bedenken anzumelden, gibt man sich optimistisch und es wird mit einer Fertigstellung der Stromtrasse trotz dieser Widrigkeiten bereits in wenigen Jahrzehnten gerechnet.

Bis dahin soll der Strom in Form von Akkus mit Diesel-LKWs in den Süden geschickt werden. Alternativ wird eine Luftbrücke diskutiert oder die Zustellung durch einen Paketdienst.

Unabhängig von der ganzen Diskussionen fliegt heute eine israelische Sonde in Richtung Mond, um dort nach intelligentem Leben zu suchen. Sie sollte vielleicht auch kurz mal in Bayern zwischenlanden.