„Nicht die Waffen sind böse, sondern die Täter“

Beispielsweise von Waffenliebhabern aus den USA oder von der mächtigen NRA, der national rifle association, hört man gerne einmal die Behauptung, dass ja nicht die Waffen an sich böse seien, sondern die Menschen, die sie falsch einsetzten.

Bei 40.000 durch Schusswaffen getöteten US-Amerikanern im Jahr 2018 klingt das ein wenig sarkastisch.

Man braucht sich allerdings als Deutscher bei diesem Thema nicht moralisch über die US-Amerikaner zu erheben, wenngleich Deutschland sich eigentlich gerne immer mal auf den moralischen Elfenbeinturm setzt und von dort herunter spuckt. Auch in Zeiten, in denen man den Deutschen Waffen in die Hände gegeben hatte, ging dies immer mächtig schief. Man denke nur an den ersten und zweiten Weltkrieg. Auch die Deutschen können mit Waffen nicht richtig umgehen.

Deswegen ist es natürlich ganz gut, dass die deutsche Bundeswehr, also die deutsche Verteidigungsarmee, eine freiwillige pazifistische Selbstverpflichtung eingegangen ist, indem sie dafür Sorge trägt, dass ihre U-Boote nicht tauchen, ihre Marineschiffe nicht schwimmen, ihre Hubschrauber und Tornado-Kampfjets nicht fliegen und die Gewehre von Heckler & Koch nicht treffen.

Wie soll man aber auf die eingangs erwähnte Behauptung antworten, dass die Waffen an sich nicht böse seien?

Man könnte das Ganze linguistisch lösen, indem man diese Aussage anerkennt. Nein, die Schußwaffen an sich sind nicht böse.

Die Patronen sind es. Die müsste man verbieten.